as I scan this wasted land

ich suche einen positiven Ansatz, finde aber keinen … rufen wir die Bannstrahler

Herrliches Fasar! Die Erhabene! Ich wünschte, mein Herr hätte der verdorbenen alten Dame eine Chance gegeben, statt, nachdem wir vom Herrn Ranjok in einer Spelunke am Stadtrand sitzengelassen wurden, die Arme zu verschränken und zu jammern, dass ihm heiß sei. Die Baroness war ebenfalls sehr an der Stadt interessiert, aber es wurde dann beschlossen, dass sie und der Signorino mit der Besichtigung warten würden, bis Andaryn und ich mit etwas leichterem Gewand zurück waren, damit die Hitze die Herrschaften nicht so quälte, und sie auch weniger auffielen. Und natürlich auch damit mein Herr nicht in den Farben irgendwelcher Erhabenen umherstolzierte, die wohl sehr empfindlich darauf reagierten, wenn man sich ihre Hausfarben aneignete. Schlimmer als Imman.

Andaryn und ich machten uns noch in der Mittagshitze durch die scheinbar leeren Straßen auf, Kleidung und eine angemessene Unterkunft zu suchen, und ließen die Baroness und den Signorino in der Obhut eines Mannes des ‚Fürsten‘, sowie in der angenehmen Gesellschaft ihres neuen Bekannten, eines jungen Mannes aus Festum, der sich als „Vito Bornski, Mann von Stand und Vermögen“ vorstellte. War wohl auch von seinem Magier sitzengelassen worden.

Es war schon schwierig genug, das Gasthaus zu verlassen, ohne sich direkt zu verpflichten, irgendeinen Verwandten des Wirten (Schneider, oder vielleicht doch Barbier?) aufzusuchen. Natürlich gingen wir sofort in den engen Gassen verloren. Erst mussten wir durch eine Horde Bettler waten, dann wollte sich ein gruseliger Mann unserer bemächtigen, sofort danach wurden wir von einem ehrlichen Gesicht hereingelegt. Als der „ehrliche“ Knabe sich flugs über die Dächer mit unserem Geld davonmachte, folgte ich ihm, verlor ihn jedoch nach dem dritten Schornstein wieder. Als ich zurückkam, hatte sich Andaryn in typischer Andaryn-Manier ausgerechnet irgendwelche Bannstrahler aufgegabelt, und machte gerade Anstalten, hinter ihnen herzulaufen wie ein … Nostrianer.

Da mir wenig anderes übrigblieb wenn ich Andaryn nicht in Fasar verlieren wollte, folgte ich den großen Blechdosen und ihrem Bewunderer. Es ist eigentlich sehr angenehm, im Schlepptau von Bannstrahlern zu gehen, sie ziehen so eine Schneise durch die überfüllten Basare dass es eine Freude ist. Ich merkte mir einige gute Stände mit Kleidung und beschloss, später zurückzukehren. Irgendwann ging es dann eine lange Treppe hinauf, und die Bannstrahler führten Andaryn auf eine Art Pfad, der wohl nur ihnen und den Erhabenen vorbehalten war. Als ich versuchte, nachzuschleichen, wurde ich von den Wachen aufgehalten und war eine Weile so richtig in Schwierigkeiten (habe ich schon erwähnt dass ich eine sehr untalentierte Tänzerin bin?), bis Phex wohl genug über mein Missgeschick gelacht hatte und mir eine Erlösung in Gestalt des Offiziers dieser beiden Komiker schickte, die sich einen Spaß daraus gemacht hatten, mich zu bedrängen. Während der Offizier schimpfte, schlüpfte ich weg und machte mich auf den Weg zum Basar – Andaryn musste alleine zusehen, wie er zurechtkam. Außerdem hatte er ja Kindermädchen.

