as I scan this wasted land

wenn der Tag lang ist

Wenn Thalya in Signorino de Tounens Sachen kramt, kommt dann teilweise so etwas wie der folgende Brief an den Fürsten von Nostria zum Vorschein. Ja, seid ruhig neidisch, nicht jeder kann so einen tollen Job haben wie die Thalya.

Nachdem wir von Eurer Fürstlichen Durchlaucht zu Emissären des edlen Fürstentums Nostria ernannt wurden und in Eurem Auftrag mit Depeschen durch die aventurischen Lande reisen – immer darauf bedacht den blanken Ehrenschild Nostrias hochzuhalten, möchten wir hiermit Eurer Fürstlichen Durchlaucht einen kurzen Abriss der in Eurem Auftrag bisher erledigten Aufgaben und auch einen ausführlichen Bericht über die sich dabei zugetragenen Ereignisse ablegen.

Seuche an Bord

Am 10. Praios verließen wir schweren Herzens das schöne Nostria. Das Herz ward uns ob des Abschieds schwer, doch mit stolzgeschwellter Brust stellen wir uns der hehren Aufgabe, die uns von Eurer Durchlaucht gestellt wurde. An Bord der Meeresreiter ging es also mit einem lachenden und einem weinenden Auge in Richtung Havena. Die Überfahrt verlief problemlos und wir wurden als Emissäre des stolzen und edlen Fürstentums Nostria im Hafen von Havena von der Fürstin von Albernia persönlich mit allen Ehren empfangen.

Im Fürstenpalast wurden wir als Emissäre eines der bedeutendsten Verbündeten (zwischen den Zeilen gab man uns zu verstehen: des bedeutendsten Verbündeten – aber aus diplomatischer Rücksichtnahme wurde das verständlicher Weise nicht laut ausgesprochen) nochmals willkommen geheißen und auch entsprechend untergebracht. Im Rahmen einer umgehend angesetzten Privataudienz (wiederum ein Beweis der Wichtigkeit Nostrias für das albernische Fürstenhaus) konnten wir seiner Fürstlichen Durchlaucht Cuano Ui Bennain die für ihn bestimmte Botschaft aushändigen. Daraufhin wurden wir zu einem Festbankett zu Ehren des Fürstentums Nostria als Ehrengäste eingeladen.

Im Rahmen dieses Banketts, bei dem abermals die Bedeutung, Erhabenheit und Würde des Fürstentums Nostrias und auch Eurer Durchlaucht persönlich in zahlreichen Ansprachen deutlich hervorgehoben wurden, nahm uns Seine Fürstliche Durchlaucht Ui Bennain zur Seite und offenbarte uns ein Problem das bedrohlicher und Schrecken erregender nicht sein konnte: In der Stadt begann sich eine Seuche auszubreiten. Daher war es von entscheidender Bedeutung, einige Personen zu finden und in Gewahrsam zu nehmen um so den Ausbruch der Seuche zu verhindern. Da er keine Unruhen in der Bevölkerung riskieren wollte und sich auch der Verschwiegenheit seiner Leute nicht ganz sicher schien bat er uns – als absolut vertrauenswürdige weil nostrische Emissäre – sich der Sache anzunehmen und die Stadt Havena vor der Seuche zu erretten.

Selbstverständlich sagten wir zu, da einerseits bei einer derartigen Bedrohung ohnehin Hilfe ein zwölfgöttliches Gebot ist aber andererseits auch um seiner Fürstlichen Durchlaucht Ui Bennain nochmals die Bedeutung und Wichtigkeit der Beziehung zu Nostria in Erinnerung zu rufen. Denn selbstverständlich stehen und handeln wir nur im Auftrag und zur höheren Ehre Nostrias.

Da Eile Not tat begannen wir sofort mit der Suche. Ein spezielles Problem stellten wie üblich die verbohrten und zurückgebliebenen Andergaster dar, die zu phexischer Stunde unsere Suche in einer Kneipe zu sabotieren suchten. Aber da waren sie natürlich an die Falschen gelangt und obwohl Gefahr in Verzug war, ließen wir es uns nicht nehmen, dem Gesindel Respekt und Achtung vor Nostria einzubläuen. Im Laufe der Nacht und den frühen Morgenstunden gelang es uns aller gesuchten Personen habhaft zu werden auch wenn die Hindernisse auch abseits von dem andergastischen Geschmeiß mannigfaltig waren.

