as I scan this wasted land

HA! Prinzessin!

An einem schönen Frühjahrsmorgen in Westtor hatte Aschestaub (nach wenigen Tagen) genug von meiner Anwesenheit in seinem Versteck, und so pflückte er mich aus dem Haufen Schmuck und Edelsteinen mit denen ich gespielt hatte, und machte ein Ritual mit mir. Charandhall meinte später, es wäre ein Geas.

Bereits kurz nachdem ich vom Drachen an der Tür der Wächter des Morgens abgeliefert werde – ich fühle mich kränklich und schwach und huste Leute an – sehen wir eine Rothaarige, die intensiv die Tür des Gasthauses der Wächter anstarrt. Als Charandhall und ich sie ansprechen, wird sie erst nervös, aber schließlich lässt sie sich ins Haus bitten. Die junge Dame, ihr Name ist Brie, erzählt uns von ihrem Verlobten Pecorino, der verschwunden ist. Sie bittet uns ihr zu helfen, da die Stadtwache sich üblicherweise nicht mit Problemen kleiner Leute beschäftigt. Ich bin mir sicher, sie übertreibt, aber wir wollen gerne helfen.

Gleichzeitig bemerkt Gormhögg, dass das Mädchen an ihrer Kette einen Anhäger mit einem Wappen aus Cormyr trägt, das er auch besitzt, und das irgendwie zu Eiskrons Familie gehört. Ich sage nur: es gibt Leute, die Anhänger mit ihrem Familienwappen verkaufen und mit Grottenschraten verwandt sind. Das Mädchen scheint ihres von ihrem Verlobten bekommen zu haben.

Den Hinweisen des Mädchens folgend, entscheiden wir uns, die Gruppe aufzuteilen: die einen wollen in die Schwefelmaid, wo Pecorino sich mit einem Freund getroffen haben soll, und die anderen schauen sich Pecorinos Wohnhaus an. Ich weiß nicht genau was die Leute in der Schwefelmaid herausgefunden haben (vermutlich nichts), aber Lazarus und Gormhögg scheinen danach eine Weile Erde gespuckt zu haben, und Gormhöggs Fell riecht nach wie vor nach billigem Duftwasser.

Bei Pecorinos Wohnhaus haben wir zuerst das Vergnügen mit einer neugierigen alten Dame, die Thokk mit einem gekonnten „GRAAARGH“ verscheucht, dann schauen wir uns in seiner Wohnung um und finden einige interessante Sachen – ein bisschen Gold, einige Garderobenabschnitte vom Höchsten Sonnenstrahl, Kleidung, die wohl ein farbenblinder und geschmackloser Adliger tragen würde – und ein kleines Häufchen weißen Pulvers, das mich fast in die ewigen Jagdgründe schickt. Zum Glück fällt mir dann noch ein, dass Gift dank Charandhall keine Wirkung auf mich hat. Keine Spur von Pecorino. Beim Hinausgehen findet Thokk einen Jeton der Spielhölle Glücksbecher und ist begeistert von seiner Leuchtkraft – bis die Sonne nicht mehr darauf scheint. Da er etwas bedrückt aussieht, zaubert Charandhall ihm ein Licht darauf, und Thokks Gesicht strahlt mit dem Jeton fortan um die Wette. Kann es die alte Frau sein? – irgend jemand meint auch, Pecorino arbeitet seit einer Weile auf dem Friedhof.

Währenddessen scheint sich im Gasthaus eine Art Fehde zwischen dem Grottenschrat und der Pixie entwickelt zu haben. Das war jedoch bevor Felian und Fario, die zwei Halbelfen-Detektive an die Tür klopfen und nach Aschestaub fragen. Sie haben jedoch das Pech, dass die public-relations-Abteilung in Abwesenheit ausgeglichener Leute von nicht so ausgeglichenen Leuten besetzt gehalten wird und kriegen nur patzige Antworten, vor allem als sie so dumm sind, sich über Zwerge lustig zu machen (was wiederum die Stimme der Vernunft, nämlich Breitkopf, etwas auf die Palme bringt).

