as I scan this wasted land

wenn’s nur was zum Looten gäbe…

Phileasson wählte zehn von uns als Mannschaft für die Weiterreise zum Himmelsturm aus. Die Geschichte des Turms gab es in zwei Versionen: In Ohms Version bauten die alten Elfen den Turm, die Unwürdigen unter ihnen wurden von den Göttern verbannt und sind die Vorfahren der heutigen Elfen. Galandel erzählte eine andere Version: Angeblich wurde das alte Volk anmaßend, und die Verbannung aus dem Turm war die göttliche Strafe für ihren Hochmut. Nun sei niemand mehr da, meinte sie, der Turm stehe leer. Am Ende ihrer Erzählung reichte sie Phileasson einen großen, bernsteinfarbenen Stein, der uns den Weg vom Heiligtum im Eis zum Turm weisen sollte.

Lange, harte Tage und Nächte in der ewigen Kälte folgten. Wir bewegten uns zielstrebig in die Richtung, in der wir den Turm vermuteten. Ab und zu tauschten wir Geschichten am Lagerfeuer aus, aber meistens waren wir einfach zu müde um zu reden. Eines Abend fragte uns Phileasson nach den Gründen, aus denen wir uns ihm angeschlossen hatten, und kaum hatte ich einen Moment lang nicht aufgepasst, meinten Raluf und Fräulein Scarpone, ein Duell austragen zu müssen.

Hatte Phileasson nicht gefragt, warum ich mitgekommen bin? Für genau solche Fälle, wenn die eigenen Gefährten meinen, aufeinander einschlagen zu müssen. Seine Gnaden übernahm die Aufsicht über das Duell, so dass es in Rondras Augen Gefallen finden würde, und der Kampf begann. Und endete sogleich, denn Raluf erwischte Fräulein Yesaria an der Schläfe; ein dünnes Blutrinnsal lief an ihrer Haut herab. Fräulein Scarpone wollte den Duellausgang nicht hinnehmen und beschuldigte Raluf und den Rondrageweihten des Schwindels. Statt ihr ob des Frevels kommentarlos noch eine überzubraten ließen sich der Geweihte und Raluf auf eine weitere Duellrunde ein, der eine als Schiedsrichter und der andere als Kämpfer. Diesmal dauerte der Kampf etwas länger, endete aber mit dem gleichen Ergebnis – Fräulein Yesaria bekam einen Schlag mit der flachen Seite der Axt ab.

Die Eistundra wurde mit jedem Tag kälter, und wir mussten jeden Abend Eishäuser bauen. Ich spürte, wie mein Körper jeden Tag schwächer wurde. Die Magie, die ich verbrauchte, regenerierte sich nicht wieder. Ab und zu stürzte ein Iglu zusammen, und man musste die verschütteten Leute wieder ausgraben und warm kriegen.

So angeschlagen erreichten wir das Heiligtum der Elfen. Es ist seltsam und schwer vorstellbar, dass die Vorfahren der Elfen an Götter geglaubt haben, wie heutzutage die Menschen. Der Tempel stand auf einer Erhöhung, man musste klettern, und das fiel uns ohne Seile schwer, aber schließlich waren wir doch oben. Im Inneren fanden wir vier Statuen von elfenhaften Gestalten – zumindest einige davon sahen so aus. Da war eine mit Luchskopf, und eine mit Augenbinde, und zwei andere. Eine Statue veränderte ständig ihr Aussehen, was Raluf kurz in Schrecken versetzte. Da stand geschrieben: Nurti, Zerzal, Pyr und Orima, worbei Nurti und Zerzal natürlich immer noch die elfischen Prinzipien der Erschaffung und des Vergehens darstellen.

