as I scan this wasted land

Schnee im Juli

Wieder einmal eine staubige, winzige Stadt, diesmal in Idaho. Die Kojoten sollen sich gefälligst einmal auf einem Mississippi-Dampfer herumtreiben oder nach Kalifornien vorstoßen. Wir treffen einer nach dem anderen ein, manche in der Postkutsche, manche zu Pferd.

Auf der Suche nach Cold Creek und Leaping Water suchen wir einige Leute im Ort auf, die sich auskennen könnten. Leaping Water soll hier gewesen sein, und der Barkeeper im Saloon bestätigt auch dass ein schweigsamer Indianer hier gewesen ist und sich nach dem Goldgräber Goldeye umgeschaut hat. Von Cold Creek hat noch keiner was gehört, aber Goldeye könnte es wissen. Der Mann soll sich hier in den Bergen auskennen. Wir befragen den Sheriff, die Dame im Saloon und den Pfarrer und überlegen, ob wir in die Berge reiten sollen. Die Berge, so die Stadtbewohner, sollen verflucht sein – aber dort soll sich Leaping Water aufhalten, und dem folgen wir doch. Jedenfalls wohnen Fra’Salvatore und ich erst einmal der Messe bei.

Direkt nach dem Gottesdienst wird die Bank überfallen, so richtig klassisch. Einige Kerle lenken unsere Aufmerksamkeit ab, während die anderen sich mit der Beute davonmachen. In der Bank waren $700 und noch dazu eine alte indianische Pfeife, wie wir vom Bankier erfahren. Die Männer, die als Ablenkung für den Überfall gedient haben werden Opfer eines seltsamen Unfalls – auf einmal verwandelt sich die Hauptstraße des Orts in Treibsand und sie versinken alle darin. Miss Harvey fällt durch irres Lachen auf. Manche können wir retten, die meisten nicht. Mögen sie in Frieden ruhen. Ich würde erwägen, die Stadt von Snow Hill in Five Horses umzubenennen, jetzt wo sie fünf mehr oder weniger tote Pferde unter ihrer derzeit noch ziemlich flüssigen Hauptstraße haben. Bäh.

Der Sheriff sammelt ein Aufgebot, um den Banditen zu folgen, und wir finden uns bereit (manche von uns mehr als andere), Loco und seiner Bande zu folgen. Der Bankier Bobby C. reitet auch mit. Als wir am Fuß der Berge angekommen sind, bleiben plötzlich alle stehen und stammeln etwas von einem Fluch, der auf den Bergen liegt. Und tatsächlich weht ein kühler Wind aus dem Tal vor uns – dort herrscht scheinbar Winter. Die Leute aus der Stadt wollen nicht weiter, aber der Bankier bietet uns Geld, damit wir ihm die Pfeife wiederbringen.

Wir folgen weiter der Spur der Banditen. Je weiter wir reiten, desto kälter wird es. Von der Spur der Banditen weicht immer wieder eine andere Spur ab, und wir finden auch ziemlich oft tote, erfrorene Banditen im Schnee. Irgendjemand, vielleicht ihr Anführer Loco selbst, scheint sie zu dezimieren. Schließlich trennen sich unsere Wege – ein Teil reitet voraus, während Herr von Braun und ich beschließen, einer der abweichenden Spuren zu folgen… was sich als ein fast fataler Fehler erweist, denn wir treffen auf Leaping Water. Zumindest treffen wir auf jemanden, den wir für Leaping Water halten, und der ziemlich erfolgreich Pfeile auf uns schießt. Kurzzeitig wird Herr von Braun durchsichtig und schafft es, sich durch einen Baum zu bewegen, ich meine wörtlich durch einen Baum. Ich bin mir sicher, da kann es nicht mit rechten Dingen zugehen.

Zum Glück kehren unsere Leute zurück und schaffen es, uns zu retten, oder besser gesagt, vermutlich findet Leaping Water das Ganze langweilig und geht weg, ohne uns zu töten (zu meiner großen Erleichterung).

Etwas weiter auf dem Berg stoßen wir auf eine Ruinensiedlung – Cold Creek. Die Siedlung ist verlassen, aber eins der Häuser ist noch ziemlich intakt, also gehen wir hinein und stellen fest, dass im Haus Spuren von Bobby C., des Bankiers zu finden waren – ein Gemälde, Bücher. Im Ort stellen wir auch endlich Loco – oder stellt er uns? Jedenfalls schlägt er ein Duell vor – und unser Soldat (und damit meine ich nicht Señor Álvarez, sondern den Unionssoldaten) trägt es auch aus. Dabei wird er schwer angeschlagen, und um es noch schlimmer zu machen – gerade als Loco tödlich getroffen zu Boden sinkt, erhebt sich aus dem kalten Erdreich ein grässlicher weißer Wendigo und springt hoch, um uns alle zu fressen.

Im darauffolgendem Kampf stellen wir fest dass der Wendigo recht robust ist und nicht leicht zu besiegen, aber schließlich schmilzt er und verschwindet aus unserer Welt, hoffentlich für immer. Señor Álvarez und Herr von Braun scheinen jedoch psychische Folgen von ihrer Begegnung mit dem Ungeheuer davongetragen zu haben. Wir finden die Beute aus der Bank und die indianische Pfeife bei Loco. Außerdem eine Anleitung, wie man Wendigos endgültig tötet – nämlich indem man ihnen etwas Heißes die Kehle hinuntergießt. Señor Álvarez und Herr von Braun beschließen daraufhin, den Rauch zu inhalieren. Miss Harvey geht unterdessen mit einigen Anderen hinaus und findet Spuren, die irgendwohin führen. Nach einem lautstarken Streit mit Herrn von Braun (der sich weigert, die Pfeife wegzugeben) folgt sie mit ein paar Begleitern der Spur, höher hinauf zu einer Eishöhle.

Als sie zurückkommt, meint sie, sie braucht die Pfeife, um den Fluch zu brechen. Wir gehen wieder zur Eishöhle, wo wir die Pfeife in die Hand eines der dort gefrorenen indianischen Schamanen legen. Das Eis fängt an zu schmelzen. Auf dem Rückweg stoßen wir auf die Hütte von Goldeye, wo seiner Leiche (vermutlich von Leaping Water erschlagen) das goldene Auge fehlt, dafür scheint jemand irgendetwas Heißes in seine Kehle gegossen zu haben.

In der Ferne hört man den Wendigo heulen. In Cold Creek finden wir die Kirche, wo wir herausfinden, dass die Bevölkerung der Stadt einst während einer Hungersnot beschlossen hatte, die nahe lebenden Indianer auszurauben. Als sie feststellten, dass die Indianer auch nichts hatten, haben die Siedler eben die Indianer gegessen – und dann einander. Irgendwann verwandelte sich durch den Kannibalismus der erste in einen Wendigo, dann der nächste, bis am Ende nur noch einer übrig war.

Wir wagen die dramatische Flucht, bei der der Unionssoldat und Señor Álvarez fast sterben und nur mit Miss Harveys Hilfe fliehen können. Verfolgt vom Wendigo schaffen wir es, das ehemals verfluchte, jetzt langsam auftauende Bergland zu verlassen und kommen schließlich in Snow Hill an. Dort erwartet uns das Kopfgeld für Loco (jemand hat seinen Kopf mitgenommen), sowie die Belohnung des Sheriffs dafür dass wir die Schneezone betreten haben. Und so machen wir uns wieder einmal auf den Weg, um die Kojoten zu jagen.

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