as I scan this wasted land

walkin‘ in Memphis

In Memphis steigen wir auf den Mississippi-Dampfer Stern des Südens, der uns nach New Orleans bringen soll. Auf dem Schiff findet ein Pokerturnier statt; der Hauptpreis, ein Fabergé-Ei, wurde von einem russischen Fürsten gestiftet, der sich auch an Bord befindet.

Meine Aufmerksamkeit gilt vorerst aber Dr. Gorm, der sich ebenfalls an Bord befindet. Meine Geduld mit dem Mann muss wohl zu Ende gewesen sein, denn plötzlich ist der Sicherheitschef Sheriff Roy Stuckey da, um mir meine Waffen abzunehmen, die sich wie von selbst auf den Monsterjäger gerichtet haben.

Beim Abendessen im Salon lernt Miss Harvey den Major besser kennen, einen aufrechten Südstaaten-Gentleman und Besitzer einer großen Hühnerfarm. Seine… vollendeten Manieren, nehme ich an, scheinen Miss Harvey sehr zu beeindrucken.

Wir suchen die Spionin CC von den Coyoten, doch an Bord sind gleich sieben Frauen, die als CC in Frage kämen. Als das Abendessen voranschreitet, verbringen die Männer unserer Gruppe ihre Zeit damit, einigen der in Frage kommenden Damen auf den Zahn zu fühlen – im übertragenen Sinne selbstverständlich. Ich lerne den Fürsten kennen, der mich in seine Kabine einlädt, um das Fabergé-Ei zu sehen. Freundlicherweise erlaubt er mir auch, eine Freundin mitzunehmen. Sheriff Stuckey zeigt sich indessen einsichtig und erlaubt mir, meine Waffen wieder an mich zu nehmen. Zu meinem Entsetzen verschwindet während des Abendessens meine Arzttasche – wir scheinen einen Dieb an Bord zu haben.

In den frühen Morgenstunden gleich nach meinem Morgengebet und Frühstück nehme ich die noch schläfrige Miss Harvey mit zum Fürsten. Dieser ist erst überrascht uns zu sehen, dann will er uns loswerden. Nachdem ich darauf bestehe, hineinzugehen, sehen wir die Dienerin des Fürsten tot – erstochen – auf dem Boden. Er beteuert, an ihrem Tod unschuldig zu sein, und irgendwie glaube ich ihm das auch. Als ich darauf bestehe, den Sheriff zu rufen, versucht er uns zu bestechen, damit wir die Leiche für ihn entsorgen und dem Sheriff nichts davon sagen… als ob! Der Fürst erzählt außerdem von einem apfelförmigen Muttermal, das CC auf ihrem Gesäß haben soll. Die Dienerin des Fürsten hatte keines.

Der Sheriff – jemandem ist beim Abendessen aufgefallen dass die Dienerin des Fürsten ihm einen Zettel zugesteckt hat – ist grimmig entschlossen, den Übeltäter zu finden und zu stellen und meint, dies wäre eine persönliche Sache. Unterdessen fängt im Salon das Pokerturnier an.

Nach einem spannenden Spiel schafft es Miss Harvey in die nächste Runde. Unterdessen entdecke ich mit Hilfe von Mr. Houseworth, dass eine Dame auf dem Schiff, die ständig über ihren Mann schimpft, wohl meine und noch einige weitere Taschen gestohlen hat. Eine harmlose Irre vermutend stelle ich sie zur Rede, bis sie einwilligt, mich zu ihrer Kabine zu bringen, um mir zu beweisen, dass sie keine Taschen gestohlen hat.

Dummerweise stellt sich heraus, dass sie durchaus Taschen gestohlen hat, und zwar einige, um darin ihren in ziemlich kleine Stücke zerschnittenen Mann unterzubringen. Leider hat sie, als ich endlich meine Augen von diesem Massaker losreiße, eine Schrotflinte in der Hand und gibt einige Schüsse auf mich ab, die mich zwar nicht verletzen, aber in die Flucht schlagen.

Ich versuche, den Sheriff zu alarmieren – leider ist dieser in der Zwischenzeit auf den gleichen Übeltäter gestoßen wie die Zofe des Fürsten – jemand hat ihn erstochen. Langsam fangen wir an, Dr. Gorm zu verdächtigen. Die Suche nach der Mörderin verläuft leider erfolglos, aber zumindest helfen mir Mr. Houseworth und Mr. von Braun (der Priester, nicht der Wissenschaftler) netterweise dabei, den Mann der Verrückten aus seinen Behältern herauszunehmen und wieder so vollständig wie möglich zusammenzusetzen. Zum Glück bleibt er tot.

Auf der Suche nach der Mörderin stößt Señor Álvarez auf die farbige Lady, die uns schon früher auf dem Schiff aufgefallen ist – sie scheint eine Voodoo-Frau zu tun. Solche Praktiken kann man nur missbilligen…

Oben auf dem Deck treffen Miss Harvey und Mr. von Braun unterdessen Dr. Gorm. Es kommt zu einer… Unterhaltung, in deren Verlauf Dr. Gorm an einer Bleivergiftung stirbt. Der Kapitän nimmt Miss Harvey den Zwischenfall übel und lässt sie mit der Absicht, sie im nächsten Hafen den Autoritäten zu übergeben in ihrer Kabine einsperren. Selbst der Major, der gestern Abend noch mächtig von ihr angetan schien, ist etwas abgestoßen von ihrer Vorgehensweise.