Noch in seliger Unkenntnis der Umtriebe unserer lieben Kollegen, klopfen Charandhall, Thokk und meine königliche Wenigkeit an die Ladentür eines gewissen Herren Glitterstein, seines Zeichens Apothekarius und Gnom. Dieser erzählt uns, Pecorino wäre seit drei Wochen nicht mehr bei ihm beschäftigt, und zwar wegen Diebstahl. Diese Spur führt also nirgendwohin. Er verrät uns aber, wo Pecorino seine Lehre gemacht hat, nämlich beim Doktor Man Chu.

Eiskron ist in der Zwischenzeit bei Guldar, der sich wegen des Drachen-Problems interessiert zeigt und etwas von Karran-Kural murmelt, wo man einige Antworten finden könnte.

Damit ging dieser ereignisreiche Tag noch nicht zu ende. Wir lassen uns bei Doktor Man Chu anmelden und sprechen durch seinen Gesellen und Übersetzer über Pecorino. Er gibt uns kryptische Anweisungen betreffend etwas, das sich „Sphärische Stufen“ nennt und warnt mich, vorsichtig zu sein wenn ich in den Schlund des Sebek steige. Sebek, brrr… Der Doktor scheint außerdem durch die Illusion meines Verkleidungshuts hindurchschauen zu können (was zugegebenermaßen nicht gar so schwer ist), und außerdem zu wissen wer ich bin. Viel zu gut informiert, der Mann. Über Pecorino weiß er zu berichten dass er einmal sein Lehrling gewesen ist und damaliger Geselle Bron geheißen hat. Auf die Frage, was das Gift in Pecorinos Besitz sein könnte gibt er zuerst keine Antwort, aber als Charandhall noch einmal nachfragt, erzählt er, es wäre Gift, das aus Leichen gewonnen wird.

Als wir ins Gasthaus zurückkehren, entspinnt sich eine kleine Diskussion, ob wir den Haushalt in die Villa Westtor-Hagen umsiedeln sollen, und die Stimmung tendiert eher dazu, im Gasthaus zu bleiben. Was mir durchaus nicht unrecht ist, weil, wer will schon Helden als Nachbarn? Die ziehen die ganze Nachbarschaft runter. Da müsste ich direkt aufs Land ziehen… oder ein Umerziehungsprogramm starten.

Während einige (mehr oder weniger ausgeglichene) Leute die weiteren Schritte bezüglich Pecorino diskutieren, wird ein Geräusch vom Dachboden laut, und auf einmal sind alle verschwunden. Bald darauf fallen Fenster ins vordere Blumenbeet und vor dem Haus unterhalten sich kleine Mädchen aufgeregt über irgendein Kätzchen. Es stellt sich heraus dass eine kleine Katze auf unser Dach geraten war und Lazarus zwei Fenster aus den Angeln gesprengt hat um die Ursache der Laute zu finden. Die verschreckte Katze wird eingefangen und den Kindern zurückgegeben.

Und dann kommt endlich Arveene nach Hause und kann mich untersuchen! Mir geht es gut. Bis auf das Geas. Aber dagegen können wir jetzt auch nichts weiter tun, außer vielleicht ein bisschen winseln wenn wir Zeit haben.

Der Abend sieht uns im Glücksbecher, wo wir ein bisschen glücksspielen – Herr Thorgrimm ist ein wenig ergrimmt, weil er seine Goldmünze verspielt hat, also schenke ich ihm meine. Breitkopf redet auch mit einigen Leuten, findet Nützliches heraus und nimmt Gelegenheiten wahr, Geschäfte zu machen. Danach verlegt die ganze Gruppe ihren Standort temporär zum Friedhof, und, den Anweisungen von Doktor Man Chu folgend (weil Sphärische Stufen sind – sagt irgendwer – auf dem Friedhof), finden wir neben einem verrotteten Lotus tatsächlich ein Grab, auf dem der Name Bron steht. Irgendwie scheint sich jeder einig zu sein, dies wäre das Grab von Ragouts Vater. Ich habe wohl wieder einmal nicht zugehört und den Faden verloren. Da sich Charandhall und Arveene weigern, den Leichnam auszugraben und zu befragen, bleibt uns nichts anderes übrig, als wieder nach Hause zu gehen.

Dort scheint für manche immer noch nicht spät genug zu sein, also gehen ein paar Leute aus und treiben sich in der Scheuen Fee herum (irgendwer meinte, Pecorino und Ragout hätten sich dort sehen lassen und wieder einmal habe ich keine Ahnung woher die das wissen… ich sollte zuhören), und Charandhall lässt sich von Celeste im Höchsten Sonnenstrahl betratschen. Was wohl Melodia dazu sagen würde? Anscheinend haben sich Pecorino und Ragout in beiden Etablissements sehen lassen.

