as I scan this wasted land

Kupfer? Kupfer? KUPFER??!?!

Als wir aus dem Portal stolpern, finden wir uns von Bauern mit Mistgabeln und Fackeln umzingelt. Dieses charmante Stückchen Welt nennt sich Eggental, und ist zwischen Eggentalwald und Elfenwald gelegen. Keine Chance, sich zu verirren. Die größte Stadt der Region ist – erraten – Eggstadt. Oder Eggenstadt? Wie auch immer.

Die Bauern tuscheln untereinander, und Charandhall versucht sie davon zu überzeugen dass wir keine Kultisten sind sondern vielmehr Kultisten-Jäger. Wir können heraushören dass die Seherin Ulma wohl das Kommen von Kultisten vorausgesagt hat. Unterdessen wird Gormhögg, der Grottenschrat von einem kleinen alten Mann angegriffen, der mich wohl vor dem großen Monster verteidigen wollte. Zum Glück und – wie es sich bald herausstellen sollte – weiser Voraussicht, kann ich Gormhögg vor der Waffe des Mannes retten.

Inmitten dieses Gewusels materialisiert sich schließlich in unserer Mitte unsere Köchin Izimur, die etwas von einem Magier stammelt, der sie hierher geschickt hat. Nun sind endlich auch die Dörfler von uns beeindruckt genug dass sie uns in ihr Dorf mitnehmen, um uns mit Ulma sprechen zu lassen. Vielleicht weiß die wo sich die Kultisten aufhalten.

Auf dem Weg ins Dorf verdunkelt plötzlich ein Schatten den Himmel und dann fällt ein recht großes Stadthaus auf den Boden.

… ein Fachwerkhaus, das mitten in den Wald gefallen ist.

Es steht still und leicht schräg mitten am Weg. Die Bauern glotzen mit offenen Mündern und aus den Höhlen tretenden Augen. Es ist vermutlich nicht zu vermessen anzunehmen, dass solche Vorkommnisse auch hier nichts Alltägliches sind.

Nun sind wir eigentlich auf einer Queste, die Beschwörung der Knochen des Königs durch die bösen Yuan-Ti zu verhindern und so sicherzustellen, dass … irgendwas … jedenfalls meint Charandhall es sei wichtig dass wir das machen. Deshalb sind wir ja überhaupt schon seit Tagen unterwegs und hüpfen von einer Ebene zur anderen, statt einfach heimzugehen. Natürlich scheint unsere Queste im Moment nicht so wichtig zu sein wie ein vom Himmel gefallenes Haus, also huscht Izimur hinein, dicht gefolgt vom Rest von uns.

Habe ich die Neigung der Wächter des Morgens, mit offenen Augen in Fallen zu laufen erwähnt? Dieses Haus ist vielleicht an sich keine Falle, aber gespickt mit solchen. Charandhall liest an der Tür eine Warnung vor den Küchengeräten, und der Eiskron deutet ein Bild an der Wand als Porträt von Mordenkain. (Ich weiß nicht wer das ist, fragt doch Eiskron.) Aus dem oberen Stockwerk hört man Schritte, und Gormhögg geht um nachzuschauen wer da herumgeht. Bevor der Rest von uns sich auf den Weg nach oben macht, wird Charandhall als Dank für seine Neugier fast von einem roten Lesezimmer guillotiniert. Dann versucht uns die Treppe zu verschlucken, was ihr aber dank meiner Wendigkeit nicht gelingt. Im ersten Stock schafft es Izimur, sich mit der Leiche eines erschossenen Mannes in einem schrumpfenden Raum einzuschließen. Nur mit der tatkräftigen Hilfe von Eiskron und Charandhall kann sie in letzter Sekunde gerettet werden – samt einem Knochenkorsett, das sie mir anschließend schenkt.

Während die Jungs mit der Tür herumhampeln, gehe ich den Gang weiter bis zu einer Tür, hinter der ich glaube, Gormhöggs Stimme gehört zu haben. Direkt nach dem Öffnen fällt mir zum Dank ein Buch auf den Kopf, das irgendein Witzbold als „Falle“ hingelegt hat. Es handelt von Spinnenschwärmen. Ich bin sicher, Alles über Spinnenschwärme wird uns in Zukunft bestimmt oft weiterhelfen.