Alle Statuen waren mit großen Edelsteinen geschmückt, und Phileasson opferte einen seiner Armreifen am Altar. Ich hatte den ganzen Abend ein Gefühl, das ich normalerweise nur habe, wenn ich Spinnen sehe, und konnte nicht schlafen. Erst nach einem kleinen Opfer am Altar dieser fremden Götter konnte ich mich für kurze Zeit in Borons Arme begeben. In diesem verlassenen, eisigen Tempel träumte ich von dessen Erschaffung: Eine unebene Felsnadel in der Eistundra, von elfischen Baumeistern glattgeschliffen und mit einem Tempel gekrönt. Am Himmel ging eine riesige, gelbe Sonne auf. Eine elfische Frau mit dem Zeichen der geflügelten Sonne auf ihrer Kleidung stand im Tempel – sie sah zur Sonne, nahm den Bernstein aus seiner Vertiefung im Tempel. Der Lichtstrahl, der den Weg zum Himmelsturm wies verschwand, und eine Träne glitt ihre Wange herab. Dann wachte ich auf, und es war Morgen – der Strahl des Bernsteins in seiner Mulde deutete in eine Richtung, in der sich der Himmelsturm befinden musste, und Crottet führte uns weiter ins Eis.

Nach einigen Tagesreisen tauchte vor uns eine Erhöhung im Eis auf, und als wir auf unseren Eisseglern näher kamen, merkten wir dass der Hügel von einem Kranz riesiger Eisblöcke umgeben war, die zu regelmäßig geschnitten waren, um natürlich zu sein. Der Strahl des Bernsteins schien über uns hinweg – das hier war nicht unser Ziel.

Von Neugier getrieben untersuchten wir die Eisblöcke, bis jemand einen Eingang fand, der in den Hügel führte. Begleitet vom ominösen Knacken von Eis folgten wir im Lichtschein meines Zauberlichts dem Gang, bis wir an eine Kammer stießen. Hier waren vier Blöcke aus Eis, wie Altäre, und darauf waren die Symbole der vier Götter der Hochelfen zu finden. Ein verkohltes Buch lag auf einem der Eisblöcke, aber man konnte nichts mehr lesen.

Ein Lichtschein aus der Nordwand erregte unsere Aufmerksamkeit – in der nächsten Kammer waren zwei gefrorene Leichen, eine wie in Bewegung erstarrt und die andere auf dem Boden liegend, von zwei Eiszapfen durchbohrt. Neugierige Elfen? Ayrina fühlte sich unwohl und meinte, der Raum wäre eine Falle. Sie und Yesaria tanzten geschickt zur anderen Seite des Raumes, wo sie einen Eisblock fanden, der den weiteren Weg verstellte. Während ich mir den Kopf zerbrach, wie man den Zauber wohl unterbrechen könnte – denn er war permanent und 5000 Jahre alt – und schon alleine die Macht die es brauchte, um so etwas auch nur einmal zu bewerkstelligen machte mich schwindlig – machte einer der Thorwaler Krieger kurzen Prozess mit der raffinierten elfischen Falle. Sobald er seinen Mantel über die Lichtquelle im Raum geworfen hatte, wurde sie deaktiviert und wir konnten weitergehen. Mit meinem gesamten magischen Können verneige ich mich vor dem einfachsten Weg. Dahinter war noch ein Kultraum mit vier Eisblöcken und Symbolen der Vier: einem goldenen Drachen, einer weiblichen Elfe, die sich veränderte, einer Figur mit Luchskopf und einer blinden Elfe.

Der letzte Raum war eine halbkreisförmige Grabkammer. Darin waren im Halbkreis um einen Eissegler tote Elfen in reichen Gewändern auf thronartigen Sesseln gefroren. Auf dem Eissegler war noch ein Leichnam, ein Elf, ebenso reich, wenn nicht reicher geschmückt als die Anderen. Dem Zustand ihrer aller Körper nach zu urteilen, waren sie allesamt im Kampf gefallen.

An der Rückwand des Raumes waren viele Scheiben eingelassen. Die halbrunde Wand zierte ein Gemälde, das eine Geschichte erzählte, die wir nicht ganz deuten konnten. Es fing idyllisch an: Gärten und Paläste, Harmonie. Ein Elf, offensichtlich eine Art Anführer, fühlte sich einer Elfe verbunden. Sie wurden gefangen genommen. Als nächstes zeigte das Bild einen unterirdischen Tempel. Die Elfe stürmte einen Saal. Elfen kämpften gegeneinander, viele starben. Ein Drache mischte sich ein, trieb die Anhänger der geflügelten Sonne zurück. Schwebende Eissegler in der klirrend kalten Luft. Die überlebenden Elfen bauten einen Grabhügel für ihre Toten und zogen gen Süden. Danach sah man das Abbild von Geweihten mit der geflügelten Sonne auf der Kleidung, in den Grabhügel eindringend, und schließlich, im letzten Teil des Bildes einige undeutliche Gestalten, die nur langsam klar erkennbar wurden – das Bild war magisch und zeichnete die Ereignisse, wie sie passierten – auf dem Bild waren wir.