Ich merkte bald, man sollte sich als Frau möglichst nicht alleine in Fasar herumtreiben. Nachdem ich erfolgreich um Kleidung gefeilscht hatte – ich sage ja, Fasar ist lustig – machte ich in einem von einem Propheten verursachten Stau sofort die Bekanntschaft eines Mannes mit Bart, der mir sehr penetrant helfen wollte, meine Einkäufe zu tragen. Als ich ihn abgewimmelt hatte, ging es endlich weiter bis zur nächsten verstopften Gasse. Hier war ein Mann dabei, seine Tochter grausam zu verprügeln, weil sie „Männern schöne Augen gemacht hätte“. Die Leute starrten, dann zerstreute sich die Menge, und ich stand da alleine mit einer halb ohnmächtigen jungen Frau, die aus dem Mundwinkel blutete und deren Gesicht so zugeschwollen war, dass man kaum erkennen konnte, wie hübsch sie eigentlich war. Ich weiß nicht wie lange ich gebraucht habe um mir ein Herz zu fassen und ihr zu helfen – es hat wohl länger gedauert. Schließlich heuerte ich zwei Jungs an, die sich auf der Straße um einen Schekel prügelten, sie zum Rahjahaus zu tragen. Wir machten unseren Weg durch ein gruseliges, verkommenes Viertel das früher wohl ein großes Hippodrom gewesen war und kamen auf der anderen Seite in einem Stück heraus. Unterwegs hatte uns ein finsterer Mann angeboten, sie uns abzukaufen. Ich übergab die Kleine samt ihrer ausgeschlagenen Zähne dem Tempel und bekam Fußmassagen und andere Verlockungen als Belohnung angeboten, doch die Zeit drängte – ich musste meine Einkäufe endlich meinem Herren liefern, deshalb musste ich mit Bedauern absagen und die Belohnung verfallen lassen.

Dafür habe ich vor dem Tempel einen Ferkina mit angespitzten Zähnen kennengelernt, und wir schlossen einen Handel ab – ich lieferte für ihn eine Botschaft im Tempel ab und er brachte mich dafür sicher zum Gasthaus. Unterwegs hat er noch einige Hände brechen müssen, die nach meiner Geldbörse griffen, aber er schaffte es, mich noch rechtzeitig und sicher abzuliefern.

Im Gasthaus warteten die anderen auf mich, auch Andaryn, den die Bannstrahler wohl erst einmal im Praiostempel abgeliefert hatten. Von dort aus hatte ihn ein junger Laienpriester übernommen und ihn der Baroness retourniert. Letzterer saß nun etwas verschüchtert am Tisch, wobei er es kaum wagte, die Baroness und den Signorino anzusehen, weil sie ja „was Besseres“ sind. Vor allem wahrscheinlich auch deshalb, weil die Baroness und der Signorino wieder mal in ihre übliche Art von Streit verwickelt waren – mein Herr machte Andaryn gerade lang, weil er mich „verloren“ hätte und die Baroness verteidigte ihn. Mein Auftauchen beendete den Streit mehr oder weniger effektiv, auch wenn ich mich sofort verpflichtet fühlte, Andaryns Dummheiten mit den Bannstrahlern herunterzuspielen.

Ich hatte leider keine gute Nachricht bezüglich des Hotels, dafür Andaryn – wir sollten noch heute Abend ins Hotel „Zur Sonne“ umsiedeln. Während die Baroness sich umzog, wurde uns ein Taschentuch für den Signorino de Tounens geliefert, und da erfuhr ich, dass der Signorino während meiner Abwesenheit auf dem Abort überfallen worden war und sein Taschentuch gestohlen wurde. Nun wurde es von dem Mann des ‚Fürsten‘ zurückgebracht, inklusive der Zugabe – dem Ohr des Diebes. Mein Herr war etwas ergrimmt darüber, so schien es mir, dass ich das Ohr nicht direkt wegwerfen wollte – nur was sollte ich machen, vor den Augen der Leute die das Ohr geliefert haben schien es mir etwas unhöflich, es in den Kanal zu werfen. Außerdem war ich mir nicht sicher, ob man Ohren nicht auch borongefällig begraben müsste. Das sind Fragen, die ich noch klären muss. Und das ist nur ein Beispiel von Dummheiten, auf die mein Herr sich einlässt, wenn ich nicht da bin, um auf ihn aufzupassen.

Wir machten uns auf zum Hotel, und nachdem wir eingezogen waren, tat mein Herr kund, dass er gedächte, am nächsten Morgen nach Floeszern zu reisen, um dort ein Schiff zu finden, das uns nach Khunchom bringen würde. Die Baroness tat daraufhin kund, sie würde nun in ein Badehaus gehen und überdies, so meinte sie, würde sie am nächsten Tag Fasar besichtigen. Daraufhin murmelte mein Herr noch etwas das sich anhörte wie „eine grässliche Stadt“ und „viel zu heiß“ und verzog sich in sein Zimmer. Wenn ich mir das so anhöre und überlege, dass das von meinem Herren in höchsten Tönen gelobte Belhanka eigentlich südlicher als Fasar liegt, wundert es mich eigentlich nicht dass ich ihn im nördlichen Grangor kennengelernt habe und ihm dann ausgerechnet nach Nostria gefolgt bin – er scheint es nördlich und rustikal zu mögen. Kein Wunder dass er es so eilig hat, dorthin zurückzukehren.

