as I scan this wasted land

das wird sooooo langweilig

Ihr Liebsten,

Bevor ich alles niederlege, möchte ich eines sagen: es wird schlimm, und nichts für zarte Gemüter. Wenn ihr keine schlimmen Überraschungen und emotional aufwühlende Geschichten vertragen könnt, hört jetzt auf zu lesen!

Also, am Morgen des 18. Chess gibt es wieder einmal Ambrosia zum Frühstück. Ich hoffe, dieses Zeug enthält keine Charandhall-Substanz. Jedenfalls legen wir auf der Suche nach Heilung für Zenith mit meinem Schiffchen ab und werden auf offener See erst einmal von einem grünen, toten Seemann gewarnt, wir hätten Umberlee verärgert und sollen umkehren. Als wir die Warnung nicht beachten, wird das Schiff von einem riesigen Kraken angegriffen, den wir schließlich vertreiben können. Mein armes Schiff!

Einige Meilen vor der ultra-geheimen Klosterinsel des Walkur steigen wir aus dem Boot und wandern übers Meer hin, weil die Riffe um die Insel das Schiff beschädigen könnten. In der Nacht ist die Klosterpforte verschlossen, und es gibt keinen Weg hinein. Drinnen, so sagt uns Liastrianna, schnarchen Ziegen.

Als wir den Klopfer betätigen, tropft aus seinem Nasenloch (ja, Nasenloch, bitte keine weiteren Fragen) ein Wasserelementar und meint, er könne uns erst bei der nächsten Ebbe hineinlassen. Da wir Angst haben, Zenith würde sich verwandeln, überzeuge ich die Mönche, uns hineinzulassen. Offensichtlich glauben sie für eine Weile danach, das Schicksal der Welt würde davon abhängen, dass wir jetzt sofort ins Kloster hineingelassen werden.

Auf der Insel passieren dann folgende Dinge: Ein Oger – der Klosterkoch, besonders in der Sashimi-Küche versiert – scheint ein Verwandter von Eiskron zu sein, beobachtet ihn und schenkt ihm schließlich irgendwann einen magischen Ring. Dass Eiskron Oger in der Verwandtschaft hat verwundert mich nun gar nicht.

Wir erkundigen uns nach der Möglichkeit, Zenith zu retten und durchsuchen erst einmal die Bibliothek des Klosters, in der nichts zu finden ist. Schließlich sehen wir uns das Grab des Mönchs an, der ein Rezept zur Heilung des Fluchs aufgeschrieben haben soll. Die Leiche ist natürlich nicht im Grab (nein, wir haben nicht herumgegraben, man hat es uns gesagt…), aber der Grabstein ist eine Anleitung zu einer Schnitzeljagd, die uns über die ganze Insel führt. Schließlich finden wir tief in einer Höhle unter Wasser das Buch mit der Anleitung, und Gormhögg fischt es heraus.

Übrigens ist der junge Grottenschrat derzeit in einer Identitätskrise, und sucht ständig sein Genital. Nicht nachfragen! Jedenfalls teleportieren wir am nächsten Tag nach Westtor zurück, und Zenith verzichtet dankenswerterweise darauf, sich in der Zwischenzeit in einen großen, schleimigen Frosch mit Krallen zu verwandeln.

Die gute Nachricht ist, dass wir jetzt wissen wie es geht und fast alle Komponenten haben – die schlechte Nachricht ist dass eine dieser Komponenten Drachenatem ist, der im Handel 20.000 Gold kostet, z. B. bei diesem eingebildeten Alchemisten Thersonm. Guldar hat bedauerlicherweise gar keinen Drachenatem mehr da, und kann uns keinen zur Verfügung stellen. Und Zenith ist zu pleite, um das Gold aufzubringen. Nein, ich habe das Geld auch nicht zur Verfügung gestellt, ich hatte es da schon ausgegeben.

Wir erkundigen uns über Drachen in der Gegend, die möglicherweise bereit wären, für uns zu atmen, und erfahren von drei die in der Nähe sein könnten, wenn sie nicht verschwunden wären, oder zu mächtig um sie zu verärgern. Ein Name den wir kennen taucht auf: Aschenstaub. Zu diesem Zeitpunkt beschließe ich, die Familie Ssemm zu besuchen.

Die Ssemms sind dabei, Annahs Verschwinden zu vertuschen und jedermann zu erzählen, sie wäre krank. Der junge Zacharias Malavhan sitzt auch im Teesalon, deshalb kann ich den alten Ssemm, Annahs Großvater, nicht ganz offen über die Situation ausquetschen. Er rät mir jedoch durch die Blume, mich zwei Stunden nach Mitternacht alleine bei der Statue des Hl. Thandros einzufinden.

Am Nachmittag klopfen Leute an der Tür, oder eigentlich streiten sich herum, wer wie an die Tür klopfen soll. Es sind Felian und Fario, zwei halbelfische… Detektive?… die uns einiges über den Drachen Aschenstaub erzählen können. Aschenstaub ist ein Freund von ihnen gewesen, sagen sie, ein guter silberner Drache, der sich gerne in menschlicher Gestalt in Westtor herumtrieb. Seit einiger Zeit ist er jedoch verschwunden. Als wir ihnen unseren Verdacht mitteilen, er könnte mit der Entführung von Annah Ssemm zu tun haben, sind sie verwundert und entsetzt. Sie enthüllen auch, dass Aschenstaub sich mit Horton, Zeniths Vater unterhalten hat, jedoch zu einer Zeit, als Horton – wie uns klar wurde – schon von Vlaathu ersetzt worden war.