Bei der Leiche auf dem Eissegler standen einige Worte in Asdharia; ich konnte sie übersetzen, wenn auch nicht ganz akkurat; es wurde erzählt von einem Bruder (vermutlich den des Toten), der den Zorn der Götter mit seinem Kult „des Leuchtenden Geistes“ erregte. Während die meisten noch sinnend in der Grabkammer standen, hörten wir ein Knacken hinter uns. Alarmiert sahen wir auf – und da war unser Kapitän, der schuldbewusst mit den Schultern zuckte und sich daran machte, die nächste in der Wand eingelassene Scheibe abzumontieren.

Die neugierigen Leute machten sich sofort daran ihm zu helfen, und bald entdeckten sie hinter den Scheiben einfach noch viel mehr Leichen, die in Schächte im Eis hineingeschoben worden waren. Ich habe irgendwo gelesen, dass Firnelfen ihre Toten in tiefem Eis zur Ruhe betten um ihre Körper zu konservieren, aber dieses… Begräbnisritual mit dem vielen Schmuck und dem aufwendigen Hügel erinnerten mich schon sehr an die Gebräuche der Menschen und erschien mir einfach nur… badoc.

Angesichts des vielen Schmucks konnte Ayrina sich nicht mehr zurückhalten und fing an, das Gold direkt vor unseren entsetzten Blicken zusammenzuraffen. Inmitten von Ansgars Standpauke packte sie eine der sitzenden Leichen an, und diese machte die Augen auf. Yasinda machte sich mit einem Quietschen auf und davon, Ayrina ließ den gesamten geraubten Schmuck fallen, und auch alle anderen hatten plötzlich die Lust am Forschen verloren. Ich ergriff die Hand der lange toten Elfe – sozusagen einer weit entfernten Vorfahrin – und sie sah mich an. Erst als mir fast die Finger vor ihrer Kälte abzufallen drohten, ließ ich los und machte mich ebenfalls auf den Weg nach draußen.

Wir setzten den Weg noch weiter fort. Am nächsten Tag tauchte weit vor uns eine riesige, flammenförmige Felsformation – sie berührte zwar nicht den Himmel wie es in der Legende hieß, aber der bernsteinfarbene Lichtstrahl dem wir folgten deutete dorthin. Wir fuhren näher, und plötzlich ging ein Ruck durch den Segler, Dere hielt uns nicht mehr; wir schwebten samt unseren Eisseglern sanft nach oben zur Turmspitze.

Weit oben schwebten fremde Eissegler in der Luft, wir legten an einem Vorsprung knapp unterhalb der Spitze an und vertäuten die Segler. Auf einmal war Phileasson verschwunden – der Mann ist neugieriger als eine Katze – und sein Kopf tauchte an Deck des größten elfischen Eisseglers wieder auf, wo er sich die Konstruktion anschaute und Laute des Entzückens von sich gab, bis der Rondrageweihte ihn überredete, zurückzukommen.

Ayrina war die erste, die sich in den Turm begab, danach alle anderen. Drinnen war eine Halle, eine Art Auditorium mit einigen prominent aufgestellten Stühlen. Das war jedoch nicht das Ungewöhnliche an der Szene im Raum. Es waren vielmehr die vielen, vielen gefrorenen Leichen gefallener Elfen, die sich überall im Raum verteilten, die meisten an der gegenüberliegenden Tür, die sie verteidigt zu haben schienen. Die Luft im Raum war eisig, es gab keine Fenster die die arktische Kälte abgehalten hätten; man spürte eine Art Spannung auf der Haut, ein ungutes Gefühl um uns herum. Als Shaya eintrat, brach sie in Tränen aufgelöst zusammen und stammelte etwas von Schmerzen, die sie litten. Ich war ein wenig ratlos dabei, sie zu trösten, denn selbst wenn der Raum noch immer von der emotionalen Energie der Toten erfüllt war, so waren sie selbst doch schon längst vergangen und hatten hier nur ihre Echos hinterlassen. Und wirklich, wir sahen Gestalten in der Luft, die gar nicht da waren, reich gekleidete Elfen mit und ohne Emblem der geflügelten Sonne auf der Kleidung im Kampf gegeneinander.

