as I scan this wasted land

Nehmt den Grottenschrat, lasst uns die Köchin!

Als wir die Ebene durch Guldars Tor beteten, stehen wir direkt am Abgrund. Die Ebene bricht in sich zusammen, roter Sand rieselt an den Rändern ins Nichts. In der Mitte davon steht unser Haus und sieht leicht eingedrückt aus, als wäre es aus großer Höhe heruntergefallen. Glücklicherweise scheinen die Schäden reparierbar.

Gleich darauf verkündet Charandhall mit einem Blick auf das Nichts an den Seiten der Ebene, Reisemagie würde hier nicht funktionieren. Wirklich wunderbar. Die Gruppe geht verstreut zum Haus.

Ich merke hinter uns im Sand eine verdächtige Bewegung und bleibe mit gezückter Waffe zurück, um die Bewegung zu bewachen. Wir belauern uns gegenseitig, während die anderen im Haus herumgehen und allerlei lustige Dinge finden. Anscheinend ist oben auf dem Dachboden eine Armee von skelettierten, uniformierten Mäusen, die ihre Prinzessin suchen, sich kurz mit Gormhögg anlegen und ansonsten Sylvanisch sprechen, und Liastrianna Hinweise auf ein Feenportal geben. (Habe ich schon erwähnt, dass wir kein Interesse an Feenportalen haben? Wir kennen Feen.) Angezogen von dem Lärm, den meine Leute veranstalten, hüpfe ich ins Haus und schlage die Tür gerade noch zu, bevor das lauernde Tentakel aus dem Sand mich überfallen kann.

Als der Eiskron herunterkommt und aus der Tür gehen will, versuche ich ihn davon abzuhalten, aber er glaubt offenbar, dass er davon ausgenommen ist, königlichen Befehlen zu gehorchen, und macht die Tür auf… worauf ihn mein neuer Freund, das Tentakel, überfällt und sich in seinem Ohr einnistet. Er fängt an zu sabbern und sein Blick wird noch leerer als sonst. Ich muss gestehen, so gefällt er mir eigentlich ganz gut, aber Charandhall zieht das Tentakel aus seinem Ohr. Liastrianna erfährt einen Moment von Beziehungszweifeln, doch als der Eiskron nach einer Weile wieder zu sich kommt, beschließt sie, doch seine Therapeutin Freundin zu bleiben.

Eiskrons Magie spielt derweil verrückt, und aus ihm fallen erst einmal Feuerkugeln heraus, dann beschwört er noch statt seinem Feuerschild eine heiße, feurige Version seiner selbst. Mein Hut scheint ebenfalls temporär kaputt zu sein und verwandelt mich ausschließlich in Melodia, während Breitkopf unsichtbar und Gormhögg zum Zwerg wird. Wir beschließen, trotz drohender Tentakelgefahr nach draußen zu gehen.

Das Haus ist an vier Ecken mit Ketten umschlungen. Keine Ahnung, wer beschlossen hat, ausgerechnet unser Haus zu entführen. Vielleicht diese komische Ebene selbst? Es wird uns klar, dass wir die Ketten gleichzeitig durchtrennen müssen – weil sie sich vermutlich wieder regenerieren werden –, und das Haus würde daraufhin hoffentlich von selbst wieder nach Toril zurückwechseln.

Als wir uns positionieren, um die Ketten zu durchbrechen, springen plötzlich Skorpione hervor und versuchen uns daran zu hindern. Liastrianna und ich machen kurzen Prozess mit unseren Skorpionen, jedoch wird ausgerechnet die Killermaschine Eiskron so sehr von Skorpionen bedrängt, dass er fast stirbt. Liastrianna beweist ihre Liebe, indem sie durch seine Barriere aus Klingen hindurch fliegt, um ihn mit Heiltränken zu stärken, bis Charandhall ihn retten kann. Nein, ich habe auch keine Ahnung, warum sie ihn dazu schlagen und anschreien musste. Fragt sie.

Wir schaffen es, die Ketten zu durchbrechen und ins Haus zu springen, das daraufhin davonfliegt und sich wieder an seinen Platz setzt. Charandhall macht sich gleich, wenn auch grummelnd, an die Reparaturen. Die Mäusearmee, die Liastrianna beim Kampf gegen die Skorpione beigestanden hat, löst sich langsam wieder auf, und hinterlässt einen Ring, der Feuerbälle spuckt, und den Gormhögg sich ansteckt.