Der Grottenschrat scheint im Rauchfang des Kamins in der Bibliothek gefangen, anscheinend hat er einen Vogel gejagt, der sich Haare von seinem Fell für sein Nest gezupft hat. Als Charandhall ankommt, macht er sich sogleich daran, Gormhögg aus seiner Bedrängnis zu retten, was ihm auch gelingt. Dummerweise beschließt der große Zottel, dass er doch weiter auf Vogeljagd gehen möchte, und bleibt prompt wieder im Schornstein stecken, nur diesmal an einer noch höheren, engeren Stelle.

Währenddessen mache ich mich auf die Suche nach guter Lektüre, immerhin ist das hier eine Bibliothek, und finde tatsächlich einen Ritterroman. Mein Versuch, Eiskron als Leselampe zu verwenden misslingt etwas, weil er unbedingt in meinem Buch mitlesen möchte. Dummerchen, das ist doch was für Mädchen … andererseits, sieht Eiskron viel anders aus als ein Mädchen? Vielleicht hätte ich ihn mitlesen lassen sollen.

Als der Grottenschrat endlich aus dem Kamin herausgefallen ist, entblödet sich der Eiskron nicht, den Vogel im Kaminschacht ohnmächtig zu zaubern, der aber oben liegen bleibt. Ich hole mir das Tier diskret und behalte es noch kurz bei mir.

Hinter einem der Bücherregale, so stellen wir schließlich fest, steckt ein geheimer Durchgang. Wieso wir das wissen? Es steht auf dem Bücherregal eingraviert, auf Mulhorandi, aber selbstverständlich nicht geradlinig gesagt, sondern als Rätsel.

Ich rede ohne Zunge
Ich schreie ohne Lunge
Ich habe auch kein Herz
Und nehme doch teil an Freud‘ und Schmerz

Nach ein-zwei Fehlversuchen, die mit einem Wasserschwall oder elektrischen Schlägen belohnt werden, fällt mir schließlich ein, dass es „Glocke“ sein könnte, und tatsächlich gibt es im Regal ein Buch, das „Turmglocke“ heißt. Eiskron, ganz Gentleman, bietet sich an, am betreffenden Buch zu ziehen, und gleich darauf geht die Wand auf, um den Blick auf einen jungen Mann mit Schwert freizugeben, der uns auffordert, stehen zu bleiben.

Im darauffolgendem Gespräch, das über die ausgestreckte Schwertklinge hinweg geführt wird, erfahren wir dass der junge Mann und die Leiche im schrumpfenden Zimmer gerade aus Halruaa angekommen sind, wo sie dieses Haus samt all den interessanten Dingen darin dem Wesir gestohlen haben. Der Wesir, selbstverständlich böse, hat bekommen was er verdient hat. Das zitiere ich nur, das hat dieser junge Mann – Karim Assamblatt – gesagt, mir würde es nie einfallen, über eine so hochstehende Person zu lästern.

Als das Haus anfängt zu schrumpfen – anscheinend ist es ein tragbares Haus – greifen wir uns ein-zwei Dinge und sprinten heraus. Karim gibt uns noch einige nett aussehende Sachen, verabschiedet sich und geht seines Weges. Nun habe ich eine goldene Sichel, und für Arveene eine wunderhübsche Schriftrollenröhre aus Ebenholz mit silbernen Beschlägen und Smaragden. Da soll bloß noch einer sagen ich habe kein Auge für edle Sachen.

Auf der Straße stehen die Bauern noch immer wie eingefroren mit offenen Mündern. Als sie ihre Kiefer wieder eingerenkt haben, führen sie uns in ihr kleines Dorf inmitten von Weizenfeldern, wo wir im Dorfgasthaus rasten können. Am nächsten Morgen sollen wir im Tempel der Chonthea schwören dass wir keine Kultisten sind.