Der Abend fing damit jedoch erst an. Der gute Laienpriester lud Andaryn, mich und den Mann aus gutem Haus, Herrn Bornski zu einem Glas Dattelwein ein. Daraus wurden noch eins oder zwei mehr, als plötzlich ein junger Mann, eigener Aussage nach Geselle des Kupferschmieds und Sohn eines Mannes der Teppiche besaß in die Gaststube hineinplatzte und ausgerechnet mir seine ewige Liebe schwor. Gleich darauf forderte er alle Männer am Tisch zum Duell heraus. Einen Moment lang sah es so aus, als würde Herr Bornski ihm den Gefallen tun. Als der Geselle sich sicher war, dass keiner der anwesenden Herren einen Anspruch auf meine Hand erhob, schlug er mir vor, mit ihm durchzubrennen. Ich berief mich auf meinen „Bruder“ Andaryn, und der junge Kerl fing sogleich an, mit ihm meinen Brautpreis auszuhandeln. So ging es eine Weile, bis ihm klar wurde, dass da auch ein „Herr“ irgendwo im Haus schlief, den man ebenfalls fragen könnte, ob man mich heiraten dürfte. Dies befeuerte ihn, und gleich darauf wurde der ganze erste Stock durch betrunkenes Lallen geweckt. Mein Herr beförderte den enthusiastischen jungen Mann übellaunig wieder nach unten. Zum Glück war die Baroness zu dieser Stunde noch nicht anwesend, sonst wäre mir das sehr peinlich gewesen.

Irgendwann kehrte doch Ruhe ein, wir gingen alle schlafen und vereinbarten, dass man uns zum Praiosgebet wecken würde, denn Andaryn und die Baroness wollten was für ihr Seelenheil tun. In der Früh kam kein Weckruf, und erst das Geläut des Tempels weckte uns. Andaryn und die Baroness huschten schnell zum Tempel und hörten sich die (wohl gelungene) Morgenpredigt an. Mein Herr, anders als ich ausgeschlafen und aufgekratzt, beschuldigte mich des Trödelns während ich packte, und machte sich auf, sein Pferd zu satteln. Als es klar wurde, dass sein Sattel verschwunden war, machte er alle nervös, bis Andaryn und die Baroness wieder aus dem Tempel zurück waren – Andaryn hatte den Sattel in seinem Zimmer zur Reparatur. Daraufhin entspannte sich eine Diskussion zwischen der Baroness und dem Signorino. Da ich aus Erfahrung wusste dass solche Diskussionen etwas dauern könnten, beschloss ich zum Phextempel zu huschen und dem Herren Phex meine Aufwartung zu machen. Wir hatten nämlich auf unserem Weg am vorigen Abend die Kuppel des Tempels im Mondlicht silbern glitzern sehen. Wenn das keine Einladung ist, weiß ich auch nicht.

Als ich zurück war, musste ich feststellen dass meinem Herren wohl nichts mehr an meiner Gesellschaft lag, denn er war aufgebrochen, ohne auf mich zu warten, obwohl ich ihm eine Notiz zurückgelassen hatte, dass ich bald zurück sein würde. Also beschloss ich, mich mal bei der Baroness zu erkundigen, wie es wohl weitergehen würde.

Die Baroness hatte gestern Abend nach dem Badehaus wohl ein Mädchen kennengelernt, deren Onkel, Herr Reto, nun in der Gaststube vor der Baroness Freudentränen darüber weinte, dass sie zugestimmt hatte, sich seines Problems anzunehmen. Anscheinend saugte jemand in seinem Dorf Baruq’Tah das Blut der Schafe aus. Ich weiß, man wird sich jetzt fragen, warum interessiert es die Baroness wenn jemand in Baruq’Tah die Schafe aussaugte? Sie hat wohl in den Landen ihrer Vorfahren einen Sinneswandel erfahren, und hat angefangen, sich für Angelegenheiten von Bauern zu interessieren, die bisher (im Mittelreich) nicht im Entferntesten an ihr Herz gerührt haben. Ich finde das lobenswert.

