as I scan this wasted land

kauft Silber, Leute

Es ist ja längst bekannt, dass es unter den Wächtern des Morgens nur eine Person gibt, die des Kochens fähig ist, und das ist unser lieber Herr Breitkopf, hauptberuflich Barde.

Seit Frau Hummel verschwunden ist, findet man ihn ihn jeden Morgen in der Küche, wo er werkelt und macht, damit der Eiskron sein Frühstück kriegt und darauf verzichtet, die Welt anzuzünden.

Am 10. Chess ist das anders, denn zum Frühstück gibt es erst einmal eine Torte, geliefert von dem Dienstmädchen der Ssemms, die uns für die Rettung ihres Bruders vor der MGA dankbar ist. Sie verehrt uns eine hübsche magische Brosche, Erbstück von ihrer Großmutter.

Bezüglich unseres Kellers tut sich auch einiges – die vier Leute vom Glasbläser stellen sich wie jeden Morgen ein, und dann ist da auch noch eine Delegation des Lathandertempels, die darum bittet, etwas von dem heiligen roten Sand für ihre Fassade verwenden zu dürfen. Das bringt mich auf Ideen, deshalb trippeln Gormhögg und ich bald darauf zum Waisenhaus.

Im Waisenhaus scheint ein Aufstand stattzufinden. Die Prinzessin scheint kleine Jungen anzustiften, ihre Ritter zu sein. Einer davon greift Gormhögg an und wird auf die Grottenschrat-Art zurechtgewiesen, so dass er heulend davonrennt. Ihre Hoheit scheint Flausen im Kopf zu haben. Aber auch sonst ist Chaos im Waisenhaus, und die Aufsichtsperson scheint zu schlafen?

Wir finden Zenith in einem Sessel schlafend im Raum, wo sonst immer der Malunterricht stattfindet. Seine Schüler haben ihn bevor sie sich davongemacht haben mit Fingerfarben dekoriert. Er klagt über schlechten Schlaf und Müdigkeit, und natürlich verdächtige ich ihn, seine Nächte mit lockeren Frauen durchzufeiern. Viel wichtiger: Wieso lädt er mich nie ein, wenn er lockere Frauen dabei hat?

Dafür hat Rufus Laro ein offenes Ohr für mein Anliegen und wird uns einen (ich hoffe großen) Teil des roten Sands aus dem Keller für den neuen Sandspielplatz fürs Waisenhaus abnehmen. Er fragt auch an, ob der Morgenfürst sich dazu hergeben würde, den handwerklichen Teil des Baus zu übernehmen. Warum nicht, denke ich, und verspreche zu fragen.

Derweil betätigt sich unser Koch und Barde als Tratschtante; seine Schweinefrau erzählt ihm von den Zellmanns zwei Straßen weiter, deren zweitältestes Kind bei einem Einbruch getötet worden ist und bei dem ein magisches Schwert gestohlen wurde. Gleichzeitig verbringt der Morgenfürst seinen Vormittag damit, mit der Fürstin VW zu flirten und Verabredungen für den Ball der Ssemms zu treffen. Eiskron versucht, seinen Ruf in der Stadt aufzubessern, indem er eine Familie warnt, dass ihr verzaubertes Haus bald zusammenstürzen wird, wenn sie nicht gleich mit Reparaturen anfangen.

Am Nachmittag geht die Truppe dann endlich Frau Hummel besuchen, die sich auf dem Schloss der Dhostars außerhalb der Stadt von ihrer Entführung erholt. Auf dem Weg hören sie Klänge der Musik – anscheinend veranstaltet Borken Abendfrost ein idyllisches Picknick – und er wechselt ein paar Worte mit Liastrianna über ein mögliches Feenportal in Westtor.

Bei den Dhostars empfängt Viktoria Dhostar die Leute, und Frau Hummel – habe ich schon erwähnt dass sie Miretta oder so ähnlich heißt – sitzt im Garten und macht einen verwirrten Eindruck. Dagegen hilft unsere Psychologin Arveene, und bald lebt Frau Hummels Hirn wieder in der Gegenwart.