Zu diesem Raum gab es noch eine interessante Sache anzumerken – Fräulein Scarpone wartete draußen auf der Terrasse bis die andere Tür des Raumes offen war, dann schien sie einen tiefen Atemzug zu nehmen und rannte ohne nach rechts und links zu blicken zur anderen Seite. Könnte es sein, dass unser Fräulein Yesaria Scarpone Angst vor Leichen hat?

Hinter der besagten Tür, die Fräulein Scarpone so zielstrebig angesteuert hatte fanden wir eine Wendeltreppe, die nach oben und nach unten führte. Ayrinas gesundem Verstand folgend sahen wir uns zuerst oben um. Kurz vor der Spitze war eine Tür in der Wand, hinter der ein Kristallraum war, in dem der Bernsteinstrahl endete. Wir beschlossen, uns noch weiter oben umzusehen, und dann im Kristallraum zu übernachten.

Oben wartete Kälte auf uns und ein Gong, der an einer Halterung aus Metall montiert war, die nach unten in den Boden führte. Noch bevor irgendwer etwas sagen, tun oder denken konnte, ertönte ein Gongschlag, und Robak stand selig lächelnd vor uns. So viel dazu. Im Treppenhaus erklang das Geräusch noch lauter, und setzte sich nach unten fort, wie ein Alarm.

Also gingen wir einfach, müde und abgekämpft wie wir waren, schlafen. Ich hatte den schönsten Traum seit langem. Licht schien, hell und warm, und ein almadinischer Signorino reichte mir seine Hand um mir aufzuhelfen. Er war gerade dabei, mich wortlos, aber gutaussehend – wie ich Männer eben mag – in eine unendlich große Bibliothek voll mit großen Werken der magischen Theorie zu führen, als das Licht immer intensiver wurde und ich schließlich geblendet aufwachte, und der Traum fort war.

Der Weg führte uns tiefer nach unten in den Himmelsturm. Wir entdeckten mehrere Stockwerke mit Wohnräumen, alle gekennzeichnet mit Symbolen verschiedener Professionen. Da war ein Bad mit himmlisch warmem Wasser, in dem der Rondrageweihte plötzlich anfing, Geister zu sehen und daraufhin von Fräulein Yesaria getröstet werden musste. Ohm und ich teilten einen Moment der Verzweiflung in der verfallenen Bibliothek, in der alle wertvollen Bücher schon vor Jahrtausenden verrottet waren. Es waren nur ein paar Titel zu lesen, um uns einen Hauch einer Ahnung zu geben, wie unermesslich das Wissen in dieser Bibliothek gewesen sein muss, bevor es verlorenging.

Noch weiter unten waren die Wände auf dunklem Stein, in dessen Tiefe ab und zu etwas zu leuchten schien. Wir waren verwundert, und dann plötzlich erschien in der Wand das Gesicht eines Dämons mit leuchtenden Fühlern auf dem Kopf. Neben ihm schienen noch weitere Wesen im Stein zu schweben, als wären wir inmitten eines Ozeans, nur waren wir völlig trocken. Manchmal kreischen Thorwaler doch wie kleine Mädchen.

Darunter fanden wir eine Art Labor. Es gab Aufzeichnungen, die langsam zerfielen, aber man konnte etwas über eine Art Experiment mit „Purpurwasser“ lesen. In den Käfigen im Labor lagen Tierskelette, und nach kurzer Untersuchung stellte sich heraus, dass diese Tiere allesamt unnatürlich aussahen, als hätten sie mehr Knochen als sie brauchten, oder zuviele Gliedmaßen, nur immer solche, die für ihre Spezies unüblich waren. Da hatte jemand versucht, neues Leben zu erschaffen.