Unterdessen wird mir gemeldet, dass die Leiche des Sheriffs, die im Kühlraum untergebracht worden ist, vermutlich über das Schiff wandert. Die Toten heutzutage… nichts als Unsinn im Kopf. Trotzdem machen wir uns auf, die an Bord anwesenden Damen zu überprüfen. Mr. von Braun spricht mit der alten Dame, die beim Abendessen von ihrer kränklichen Tochter erzählt hat. Als ich angeboten habe, nach der Tochter zu sehen, hat sie abgelehnt, aber als der junge, starke Mr. von Braun ihr Hilfe anbietet, nimmt sie an, und er folgt ihr zu ihrer Kabine.

Zu Mr. von Brauns großem Bedauern entpuppt sich die alte Dame als eine Art Vampir, der Lebensenergie saugt. Mr. von Braun erstarrt vor Entsetzen und kann sich kaum rühren, während das Scheusal ihm Jahre um Jahre seines Lebens stiehlt. Vor unseren entsetzten Augen wird er auf einen Schlag zwanzig Jahre älter und immer schwächer. Mit großer Mühe können wir die Vampirin zurückschlagen und vernichten. Für den armen Mr. von Braun jedoch kommt die Hilfe fast zu spät –so einen Verlust von Lebensenergie kann kein Mediziner wieder rückgängig machen.

Etwas niedergeschlagen beschließe ich, in unsere Kabine zurückzukehren, wo Miss Harvey sich die Zeit damit vertrieben hat, einem Schiff, das hinter unserem aufgetaucht war, Lichtsignale zu geben. Gleich darauf stellt sich heraus, wo die wahnsinnige Mörderin sich die ganze Zeit versteckt hat – in meinem Schrank nämlich. Während Miss Harvey alleine in der Kabine war, hat diese Frau leise wie ein Mäuschen gewartet dass ich auftauche. Ich schaffe es gerade noch, eine Kugel in den Schrank zu jagen, bevor die Irre herausspringen und mich mit Schrot füllen kann. Miss Harvey rettet sich auf den Gang, aber ich bleibe standhaft und kann schließlich die Verrückte erschießen.

Da nun zwei weitere Passagiere tot sind, beschließt der Kapitän, dem Morden ein Ende zu setzen, indem er uns kollektiv im smoking room auf dem Oberdeck einsperrt. Als die Dunkelheit das Schiff einhüllt, sieht man ein schwarzes Schiff, das unser Schiff verfolgt immer näher kommen. Wir brechen aus unserem „Gefängnis“ aus und hören torkelnde Schritte an Deck – der Sheriff ist in der Tat zu unheiligem Leben erwacht und hat sich aufgemacht, um den Kapitän, den Steuermann, und so ziemlich jeden, den er an Deck finden konnte zu töten. Als wir ihm gemeinschaftlich den Schädel einschlagen, fällt er herunter, steht dann wieder auf und torkelt uns weiter entgegen. Irgendjemand hat dann den gesunden Menschenverstand, den Untoten über Bord zu werfen. Ich bin mir nicht sicher, ob eine Rückkehr aus dem Magen von Alligatoren möglich ist, aber der Sheriff wird es herausfinden.

In der Zwischenzeit wird es immer deutlicher, dass das schwarze Schiff uns bald einholen wird. Daraufhin zerstreut sich die Gruppe. Einige gehen unter Deck, um mit der Voodoo-Lady zu sprechen. Dort stellen sie fest, dass sie vorhat, das Schiff mit ihrer Macht zu zerstören. Wiederum einige machen den riesigen Koffer auf, in dem die großgewachsene Baptisten-Predigerin, die irgendjemand gestern ganz kurz persönlich kennengelernt hat, ein ganzes Fluggerät – natürlich nicht zusammengebaut – verstaut hat. Miss Harvey und Mr. Houseworth beschließen, sich des Koffers zu bemächtigen und demolieren dabei das Fluggerät. Mr. von Braun setzt sich unterdessen unter Deck auf ein Pulverfass und zündet es an. Mr. Greaverson beschließt, sobald das schwarze Schiff unser Schiff gerammt hat, auf dieses zu wechseln.

Señor Álvarez schafft es gerade noch, sich das verfluchte Schwert von Dr. Gorm zu schnappen und sich auf die Spitze des Schiffes zu retten, als es untergeht. Mr. von Braun sprengt sich mit dem Pulverfass in winzigste Fetzen, weil ihm irgendeine Hexerei, die er vorhatte, nicht gelingt… nicht auszudenken, der Mann sah aus wie ein Priester! Mr. Greaverson wechselt auf das schwarze Schiff und stellt fest, dass es eigentlich ein Flussmonster ist, das sich als Schiff tarnt. Schließlich wird er gefressen. Miss Harvey und Mr. Houseworth retten sich mit Hilfe der riesigen Kiste an Land. Ich versuche, mit Mary, meinem Pferd, schwimmend das Ufer zu erreichen, doch die Ärmste hat gegen die Alligatoren keine Chance.

Ich erreiche also das Ufer und mache mich mit dem Rest meiner Sachen und meinen Waffen auf in die Dunkelheit. Die – schwache – Hoffnung bleibt, dass CC mit dem Schiff untergegangen ist.

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