Nachdem wir dem Fürsten die Vertrauenswürdigkeit, die Verschwiegenheit und die Effizienz der Emissäre seines wichtigsten Verbündeten – des edlen Fürstentums Nostria – so eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatten fragte uns der Fürst ob unsere Pflichten unserem geliebten Nostria gegenüber weiteren kurzen Aufschub dulden würden – da er uns für eine Mission von höchster Wichtigkeit benötigen würde. Seine Fürstliche Durchlaucht wies auch dezidiert darauf hin, dass er seinen nostrischen Verbündeten diesen zusätzlichen Gefallen für die ohnehin hervorragende Beziehung hoch anrechnen würde. Wir sagten daraufhin zu, da uns eine fortdauernde herzliche Beziehung Nostrias und Albernias am Herzen liegt und ein halber Göttername Zeitverlust weniger schwer wiegt, wenn es zusätzliches Vertrauen und weiter gefestigte Beziehungen zwischen den Fürstentümern zu gewinnen gilt.

Die Taucherglocke

Seine Fürstliche Durchlaucht Cuano Ui Bennain wies ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei dem Unterfangen um ein Projekt von höchster Geheimhaltung und überragender Wichtigkeit handeln würde: Aufgabe war es in ein Gebäude einzusteigen und wertvolle Dokumente sicherzustellen.

Nun mag Eure Fürstliche Durchlaucht vermuten, dass sich seine Emissäre wie gewöhnliche Einbrecher verhalten hätten und so Schimpf und Schande über das glorreiche Fürstentum Nostria gebracht hätten. Doch da würden Eure Fürstliche Durchlaucht vorschnell urteilen, denn das Gebäude das es zu finden und zu betreten galt liegt in der durch Efferds Zorn überfluteten Unterstadt Havenas.

Wir unternahmen also als Zeichen der Unterstützung für das mit dem Fürstentum Nostria verbündete Fürstentum Albernia einen Tauchgang in die Unterstadt.

Auch wenn es seltsam klingen mag – Leonardo der Mechanicus hatte zu diesem Zweck ein gar wundersames Tauchergerät aus Glas anfertigen lassen. Schon beim ersten Probetauchgang mussten wir allerdings feststellen, dass selbst ein so überragender Geist nicht fehlerlos ist. Erst durch unsere Hilfe und Expertise gelang es das Unternehmen nach einigen missglückten Versuchen zum Erfolg zu führen. Wir wollen Eurer Fürstlichen Durchlaucht Geduld nicht über die Maßen strapazieren und mit technischen Details langweilen, aber schlussendlich waren wir erfolgreich und konnten einige für Albernia wertvolle Dokumente bergen.

Seine Fürstliche Durchlaucht Cuano Ui Bennain sprach seinem Verbündeten, dem edlen Fürstentum Nostria und auch uns als Emissären seinen Dank und Hochachtung aus und versicherte, dass nach Auswertung der Dokumente – die allerdings viele Götterläufe in Anspruch nehmen wird – die Erkenntnisse, sofern relevant und verwertbar auf alle Fälle mit seinem aufrechten Verbündeten geteilt werden.

Als Eure treuen Emissäre wollen wir Eurer Fürstlichen Durchlaucht auch die Händlerfamilie Vecushmar als mögliche Handelspartner mit aufrechter Gesinnung und von untadeligem Ruf an Euer großes und offenes Herz legen. Die Familie Vecushmar lernten wir im Laufe der Expedition in die Unterstadt als verlässliche Partner kennen, mit denen eine langfristige Geschäftsbeziehung aufzubauen für das edle Fürstentum Nostria vorteilhaft wäre.

Am Ende unseres Berichtes angelangt, möchten wir uns noch einmal für das entgegengebrachte Vertrauen Eurer Fürstlichen Durchlaucht von Nostria bedanken, uns als Emissäre gewählt zu haben.

Wir wissen die uns zugedachte Ehre – vor allem da wir zum Großteil zwar nicht von Geburt aber desto mehr in unseren Gedanken und Herzen Nostrianer sind – mehr als zu schätzen.

Wir brechen nunmehr wieder auf um die weiteren uns zugedachten Aufgaben zu erledigen und werden Eurer Fürstlichen Durchlaucht auch weiterhin getreulich Bericht erstatten und überall für die Sache Nostrias einstehen.

Mögen die Zwölfe allezeit das großartige Fürstentum Nostria und Eure Fürstliche Durchlaucht gegen alle nur erdenklichen Unbilden und Gefahren beschützen.

 

Baroness Daria ya Trequona

Signorino Laurentio Aurelian de Tounens

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