Gleich darauf klopft es an unserer Tür, und dieser hochnäsige, aber recht ansehnliche Hauptmann der Stadtwache, Braundrache, kommt sich erkundigen ob es uns gut geht und was wir machen. Aber abgesehen davon, dass unser Keller voll von rotem Sand ist, können wir ihm nichts berichten, auch keine Fortschritte im Zusammenhang mit den Monsterübergriffen in Westtor. Eiskron und Liastrianna verziehen sich zum Einkaufen in den Lathandertempel, und der Rest von uns macht Nachforschungen bezüglich der geplatzten Monstergefäße, auf denen das Wappen eines Glasbläsers aus Westtor ist. Außerdem gibt es noch köstliches Westtor-Kebab vom Markt als Mittagessen.

Der Glasbläser Oris bestätigt die Herkunft der Gefäße und dass er sie an den Alchemisten Faustmann verkauft hat. Außerdem macht ein kleines Geschäft mit uns – er wird uns etwas vom roten Sand aus dem Keller abnehmen und Gläser mit Wappen für uns machen.

Wieder im Gasthaus stelle ich fest, dass Arveenes und mein Zimmer völlig verstaubt ist und fordere eine Fachfrau als Hilfe an. Dodo ist nicht sehr begeistert, mein Zimmer zu putzen, aber im Ernst, ist das nicht ihr Job? Ich zahle ihr nichts, Leute zu töten, das ist ihr persönliches kleines Hobby. Sie hinterlässt mir eine Praline auf dem Kissen… der Eiskron zerstört sie fachmännisch. Einen Moment mache ich mir Sorgen, dass er mit der Hitze den Eingang zum Keller mit Glas versiegeln würde, aber das tut er zum Glück nicht.

Am Abend gibt es ein köstliches Abendessen in meinem Lieblingslokal Zum Trunkenen Moorork. Leider will Breitkopf nicht mitkommen, und Gormhögg – ich kann mich nicht darauf verlassen, dass er weiß, an welchem Ende er Besteck anfassen soll, also darf er nicht mit. Ich bezweifle außerdem, dass man ihn hineinlassen würde. Deshalb folgt er Breitkopf zu seiner Stammkneipe, in der sich aber die anwesenden Zwerge von seiner Anwesenheit doch etwas gestört fühlen. Es kommt zum Streit, Breitkopf wird auch hinausgeworfen, und… jedenfalls, als die anderen das Haus der Wächter wieder betreten, ist Breitkopft etwas angedellt und sauer auf Gormhögg. Zum Glück schlafe ich da schon tief und fest in meinem Bettchen.

Der nächste Tag findet die Belegschaft etwas unwillig, weil kein Frühstück auf dem Tisch steht. Die Weckerl vom Bäcker gegenüber helfen etwas, auch wenn Eiskron sich über den Mangel an Schokocroissants beschwert. Endlich fällt es wirklich auf, dass Frau Hummel verschwunden ist, und Liastrianna berichtet, sie habe herausgefunden, dass die alte Dame zuerst entführt, dann von Braundrache und seinen Schergen… Verzeihung, der Wache… befreit wurde und sich nun auf dem Anwesen der Dhostars von ihren Strapazen erholt.

Kurz danach klopft es an der Tür, und ein junger Mann liefert eine Kiste an Arveene. Liastrianna folgt ihm und findet heraus, dass er bei einem Fischhändler arbeitet. Fischhändler? Arveene flitzt in unser Zimmer hinauf und macht die Kiste auf. Darin ist ein Ballkleid in ihrer Lieblingsfarbe, verziert mit Edelsteinen. Währenddessen kommt der hochnäsige Lakai der Ssemms und liefert eine Einladung für Arveene und Begleitung zu einem Ball im Hause Ssemm. Arveene sichert sich Charandhall als Begleitung für den Ball und, oooh, Party! Ich muss dringend ein Kleid aussuchen!

Was mich aber noch wurmt: Wurde unser Haus von einer übelwollenden Person entführt, oder wurde es einfach eingesaugt? Warum dann die Ketten? Und wer hat Fr. Hummel entführt? Und warum das alles? Wer will uns alles wegnehmen, was uns lieb und teuer ist?

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