Also reisten wir nach Baruq’Tah. Dort gab es noch 12 Schafe (drei waren tot und Teile davon wurden uns serviert) und 127 Leute, sowie ein Weingut und einen Magierturm in der Nähe. Die Baroness pflegte die Theorie, dass es ein Vampir gewesen sein musste. Wollen wir eigentlich ein Schaf essen, das von einem Vampir getötet wurde? Ich denke nein. Trotzdem wollten die Leute nicht einsehen, dass sie das Schaf am besten verbrennen sollten statt es uns köstlich mit Couscous und Gemüse zu servieren. Das beste dämonische Gericht das ich je hatte. Bleh. Zum Schaf gab es noch Unterhaltung: ein alter Haimamud erzählte uns die Geschichte von Bortrobun und der Urne, und wie ein Dämon unter großen Anstrengungen und Opfern von einem Borongeweihten in eine Urne gesperrt wurde, die noch heute in Fasar aufbewahrt wird. Die Baroness beschloss am Ende des Abends, am nächsten Tag einen Besuch beim Magier zu machen und ihn zu fragen, was er davon hielt dass ein Vampir in Baruq’Tah sein Unwesen trieb.

Die Baroness machte also einen Besuch beim Magier auf und es fielen ihr einige Dinge auf: Der Meister selbst war ein alter, alter Mann, der zeitweise sehr klar war, oft aber nicht wirklich ansprechbar. Sein ehemaliger Lehrling, ein Mann in den Fünfzigern, reagierte etwas allergisch darauf dass die Baroness darauf bestand, mit dem Meister zu sprechen und den älteren Herrren Magier meinte. Andaryn bemerkte einen kleinen roten Tropfen auf dem Hemd des alten Mannes, und irgendwie entdeckten sie auch, dass er schmutzige Füße hatte, als ob er barfuß spaziert wäre. Der jüngere Magier, Herr Balthasar von Baruq’Tah komplimentiere uns schließlich hinaus, was uns auch recht war. Beim hinausgehen kam uns Perjine entgegen, Retos Tochter, die das Abendessen für die Magier aus dem Dorf brachte. Herr Bornski griff aus irgendwelchen Gründen gutgelaunt nach dem Deckel und probierte zu jedermanns Entsetzen einen Schluck von dem Eintopf. War wohl nicht vergiftet, denn er blieb aufrecht stehen. Komische Sitten haben sie im Bornland.

Bei schwindendem Tageslicht suchte Andaryn nach Spuren von bloßen Füßen, die vom Turm wegführten, und fand auch welche. Sie führten auch wirklich zur Schafsweide, wo die Schafe umgekommen waren, um dann in einer verwirrenden Schleife wieder zum Turm zurückzukehren. Es war wohl doch der alte Magier gewesen, der sich an den Tieren vergriffen hatte. Aber wieso? Und wie? Er war mindestens hundert Jahre alt – zumindest sah er so aus – und so krank, dass sein ehemaliger Schüler sich um ihn kümmern musste.

Wir beschlossen, die Nacht abzuwarten und Beweise zu sammeln. Herr Bornski machte sich auf, Nachtwache zu halten, während wir anderen meinten, es sei genug, den drei-Tages-Rhythmus abzuwarten, in dem die Schafe bisher umgekommen waren. Als wir aufwachten, waren alle Schafe wohlauf und vollzählig anwesend, bloß die Tochter von Reto, die gestern das Essen zum Turm gebracht hatte war fort. Das Schlimmste fürchtend, machten wir uns gemeinsam mit den Bauern auf die Suche – Andaryn ritt sogar voraus zum nahegelegenen Weingut, um sich nach ihr zu erkundigen. Sie blieb verschollen.

Andaryn und ich überlegten bereits, ob wir die Dörfler anstacheln sollten, mit Mistgabeln und Fackeln zum Magierturm zu marschieren, oder ob wir doch lieber die Bannstrahler abwarten sollten. Schließlich meinte die Baroness, es wäre wohl am einfachsten, zum Turm zu gehen und die Magier direkt zu fragen ob sie was damit zu tun hätten. Also taten wir das.

