as I scan this wasted land

das schönste Mädchen von überall

Der Abend senkt sich auf die kleine Stadt Falkengrund herab, eine sanfte Brise weht. Das schönste Mädchen, das die Welt je gesehen hat, tritt aus dem Wald und holt sich verstimmt ein paar Spinnen aus den Haaren. Ich habe mich ein wenig verirrt, na und? Gerade als wir uns niedersetzen, um uns als Helden feiern zu lassen, erreicht uns die Kunde, dass das Waisenhaus brennt.

Es dauert eine Weile, zum Waisenhaus zu kommen, und jede Hilfe kommt zu spät. Das Haus selbst ist komplett ausgebrannt – die Helfer bergen nur zwei Dutzend Leichen, hauptsächlich Kinder. In den rauchenden Trümmern macht sich eine Predigerin breit und predigt von Sünde und Strafe, aber nach einem Gespräch mit dem Barden scheint sie beunruhigt und geht.

Der traurige Haufen Schutt und Asche ist eine Tragödie; als wir herumfragen, erfahren wir allerlei Gerüchte über das Waisenhaus. Elora, die Waisenhausleiterin hatte es alleine geleitet und hatte hauptsächlich Kriegswaisen aufgenommen. Die meisten Leute spendeten ab und zu etwas, und außerdem schien sie eigenes Geld zu haben. Niemand kümmerte sich so richtig ums Waisenhaus – das Haus lag zur Erleichterung vieler außerhalb der Stadt am Rande des Waldes.

Wieder zurück in der Stadt, kümmern sich der Barde und die Kriegerin (beides verdiente Gnomen) darum, dass die Leichen aus dem Waisenhaus würdig bestattet werden. Dabei erregen sie mit ihrer Bettelei den Ärger einiger Bettler in der Stadt, aber darum kümmern sie sich nicht. Im Gespräch mit dem Jäger, der den Brand gemeldet hat erfahren sie nichts Neues.

In den nächsten Tagen finde ich bei der hiesigen Alchemistin und Apothekerin Arbeit. Die Gnome treiben sich herum und versuchen, etwas Geld mit … „Straßentheater“ zu machen. Sie scheinen gegen Abend etwas aufeinander grantig zu sein, ich glaube es ging um die Aufteilung der Einnahmen oder Ähnliches.

Der Elf lässt sich erst von einem Händler als Leibwache anheuern, kehrt dann aber in die Stadt zurück und treibt sich fortan mit zwielichtigen Gestalten in der Schänke Rote Dame herum. Ich sage nur: „Wirtschaftsverein“. Und der eine Kerl, der dort das Sagen hat, scheint Peitschen zu mögen. In der Roten Dame bieten sie mir auch eine Anstellung an, aber ich denke, ich bleibe derzeit bei der Alchemistin.

Als wir uns einmal zum Frühstück treffen – der Elf hat rot unterlaufene Augen, wohl schlecht geschlafen bei seinem neuen Job? – trifft der Sheriff mitten beim Müsli ein und fragt, ob wir nicht daran interessiert wären, ein Problem zu lösen das er hat. In der Stadt verschwinden Kinder, und er hätte sie gerne wieder. Hinter dem Sheriff steht ein Mann, der sich als Fleischer herausstellt – sein Sohn ist auch verschwunden.

Als wir nachfragen, kommt heraus, dass der Sohn des Fleischers ein etwas simpler Junge ist. Gleichzeitig ist aber einer seiner Freunde verschwunden, der Sohn eines wichtigen Mitglieds des Holzfällerkonsortiums, sowie der Sohn des hiesigen, derzeit verreisten Magiers und die Tochter der Schneiderin. Das Mädchen hat einen elfischen Vater und eine menschliche Mutter, scheint sich im Wald auszukennen und ein wildes Kind zu sein. Der Sheriff ist besorgt, weil der Sohn des wichtigen Mannes fehlt und der sich weigert, in irgendeiner Weise Lösegeld zu zahlen, auch wenn es bisher keine Forderung gegeben hat.

Der Elf und die Gnomin – und ich höre euch fragen, warum ich nie ihre Namen nenne, aber ehrlich gesagt, sie fallen mir nie ein – gehen sich den Turm des Magiers ansehen, um vielleicht mehr über den Verbleib des Jungen herauszufinden. Ich persönlich habe sie im Verdacht, dort einbrechen zu wollen, aber ich habe keine Beweise. Der kleine Gnomenbarde und ich machen uns auf, um Frau Schneiderin nach ihrer Tochter zu befragen.

Die Schneiderin erzählt uns ein paar Sachen über ihre Tochter, und dass sie die Anführerin der Jungs war. Es ist möglich, dass das Mädchen im Wald sei, sagt die Mutter. Die Tochter verehre ihren Vater, der schon länger nicht in der Stadt gewesen ist, und treibe sich oft im Wald herum. Wir bedanken uns, und der Gnom bespricht noch eine Bestellung mit der Dame – er braucht anscheinend ein Kostüm für seine nächste Straßentheater-Aufführung.

