as I scan this wasted land

Aber Mutter, das waren doch Thorwaler!

Immer noch in Andergast.

Immerhin regnet es im Moment nicht.

Nun aber zum Wesentlichen: die sieben Aufgaben der Nimuan haben wir gelöst; mein Herr kann sie nun ehelichen, sofern er möchte – immerhin ist sie seit ungefähr 200 Jahren tot, und hat sich auch nicht wirklich im Gänsetempel eingestellt, um geehelicht zu werden.

Der Fürst von Andergast hat meinen Herren und die Baronessa samt Dienerschaft (!) auf die Burg eingeladen, um unsere Heldentat zu feiern. Sein Bruder, der Prinz war mäßig darüber erfreut dass seine unbeholfenen Intrigen uns nicht daran gehindert haben, seine dumme Wette zu gewinnen – nun musste er uns seinen silbernen Drachenhelm überlassen.

Nun sind Feste in Yaquirien ein wenig anders als hier in Andergast, sie beinhalten vor allem mehr Spaß. Während meine Wenigkeit sich mit einem Knappen herumschlug, der einer Edeldame – egal welcher – seine hohe Minne antragen wollte, wurde Andaryn von einer Edeldame mit hoher Minne und einer gepflegten Unterhaltung geplagt beglückt. Soviel zu andergastischen Schweinsdarm-Verhütungsmitteln! Deshalb machten Silvana, Andaryn und meine Wenigkeit uns – vielleicht ein ganz wenig voreilig – auf, die Thorwaler zu suchen, die wir am Tag zuvor kennengelernt hatten.

Der Rest der Nacht ist ein wenig verschwommen in meiner Erinnerung, aber einige von uns hatten am folgenden Morgen einen wirklich schilmmen Brummschädel, und frische neue Hautbilder hatten wir auch. An einer eher unerwähnbaren Stelle habe ich nun einen Ring aus Wellen, ein Zeichen des Meeres. Immerhin passt es gut.

Ich kann kaum beschreiben, wie grauenhaft dieser Morgen war; während mein Herr hinter mir her lief und mich ständig an meine Verfehlungen erinnerte, wurde mir klar dass ich möglicherweise… möglicherweise nicht so ein gutes Mädchen gewesen bin wie ich sein sollte. Verflucht sei meine Schwäche für riesige, hellhaarige Männer! Hat nicht meine Mutter mir immer erzählt, wie Thorwaler den Hafen von Grangor überfallen und brandschatzend und raubend durch die Stadt gezogen sind? Wohl habe ich gestern Abend das „lass dich nicht ein mit…“ missachtet und nur das „Thorwaler“ im Kopf gehabt.

Also hatte ich nach dem dringend benötigten Bad auch eine dringend benötigte Zwiesprache mit Travia und dann mit Peraine und einer Peraine-Geweihten, und dann noch etwas später eine private Unterhaltung mit Valinda, der Gehilfin des hiesigen Sumen, die versprach, mir etwas Rahjalieb zu besorgen.

Abgesehen davon dass ich in Schwierigkeiten steckte, musste ich mich noch mit meinem Herren herumschlagen, der sich ein Vergnügen daraus machte, mir meine Sünden vorzuhalten. Ich versuche ein gutes Mädchen zu sein, und eine gute Dienerin, und eine gute Liebfelderin, aber manchmal gelingt es mir nicht ganz so gut wie es sollte.

Nebenbei stellte sich heraus dass Nimuans Lied auch eine unterschwellige Anleitung dazu war, irgendwelche Dinge in andere Dinge zu stecken, und das klingt jetzt bestimmt sehr passend zum Rest des Tages, jedoch hat es eher was mit Sumen und ihren Kultplätzen zu tun als mit der letzten Nacht.

So findet uns der Morgen des 7. Rondra beim Aufbruch zu einer Stelle im dunklen Eichenwald, an der wir vielleicht Antworten zum Fluch der Burg Dragenstein finden werden.

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