as I scan this wasted land

Schönheitsmittelchen, teuer bezahlt.

Ein Bericht unseres Mannes vor Ort: Sato Leonar Isidorn Cyberian von Greifsmantel.

… ich habe deinen Brief in Elenvina erhalten und bin sofort aufgebrochen. Die Reise per Kutsche war bald zuende und ich musste ein Flussschiff den Großen Fluss aufwärts nehmen, die Mauris Stolz. Dabei lernte ich ein paar interessante andere Fahrgäste kennen. Einen Schwertgesellen namens Thalian Okenheld, einen gelehrten aber großmäuligen Magier namens Avessandro, eine Jägerin namens Ifirnia und einen Thorwaler Krieger / Söldner namens Hjalmar.

Nach einigen Tagen erfreulich ereignisloser Reise entdeckten wir eines morgens wie ein großer Ast mit einem relativ leblosen Bündel menschlicher Natur den Fluss hinunter trieb. Wir fischten den Mensch heraus und es stellte sich heraus dass es ein kleines Mädchen von etwa 9 Jahren namens Tina war. Die Jägerin und der Magier verarzteten das Mädchen, während der Thorwaler ihr Tee mit Rum einflößte. Unter Tränen bekamen wir von ihr heraus, dass sie von Orks in einem großen Steingebäude in der Nähe gefangen gehalten worden war. Sie erzählte weiterhin dass es noch andere Kinder gab und man ihnen Sachen einflößte und manche von ihnen daran gestorben sind.

Ich verkündete sofort dass wir diese Kinder befreien müssten, und überraschenderweise erklärten sich die anderen Fahrgäste auch bereit mir dabei zu helfen. Das sollte sich noch als Glücksfall herausstellen, da es mir allein wahrscheinlich schwergefallen wäre die Sache zu einem so wohlgefälligen Abschluss zu bringen.

Wir fanden die Stelle, wo Tina in den Fluss gesprungen war und gingen in der Nähe an Land. Wir folgten der Spur des Mädchens bis zu einer befestigten Siedlung die aus einem Turm mitsamt Wohngebäude, ein paar Hütten und einer vier Schritt hohen Palisade bestand auf der auch Wachen patrouillierten. Da wir in der Nähe der Siedlung einen Ork sahen, waren wir erst äußert vorsichtig und haben die Lage ausgekundschaftet. Schließlich sahen wir jedoch keine andere Wahl als offen darauf zuzugehen und uns anzukündigen. Eine rothaarige, gutaussehende Frau die sich als Schwertgesellin vorstellte, begrüßte uns und stellte uns dem Burgherren vor, dem Freiherren von Mauwenstein.

Dieser begrüßte uns mehr oder weniger freundlich und stellte uns seine Gastfreundschaft zur Verfügung. Beim Abendessen war nicht wirklich viel neues zu erfahren, außer dass dort auch noch ein etwas verschreckter Alchemist auftauchte, der irgend etwas von Forschungen über Satinavs Wirken murmelte und bald wieder verschwand. In der Nacht sah ich mich etwas im Haus um und fand im Keller auch ein alchemistisches Labor mitsamt allerlei Getier an dem offenbar Versuche durchgeführt worden sind. Hinter dem Labor war noch ein weiterer, verschlossener Raum aus dem aber tiefe Stimmen zu hören waren, die ich ohne große Schwierigkeit als orkisch interpretierte. Am nächsten Morgen teilte ich meine Erkenntnisse mit den anderen und wir beschlossen erst noch weitere Informationen einzuholen bevor wir weitere Schritte unternahmen.

Thalian führte am Vormittag ein Schauduell mit der ansässigen Schwertmeisterin durch, während dessen der Magier und ich uns im Turm des Freiherrn ein wenig umsahen. Wir fanden dort auch eine Dame, die in einem versperrten Zimmer festgekettet war und die sich nach kurzem Gespräch als die Schwester des Alchemisten herausstellte. Der Freiherr benutzte sie offenbar als Druckmittel um den Alchemisten gefügig zu halten. Wir versprachen sie hier in Kürze herauszuholen und verschwanden wieder bevor wir entdeckt wurden. Unsere Jägerin sprach auch mit der hier ansässigen Jägerin und erfuhr von ihr dass hier tatsächlich Kinder gefangen gehalten wurden, was die Jägerin nicht gutheißen konnte. Ihr Mann war allerdings loyal und deshalb konnte sie bis jetzt nicht wirklich viel dagegen unternehmen. Sie erklärte sich allerdings bereit, ihren Mann für die kommenden Befreiungsaktion außer Gefecht zu setzen und uns eines der Tore zu öffnen. Der Thorwaler stellte zwei der acht Wachen mit Schlaftee kalt und Thalian versprach sich um die Schwertmeisterin zu kümmern.

Wir teilten uns dann in der Nacht in zwei Gruppen auf. Der Thorwaler und der Magier wollten sich unter dem Schutz eines Silentium-Zaubers um den Ork im Verlies mit den Kindern kümmern und die Jägerin und ich würden die Schwester des Alchemisten befreien und den Freiherrn gefangen nehmen. Überraschenderweise gelang uns das mehr oder weniger reibungslos, der Ork wurde vom Thorwaler ohne viel Verletzungen ausgeschaltet und den Freiherrn konnten wir auch ohne viel Lärm gefangen nehmen. Erst als wir übers freie Gelände der Siedlung in Richtung Tor liefen wurden wir von den Wächtern bemerkt, die auch sofort Alarm gaben. Die Orks kamen aus ihrer Hütte, wurden allerdings von Thalian ohne viel Gegenwehr niedergemacht. Die Wachen hielten ihre Bögen gespannt, doch konnten der Magier und ich sie entmutigen, indem wir ihnen erläuterten dass wir ihren Freiherrn bei uns hatten und das ganze Komplott aufgedeckt war. Sie konnten sich wohl selber ausrechnen was die Praioten davon halten würden und ließen uns unbehelligt von dannen ziehen.

Wir machten uns auf in Richtung des nächstgelegenen Dorfes namens Appelgrund, mussten in der Nacht jedoch rasten, auch weil die Kinder schnell erschöpft waren. Gegen morgen hörten wir dann einen aufgebrachten Mob auf den Weg in Richtung des Anwesens derer von Mauwenstein ziehen. Ich trat ihnen entgegen und erklärte dem Vogt, der den Mob anführte was sich zugetragen hatte und wir übergaben den Dorfbewohnern die Kinder. Der Freiherr war zum Bedauern aller in der Nacht offenbar an einem Herzversagen gestorben. Den Alchemisten nahmen wir auf Bitte des Vogts weiter mit um in der nächsten Gerichtsbarkeit zu übergeben, bevor die Dorfbewohner ihn aus Wut und Hass in Stücke rissen. Das taten wir dann auch und ich gehe davon aus, dass wohl der Scheiterhaufen auf ihn wartete.

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