Von den Kindern, die auf der Straße spielen erfahren wir, dass die vier verschwundenen Kinder wohl eine Mutprobe vorgehabt haben – sie wollten eine Nacht in der Waisenhausruine verbringen. Gruselig. Als wir den Elfen und die Gnomin wieder treffen, schauen beide etwas verkohlt aus, wollen aber nicht sagen, ob eine Falle an der Tür des Magierturms sie geblitzt hat. Sie haben gar nichts gefunden.

Bei der Waisenhausruine stöbern wir etwas in den verkohlten Resten, aber da findet sich nichts weiter. In der Nähe finden sich blutige Spuren, die in den Wald hineinführen. Einige Schritte weiter, im Schatten der Bäume, finden wir ein zerrissenes Zelt und einige Schuppen auf dem Boden – es haben wohl Kobolde die Kinder gefunden und entführt. Über einen geheimen Pfad in den Finstermondwald folgen wir den Spuren der Kobolde. Der Barde fühlt sich beobachtet, ruft in den Wald hinein, und ein kleines Mädchen kommt aus dem Gebüsch heraus. Vor Mitleid zerfließend – es ist nämlich eines der Waisenhauskinder, und hat Hunger – bringen wir sie zurück zum Waldrand und der Ruine, damit sie den Weg zur Stadt findet. Sie erwähnt noch, sie hätte Kobolde gesehen, die Kinder entführt haben.

Als die anderen das Haus näher unter die Lupe nehmen wollen, fühlt sich das kleine Mädchen plötzlich unwohl und bittet mich, mit ihr herauszukommen, und ich Idiotin lasse mich herauslocken. Draußen wird aus dem kleinen, geschundenen Kind ein recht großes Werwolfkind, das versucht, mich zu fressen. Und natürlich habe ich keine Waffen, die einem Werwolf weh tun können. Also laufe ich um Hilfe rufend weg und komme nur deshalb mit dem Leben davon, weil mich die anderen hören und den Werwolf mit großer Mühe besiegen können.

Im abgebrannten Haus stolpern wir über eine Kellertür. Dort unten ist nichts verbrannt – leider – denn so können wir sehen, dass Elara – die Waisenhausleiterin – einen Folterkeller hatte, in dem sie versucht hat, dem Kind den Werwolf auszutreiben, und zwar mit der Peitsche. Das kleine Mädchen ist wohl geflohen und hat dann die Türen verrammelt und das Haus angezündet. Im Keller findet sich auch Elaras Leiche. Aus ihr springt bei Berührung ein Spinnenschwarm, der uns angreift und den wir nur mit Mühe abwehren können.

Danach wollen wir die Nacht nicht mehr in der Nähe der Ruine verbringen, und schlagen unser Lager im Wald auf. Am nächsten Morgen folgen wir den Spuren der Kobolde weiter. Unterwegs werden wir von allerlei Waldbewohnern belästigt; manche davon essen wir. Nach der Überquerung einer Brücke finden wir uns in einem Zwergenkloster wieder. Die anderen kennen es, ich leider noch nicht, denn kurz bevor wir das erreicht hatten, bin ich im Wald verlorengegangen.

Wir betreten das Kloster durch den Seiteneingang über den kleinen See und stoßen auf einen Raum, in dem ein großer alter Werwolf sitzt. Es finden keine langen Gespräche statt – der Werwolf wird als Hindernis auf dem Weg nach unten in den Keller, auf der Spur der Kobolde, beseitigt. Gerade noch rechtzeitig können wir die Tür hinter uns schließen, bevor uns das Rudel des großen Werwolfs in winzige Fetzen reißen kann.

Im Keller finden wir einen großen schwarzen Monolithen, aus dem Steine herausgebrochen wurden, und einige Kobolde. Die Kobolde sind keine Gegner für uns. Danach durchsuchen wir das Labyrinth, und auf dem einzigen Weg, der gangbar aussieht, finden wir einige Kessel mit roter, glühender Flüssigkeit. Sieht aus wie ein Ort, wo man seine Opfer hineinwirft. Der Gnom wirft etwas hinein und schaut gespannt zu was passiert – nämlich nichts – aber dafür wird er von oben von einem Wurm oder so ähnlich überfallen und fast gefressen. Und schon wieder kämpfen wir um unser Leben.

Als der Wurm endlich die Freundlichkeit hat, sein Leben auszuhauchen, sind wir ebenfalls fast tot. Nach kürzerer Debatte beschließen wir, im Raum mit den roten Kesseln zu schlafen, vor allem deshalb, weil der eigentliche Ausgang von einem großen Stein zugesperrt worden ist. Und so schlafen wir ein – am nächsten Tag geht es weiter, um die Kinder zu finden.

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