Und wenn ich schon dabei bin: Unser Rondrageweihter Ansgar hatte beschlossen, sich über das Volk der Elfen weiterzubilden, indem er alle seine Gespräche mit mir mit den Worten „Also, bei euch Elfen, wie ist das mit…“ begann. Da glaubte wohl jemand, nur weil man sich mal zufälligerweise einige Jahre in der gleichen Ortschaft aufgehalten hat, muss man gleich alles über sich ausplaudern.

Aber zurück zum Turm. Noch tiefer unten wurden wir Zeugen einer schauerlichen Szene; ein Elf saß am Tisch und schrieb etwas – man konnte hingehen und ihm über die Schulter auf die Papiere schauen, was ich auch tat – er ignorierte uns alle. Plötzlich schubste mich Seine Gnaden Ansgar zur Seite, und als ich mich umdrehte, um mich zu beschweren, ging die Szene auch schon weiter: Ein Arm mit einem Dolch schwebte dort in der Luft, wo gerade mein Rücken gewesen war; dann stand der Elf auf und sprach zu jemandem, den wir nicht sehen konnten, den er aber Pardona nannte. Er umarmte die unsichtbare Person, erzählte von der Rede, die er gleich vor dem Rat halten würde. Die Unsichtbare hob ihren Arm und stach den Dolch in seinen Körper. Er brach zusammen, fragte nach dem Warum, und starb qualvoll vor unseren Augen, während das Blut um ihn herum eine Lache bildete. Als Ayrina einen Finger ins Blut tauchte, blieb es an ihrem Finger kleben.

Als wir – doch recht erschüttert – weitergingen, fanden wir Gärten und Ruheräume, ein magisches Labyrinth aus Glas (das leider irgendwie kaputt ging…), entdeckten Räume der Instrumentenbauer – hier musste Ohm fast weinen, als er hineinging – alles verrottet. In der Luft schien Musik zu spielen, Lieder die ich noch nie zuvor gehört habe, die mich aber an Abende in Donnerbach erinnerten. Aber es heißt ja, die Musik spricht zu jedem anders.

Plötzlich waren Schritte zu hören, einige Zweibeiner im angrenzenden Raum. Während wir noch berieten, ob wir uns leise verhalten, und uns vielleicht anschleichen sollen, trampelte unser Geweihter hin zu den Geräuschen und tat unsere Anwesenheit kund. So sahen wir beim Näherkommen vier ertappt aussehende Figuren, die zugegebenermaßen eine entfernte Ähnlichkeit mit Elfen hatten, nur dass ihre Augen durchgehend schwarz und pupillenlos waren. Einen Moment danach trat auch eine fünfte Gestalt aus dem Dämmerlicht und wir sahen ein grausiges Hybridwesen mit drei Armen, Krabbenscheren und behaarten Beinen. Anscheinend war jemand mit den Chimären-Experimenten doch vorangekommen.

Ich sprach auf Asdharia mit ihnen, doch sie sagten nichts zurück, der Anführer – oder vielleicht doch Anführerin? – deutete uns, mit ihnen zum Essen zu kommen. Sie tuschelten untereinander, so wie wir auch, und mit etwas Mühe konnte ich aus ihrem seltsamen Dialekt die Worte „Hinterhalt“ und „vorbereiten“ heraushören. Die Anführerin beschwor einen Drachen über unseren Köpfen, der von uns weg in die Dunkelheit fliegen wollte. Panisch versuchte ich, zusammenhängende Worte zu finden und meine Gefährten zu warnen, bis Robak schließlich grinsend seine Axt ergriff. Ich konnte den Drachen mit dem brennenden Ende meines Stabes so erwischen, dass er sich in Luft auflöste – er war nur eine Illusion. Der Geweihte schüttelte seinen Kopf und meinte, er hoffe, er wäre nicht im Begriff, etwas nicht Rondragefälliges zu tun, und dann flogen die Fetzen. Im übertragenen Sinne.

Nach dem Kampf (wir haben gewonnen und einen der seltsamen Elfen lebendig gefangengenommen) war der Rondrageweihte etwas ungehalten über Robak, der sich in seinen Zweikampf eingemischt hatte, aber sonst waren wir einfach nur froh, dass die seltsamen Elfen keine Verstärkung geholt hatten. Und was weiter passierte, erzähle ich ein andermal.

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