Der Abend verläuft sehr harmonisch und halbwegs unterhaltsam. Die Dorfmädchen halten Eiskron wegen seinem hübschen Gesicht für einen Barden, was seine ohnehin permanent schlechte Laune noch weiter verdirbt und seine fast nicht existenten guten Manieren völlig ausradiert. Fortan arbeitet er nur mehr daran, seinen Ruf als das größte Arschloch unter den Barden Faeruns zu festigen. Nicht schlecht dafür dass er eigentlich Zauberer ist. Charandhall versucht, seinen eigentlichen Beruf (Kleriker des Lathander, für alle die es vergessen haben) auszuüben, merkt jedoch schnell dass ihm das heute nicht liegt und verlegt sich darauf, Musik zu machen und die Bauern zu unterhalten. Das kann er sowieso viel besser. Währenddessen beruhigt sich der Eiskron damit, Leute beim Würfelspiel abzuzocken. Izimur schläft mit einem Deckchen vor dem Kamin ein. Gormhögg muss erst einmal seine Fähigkeit zu sprechen und aufrecht zu gehen beweisen, bevor die Dörfler ihm ein richtiges Bier einschenken.

Einige der Dorfmädchen versuchen trotz meiner Warnungen, bei Eiskron zu landen, oder auch bei Charandhall – komischerweise nicht beim Grottenschrat oder bei Arveene oder mir. Im Gespräch muss ich erkennen, dass die Leute in diesem Eckchen der Welt wohl doch etwas konservativ sind. Am Rande kriege ich mit, dass die Dorfburschen sich erkundigen, wie viel Kupfer sie wohl für meine Gunst zahlen müssten. Ich meine, Kupfer? Dann meint Arveene noch sagen zu müssen es wären wohl eher ein paar Goldmünzen. Vielen Dank auch, Arveene. Ich meine, ein paar? Hat irgendwer hier auch nur die geringste Ahnung was es wirklich kostet, eine Prinzessin zu … ach, egal.

Am nächsten Morgen wird die kleine Krähe in meinem Tuch wach und ich lasse sie zu Gormhöggs Bedauern wieder frei. Was hätte er damit gemacht? Wenn ich so darüber nachdenke, eigentlich bevorzuge ich es, darüber nicht näher Bescheid zu wissen.

Und auf geht’s zum Tempel der Chonthea, wo wir schwören, keine Kultisten zu sein. Das scheint die Bauern glücklich zu machen, denn sie führen uns zu Ulma. Diese ältere Dame, blind, bietet Handlesedienste für einen Kupfer an. Ich muss leider sagen, sie erzählt mir hauptsächlich langweiliges Zeug, über irgendwelche erfüllten Sehnsüchte und überhaupt, ich mag es wenn Handleser deutlich werden. Sie erwähnt auch Tod.

Zum Glück wird sie bei der Frage nach den bösen Kultisten deutlicher, und erzählt uns von Velas Burg, einer Ruine hier in der Nähe, die früher das Tal bewacht hat. Nun dient sie als Kultstätte des Bösen. Es gibt ein Taufbecken in der Burg, in die man ein Schwer eintauchen kann – wenn man kein Mensch ist. Gleichzeitig muss man mit der Weisheit des Alters vorgehen, um das zu erreichen. Also werden Gormhögg und Izimur als Schwert-Eintaucher bestimmt.

Die Bauern erklären sich bereit, uns den Weg zu zeigen soweit sie sich trauen. Nach einigen Stunden sind wir dann bei Velas Burg, und tatsächlich hören wir lautes Murmeln und Beschwörungen.

Nach unserem üblichen Kampfplan – hineinlaufen und alles töten was sich bewegt – gehen wir dann auch vor, und versuchen alles zu töten was sich bewegt. Als der alte Yuan-Ti (ich bin so froh dass ich nicht in diese Familie eingeheiratet habe) sich noch größer macht, der Eiskron in eine Schlange verwandelt durch die Gegend schlängelt und Charandhall hysterisch kreischend hin und her läuft schafft es Gormhögg in letzter Sekunde, das Monster mit dem geweihten Schwert zu erschlagen und zu bannen.

Charandhall und Arveene weihen den unheiligen Ort und begraben die Knochen des Königs damit er endlich Ruhe findet, heilen uns und bringen den Eiskron – nachdem wir ihn aus meiner Wäsche geangelt haben – bedauerlicherweise viel zu bald wieder in seine richtige Gestalt. Ich hätte ihn vielleicht doch ein paarmal erzieherisch gegen die Wand schlagen und knicken sollen solange Zeit war.

Unsere Aufgabe erledigt, bringt Arveene uns nach Westtor – endlich wieder Zivilisation!

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