Sie erzählt von ihrer Entführung. Anscheinend wurde sie von einer hiesigen Bande entführt, deren Mitglieder eine Tätowierung von Hammer und Amboss tragen. Derzeit befinden sich fast alle Mitglieder der Bande im Gefängnis, von Braundrache persönlich zur Strecke gebracht. Verdächtig, die Stadtwache einmal so effizient zu sehen.

Der Nachmittag endet damit, dass Frau Hummel entscheidet, in einigen Tagen wieder zu den Wächtern zurückzukehren und den Haushalt zu übernehmen – aber wir werden noch ein paar Leute einstellen müssen, die ihr helfen, sie kann nicht alles alleine machen.

Da der Ball der Ssemms bald stattfindet, oder aus welchen Gründen auch immer, lässt sich der Eiskron einen protzigen neuen Mantel machen, und geht zum Friseur. Zumindest versucht er es, bis ihm einfällt dass seine Freundin sich neuerdings als Friseurin versucht und die ihm einen sehr gewöhnlichen Haarschnitt verpasst. Das gleiche hat sie davor noch mit Gormhögg gemacht, und als ihr dann noch langweiliger wird, verschreckt sie die Leute der Glasbläsergilde mit Scherengeräuschen und Gekicher.

Was wir erst irgendwann erfahren, ist dass der Eiskron sich bei Guldars nach dem Purpurtrank-Kobold erkundigen wollte, sich aber dabei erwischte, sich bei Esme Guldar einzuschleimen und sich für vermeintliche Frechheiten zu entschuldigen… was damit endete, dass er am nächsten Tag dann zum Tee bei den Guldars eingeladen war – um die bezaubernde Nichte des Fürsten kennenzulernen. Die hat übrigens auch einen ganz furchtbaren Namen, der mir ständig entfällt.

Während Eiskron fremdschäkert, verbringt Breitkopf seine Tage damit, sich bei irgendwelchen Nachbarinnen als Hebamme zu verdingen, und Charandhall untersucht die atypischen Überfälle, die nicht von Kobolden mit Feuertränken begangen wurden. Die konzentrieren sich auf die Gegend ums Waisenhaus, und nach kurzem Gespräch fällt unser Verdacht auf Zenith.

Also machen Charandhall, Gormhögg und ich uns auf den Weg, Zenith zu besuchen. Der ist ein wenig unwillig, über seine „Schlafstörungen“ zu sprechen. Vielleicht lenkt ihn der Anblick von Gormhögg ab, der sich alle paar Sekunden in eine andere heiße Frau verwandelt – lang lebe mein Hut. Schließlich erzählt er Charandhall von seinen schlimmen Träumen, lässt sich sogar untersuchen. Zenith hat Kratzer, eine allergische Reaktion auf Silber, und ganz eindeutig ein Problem. Und da wir uns Probleme gerne nach Hause liefern lassen, wird er zu uns nach Hause eingeladen. Ich meine, zu den Wächtern nach Hause.

In seiner Mission, der beliebteste Zwergenbarde der Nachbarschaft zu werden, macht unser Breitkopf einen Kondolenzbesuch bei den Zellmanns, wo er sich nach dem Mord an ihrem Sohn und dem gestohlenem Schwert erkundigt. Anscheinend ist dieses Schwert magisch – deshalb sei auch die MGA eingeschaltet worden, inklusive diesem komischen Menschen, dem Tyrannospriester mit der schlechten Frisur. Der Dieb und Mörder hat eine – inzwischen gebannte – magische Visitenkarte hinterlassen, es scheint der Narr gewesen zu sein.

Die erste Nacht, die Zenith im Haus der Wächter verbringt verläuft ereignislos, am nächsten Morgen versucht er mich zu malen und zerreißt das Bild, weil er meint, es wird mir nicht gerecht. Ich habe nichts gegen abstrakte Kunst. In der nächsten Nacht verwandelt er sich in ein großes, schleimiges, grünes Krötenmonster. Wir schlagen ihn prompt zusammen.

Zenith scheint aus seinem unterirdischen Kerker einen Fluch mitgenommen zu haben, und zwar einen gefährlichen. Mit diesem Gedanken schwer auf uns lastend, sehen wir den nächsten Tagen entgegen.

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