Am nächsten schönen Morgen in Westtor wird uns der Minotaurus auf dem Dach der Kutsche eines erzürnten Thorndal Athagdal geliefert. Lazarus hat sie anscheinend gestern im betrunkenen Zustand bestiegen, in der Hoffnung dass sie ihn nach Hause bringen würde (es hat offensichtlich funktioniert). Ich entschuldige mich wortreich beim Kutschenbesitzer, und er scheint etwas besänftigt, als er – minus Mino – mit seiner Kutsche davonzieht. Lazarus, überzeugt vom Erfolg seiner Kutschen-Strategie, geht los und kauft sich einen Wagen, der ihn heimbringen soll wenn er wieder einmal seinem Alkoholismus frönt.

Wieder einmal auf dem Friedhof, diesmal tagsüber, bekommen die Wächter vom diensthabenden Tyrannos-Kleriker die eine oder andere interessante Antwort zum Thema Pecorino und Ragout. Unter anderem scheint Ragout den Namen Ragusano zu tragen und ein ganz unzuverlässiger, windiger Kerl zu sein. Er hat vor einigen Wochen Pecorino für die Stelle am Friedhof empfohlen. Auch die Adresse des Herren ist bekannt und so machen sich die Wächter direkt auf den Weg dorthin…

Und er ist erfroren. Das erinnert mich an dieses eine Mal, als wir diese Artefakte gesucht haben, die sich die Ebenholztriade zusammengestohlen hat. Das letzte Mal als wir vereiste Leichen gefunden haben, wurde die Stadt fast geflutet. Ich freue mich nicht auf das, was dieses Mal auf uns zukommt.

Zur gleichen Zeit habe ich gleich in der Früh eine Diskussion mit Yaron, warum er nicht mit mir zu den Ssemms mitkommen darf und der Eiskron schon. Ich bin es so gar nicht gewöhnt, Widerspruch zu hören, es ist direkt erfrischend. Trotzdem darf er nicht mit. Rückblickend hätte ich vielleicht wirklich erst einmal selbst vorsprechen sollen, bevor ich Eiskron mitgeschleppt habe. Eiskron wartet geduldig und fast klaglos bis ich umgezogen bin, und dann bringt uns meine Sänfte zum charmanten Stadthaus der Ssemms, wo wir von Annah Ssemm empfangen werden. Annah scheint Eiskron für höchst dekorativ zu halten. Orgule Ssemm ist leider verreist und kommt erst in einigen Tagen wieder, aber Annahs Großvater ist anwesend, also sprechen wir bei ihm vor und bitten um Einsicht in Salazar Ssemms Hinterlassenschaft. Er windet sich etwas und meint, er könne es nicht entscheiden oder verantworten, uns Aufzeichnungen von Salazar Ssemm zu geben, weil diese durch starke Magie geschützt wären, aber wir sollen es mit Orgule besprechen. Also geht vorerst nichts weiter. Eiskron platzt etwas der Kragen und er fängt eine Diskussion an – und somit wären wir am Ende meines Arguments angelangt – ich hätte vielleicht lieber erst einmal alleine gehen sollen.

Mittlerweile besprechen Arveene und die anderen einige Sachen mit der erfrorenen und zwischenzeitlich aufgetauten Leiche von Ragout. Charandhall scheint ihm aber immerzu falsche Fragen zu stellen, denn Ragout erzählt nichts Neues. Beim Hinausgehen sehen sie im Fenster gegenüber ein erschrockenes Gesicht und beschließen, dort weiter zu recherchieren.

Im Gasthaus übersetzt Breitkopf weiter sein infernalisches Kochbuch, als es klopft: Hauptmann der Wache, Grukk Zwölftöter marschiert hinein und tut kund, schon die zweite Leiche wäre gefunden worden. Dann marschiert er wieder ab.

Wie geht es weiter? Was für eine zweite Leiche? Wo ist Pecorino? Dürfen wir in Salazar Ssemms Aufzeichnungen wühlen? Wer bringt mich zuerst um, Eiskron oder mein Geas? Jeder Tag könnte mein letzter sein. Bleibt dran.

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