Nach einer kurzen Unterhaltung mit den Wächtern beschließt Charandhall, mit mir zum nächtlichen Treffen zu gehen – dort finden wir niemanden außer eine Nachricht, die mich ganz woanders schickt. Charandhall kann nicht mit mir Schritt halten, also verliere ich ihn bald in den dunklen Gassen.

Am Ziel angelangt, einem Turm am Hafen, habe ich eine kurze Unterhaltung mit Orgule Ssemm. Annah sei entführt worden, sagt er, und ein Magier namens Aschestaub hält sie irgendwo gefangen. Er möchte etwas zurück haben, was die Familie Ssemm ihm gestohlen habe, sagt er, aber die Ssemms haben keine Ahnung was genau er vermisst. Aschenstaub hätte jedenfalls gedroht, Annah zu töten, sollten sie jemandem verraten, dass sie entführt worden ist, deshalb betreiben die Ssemms auch so viel Geheimniskrämerei und wollen nicht direkt mit den Wächtern des Morgens sprechen, sondern nehmen den Umweg über meine Wenigkeit.

Die einzige Spur die wir haben ist nun die Verbindung zwischen Vlaathu und Aschenstaub. Da Vlaathu seine bösen Geschäfte gemeinsam mit Kazmojen von der Malachitfeste aus betrieben hat, führt das zur einzigen Person, die von der leidigen Geschichte noch übrig geblieben ist, nämlich zu Cora Athagdal, die zur Strafe für ihre Dummheiten in einem Chauntea-Kloster unweit der Stadt ihr Dasein fristet.

„Schwester Cora“ ist übellaunig und sauer auf uns, weil wir ihre blöden Pläne aufgedeckt und verhindert haben, deshalb zeigt sie sich nicht sehr kooperativ. Sie versucht mit uns zu handeln und eine Freilassung aus dem Kloster und ihre Rückkehr nach Westtor zu erwirken, bis Eiskron sie mit seiner charmanten Art einwickelt. Sie gibt uns vor Angst zitternd die Information die wir brauchen, und wir fliegen nach Hause. Dank Charandhalls Zauber können wir stundenlang durch die Gegend fliegen, also machen wir das auch.

Coras Information nach hatte Kazmojen außerhalb von Westtor eine Turmruine, ein Versteck, das er zu einem bestimmten Zeitpunkt einem „Freund“ bzw. Geschäftspartner überlassen hat, und das groß genug ist, um einen Drachen zu beherbergen. Also machen wir uns bereit, notfalls einen ziemlich alten silbernen Drachen zu bekämpfen und gehen ihm am folgenden Tag einen Besuch abstatten.

Nach dem Betreten der Turmruine sehen wir erst einmal Annah Ssemm, angekettet und abgerissen, um sie herum tote Hasen – hat der Entführer versucht, sie damit zu füttern? Wir befreien sie von ihrer Kette – und dann machen wir Bekanntschaft mit Aschenstaub, der über uns auf einem Vorsprung erscheint. Hat der keine Höhenangst? Wohl nicht.

Nach kurzem Gespräch zeigt er uns seine Drachenform – er ist aus irgendwelchen Gründen grün und nicht silbern. Seine Aura des Bösen – sagt Liastrianna – ist eher schwach, aber er hat üble Laune und ist nicht gut auf die Ssemms und die Stadt Westtor zu sprechen. Anscheinend hat Salazar Ssemm, Annahs Großonkel, zu seiner Zeit noch mehr angestellt als jedermann bewusst war. Zum Glück habe ich diesen Herren nie kennen gelernt.

Aus irgendwelchen Gründen – FRAGT NICHT WARUM – melde ich mich freiwillig, statt Annah als Geisel für den Drachen dazubleiben, und schaffe es gerade noch, Aschestaub zu überreden, uns einen Atemzug für Zenith zu spenden, damit er von seinem Fluch erlöst werden kann. Meine Freunde und Kollegen machen sich daraufhin dämlich grinsend auf und davon und lassen mich alleine mit einem Drachen, dessen Vorstellung von einem Haubenmenü ein totes Karnickel auf dem staubigen Boden ist.

Als die Ssemms den vormals abgesagten Ball nun doch geben, erscheinen Aschenstaub und ich zum Tanz, weil, nur weil ich irgendwo in Geiselhaft gehalten werde heißt das noch lange nicht, dass ich mich sozial isolieren will. Leider kann ich mich nicht mehr als drei Schritte von Aschenstaub entfernen, weil er so einen dummen Zauber auf mich gelegt hat. Also kann ich genau mit einem Mensch… Person tanzen, und das ist ja eigentlich sehr lästig und langweilig. Dann macht er sich noch einen Spaß daraus, Viktoria Dhostar zu vergiften und mein Bett und meine Badewanne kaputt zu machen und weigert sich, in meiner Villa zu wohnen, warum auch immer. Jeder würde lieber in einem kaputten Turm am Meer wohnen, der Ausblick ist so gut!

Wenn ihr mir Briefe schreibt, ich wohne jetzt bei Aschenstaub. Die Wächter haben ein Jahr und einen Tag, seine Seele oder was auch immer zurückzugeben, sonst frisst er erst einmal mich und dann macht er die Stadt Westtor kaputt, verbrutzelt die Einwohner und knickt die Blumen im Stadtpark. Eigentlich eine sehr traditionelle Sache, diese Entführung durch den Drachen, ich hoffe ich muss sie nicht bis zum bitteren Ende durchstehen. Es wird eine schwierige Zeit für mich, aber ich bin optimsitisch

Auf bald,
Isis Astarte von Mulhorand, Prinzessin in Drachengefangenschaft

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