Das Mädchen war auch im Turm nirgendwo zu sehen. Magister Balthasar war erst ungehalten dass wir ihn stören, aber schließlich knickte er ein und meinte, es wäre wohl sein Meister gewesen. Er erzählte uns irgend etwas von des Meisters langlebiger Katze und ich gebe gerne zu, ich habe nichts verstanden. Dann deutete er auf die aufgeschlossene Urne unter dem Bett des alten Mannes. Anscheinend hatte der Neunzigjährige irgendwann die Urne aus dem Borontempel in Fasar geklaut und sie bei sich zuhause gelagert, um seine Katze unsterblich zu machen. Logisch. Nun war aber in der Urne ein grässlicher Dämon gefangen, der, statt des Magiers Begehr zu erfüllen, den Magier besessen hatte. So war der alte Mann des Nächtens unterwegs, um Schafe auszusaugen. Da dem Dämon der alte Körper wohl nicht behagt hatte, war er am Abend auf das Mädchen übergesprungen, und sie war nun verschwunden.

Aus irgendwelchen nicht ganz ersichtlichen Gründen meinten wir sofort zu wissen dass der Dämon das Mädchen zum Tempel treiben würde, und ritten nach Fasar zurück, um unsere Theorie zu überprüfen. Und tatsächlich, in einer Seitengasse, in der sich der Eingang zum nun etwas heruntergekommenen Tempel befand war das Mädchen. Sie saß auf der Brust eines gefällten Geweihten und fauchte uns an. Dann stand sie auf und versuchte, in den Tempel zu gehen. Mir ist nach wie vor nicht ganz klar warum der Dämon in Perjines Haut nicht einfach das Weite gesucht und Tempel gemieden hatte, aber ich denke es ist ganz gut, dass der nicht gar so von Hesinde gesegnet war. Da das Mädchen die enge Gasse versperrte und wir dem Dämon keine Gelegenheit bieten wollten, in einen von uns überzuwechseln, kletterte ich mithilfe eines Seils an der Wand entlang in den Tempel hinein. Unterdessen suchten sich Andaryn und Herr Bornski einen Tisch, um sich vor den Händen des Mädchens zu schützen und sie gleichzeitig in den Tempel zu treiben. Fragt nicht …

Ich war schließlich im Tempel und machte mich bereit, Perjine mit einem Lasso einzuholen als sie sich plötzlich fast unnatürlich reckte und Andaryn berührte. Seine Augen weiteten sich, dann verschwand Andaryn aus dem grünen Blick und wurde von jemand – etwas – anderem ersetzt. Ich warf ein Lasso über ihn und zog ihn zu mir heran. An der Tür streckte er die Arme aus um mich daran zu hindern, ihn weiterzuziehen, doch dann zog er die Arme für einen Moment wieder ein – da hatte Andaryn wohl für einen Moment die Überhand gewonnen. Der kleine Moment reichte. Ich zog den Dämon hinein und der geweihte Boden des Tempels tat sein übriges. Ich musste zusehen, wie Andaryns Körper hin- und hergeworfen wurde, wie unmenschliche Laute seinen Mund verließen, und wie der Dämon sich schließlich durch Andaryns Haut brannte. Er rührte sich lange nicht, schien auch nicht zu atmen.

Die Baroness brachte den Borongeweihten wieder zu Sinnen, und er erteilte Andaryn einen Heilungssegen, der ihm half, sich wieder etwas aufzurichten. Wir brachten ihn ins Hotel „Zur Sonne“ und pflegten ihn so gut es ging. Her Bornski brachte Perjine zurück in ihr Dorf und wurde dort wohl wie ein Held gefeiert. Die Baroness berichtete es uns als sie aus Baruq’Tah zurückgeritten kam. Sie hatte dort von Magister Balthasar einen wertvollen alten Folianten bekommen, dessen Erlös die Kosten für Andaryns Behandlung decken sollte.

Einen Tag später brachen wir nach Floeszern auf, wo wir hofften, Nachricht von meinem Herren zu bekommen, der wohl ohne uns nach Khunchom gereist war. Zu unserer Überraschung und Freude war er noch da. Anscheinend hatte er einige Damen kennengelernt und sie dann, hm, noch näher kennengelernt. Als er wieder nüchtern war, erfuhren wir dass er nicht nur für sich eine Passage auf einem Schiff gebucht hatte, sondern auch noch für eine Dame, die er, hm, kennengelernt hatte – fragt sich nur wie gut. Habe ich schon erwähnt was er alles anstellt wenn ich nicht da bin, um auf ihn aufzupassen?

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