as I scan this wasted land

der Wert meines Lebens – schon wieder gefallen

Wie bereits erwähnt, fanden wir am 17. Travia meinen Herren in Floeszern, wo er gerade in der Karawanserei mit sich und der Welt haderte, weil sein Kopf niederhöllisch schmerzte von den letzten drei Tagen, in denen er wohl ziemlich viele Sachen angestellt hätte, die allesamt mit rahjagefälligen Vergnügungen zu tun hatten. In seinem Leiden verlangte er nach einem Barbier und nach drei weiteren Schiffspassagen für uns, wobei es hieß, er hätte bereits zwei. Da uns sogleich auffiel, dass dies eine Passage zuviel wäre, machten wir ihn darauf aufmerksam, doch er beharrte darauf, dass wir drei Passagen kaufen sollten. Gleich darauf kam eine üppige, etwas ältere Wüstenblume des Weges und bescherte uns eine dramatische Darbietung. Anscheinend, so sagte sie, hätte mein Herr ihr eine Passage und die Ehe versprochen. Mein Herr schien sich an nichts weiter über die Identität seiner zusätzlichen Begleitung zu erinnern, also meinte er, dies wäre sie wohl. Das mit dem Heiraten jedoch müsse warten. Bald darauf brach sie aus nicht weiter ersichtlichen Gründen zusammen, stammelte etwas von Ehre und Gnade und lief heulend weg. Ich würde auch heulend weglaufen wenn ich so einen Menschen heiraten müsste wie den Signorino, aber da sie vorher behauptet hätte, sie wäre ihm in Liebe zugetan oder etwas dergleichen, kam ihr Abgang doch etwas überraschend.

Dafür stellte sich die eigentliche Reisebegleitung ein und stellte sich als Isora Eisner vor. Die Dame roch sehr nach Nordmarken und meinte, sie hätte in Ferdok die Braukunst erlernt. Eine Gesellin unterwegs also. Sie hatte ein ansehnliches Gesicht, entsprach also durchaus dem des Signorino Beuteschema. Ich war mir jedoch nicht sicher, ob er ihrem Beuteschema entsprach. In anderen Worten: Haben Leute aus Nordmarken ein Beuteschema? Er hatte sie sich wohl noch aufheben wollen, und um sicherzustellen dass sie noch da wäre um ihm die Gelegenheit zu geben sie zu erobern, hatte mein Herr sie kurzehand mit auf die Reise nach Khunchom eingeladen, und aus irgendwelchen Gründen (ich tippe auf Sparzwang) hatte sie zugesagt. Vielleicht ahnte sie auch nichts von den niederen Absichten meines Herren, obwohl mir nicht ganz klar war, wie man meinem Herren keine niederen Absichten ansehen kann – er besteht doch fast nur aus niederen Absitchten – auch wenn er es bestreiten würde.

Da mein Herr es wünschte, machte ich mich auf die Suche nach einem Barbier, den ich auch fand. Ich beschloss, mit ihm und seinem Freund das Ende der Mittagshitze abzuwarten, und die Beiden ließen daraufhin eine Pfeife mit irgend etwas Lustigem darin kommen und spielten Weiße und Rote Kamele. Als es kühler wurde, kamen wir gemeinsam zurück zur Karawanserei, wo mein Herr sich rasieren und frisieren ließ. Der Barbier erzählte und kümmerte sich um sein Gesicht, und danach schien er noch hübscher zu sein als sonst. Sogar die gerade dazugekommene Baroness ließ sich überzeugen, sich die Haare machen zu lassen, und auch Fräulein Isora. Irgendwie schien der Barbier jedoch etwas Ungebührliches gesagt zu haben, denn sie fühlte sich bemüßigt, ihn hochkant hinauszuwerfen, was dann meinen Herren im Gegenzug dazu bewog, ihm ein großzügiges Trinkgeld zu spendieren. Daraufhin ging die Baroness ein Kopftuch aus Seide kaufen.

Der Kapitän des Schiffes auf dem wir abreisen wollten ließ am Abend Tänzerinnen und Musiker kommen, um seine Gäste zu begrüßen und standesgemäß zu begrüßen. Der Signorino und Fräulein Isora ließen es sich bei einer Wasserpfeife gutgehen und kippten irgendwann um. Die Mannschaft reichte einen getrockneten Kaktus herum und kaute darauf. Andaryn und ich verzichteten. Ich fragte bei den Tänzerinnen nach, wie die Edelsteine in ihrem Nabel befestigt waren, und fand heraus, dass die meisten mit Harz festgeklebt wurden. Eine davon hatte einen durchgestochenen Nasenflügel, in dem eine Art winziger Edelsteinohrring steckte. Ich überlegte, ob ich das auch in Rashdul machen lassen sollte. Mein Herr, mit dem ich diese andauernde Diskussion hatte, wer denn nun wen im Stich gelassen hatte meinte am nächsten Morgen, es würde mir nicht stehen. Zum Glück muss ich ihn nicht fragen ob ich mir Löcher durchs Gesicht stechen lassen darf oder nicht. Irgendwann gingen wir schlafen, und am nächsten Tag, dem 18. Travia liefen wir aus. Ich machte das Ohr des Diebes aus Fasar dem Gadang zum Geschenk.

Die nächsten Tage reisten wir. Andaryn behauptete, ein Krokodil und einen Mhanadiwürger gesehen zu haben. Wir passierten einen Wasserfall durch einen (angeblich von Djinnen) gemachten künstlichen Kanal seitlich des eigentlichen Flusses. Die Dörfer zogen vorbei. Mein Herr ließ sich in Jindir ans Land rudern und ging in den Tempel. In Darja meinten Andaryn und Fräulein Isora, sich mit Amuletten gegen alles mögliche eindecken zu müssen – Ertrinken, gelbe Heuschrecken … nur gegen Blödheit gibt es leider kein Amulett. In einer der Nächte meinte mein Herr, von Fräulein Isora – die schien durch ihre Weigerung, sich rahjagefällig mit ihm zu vergnügen eine Art Besessenheit in ihm ausgelöst zu haben – jedenfalls meinte er, von ihr gerufen zu werden und fand sich in ihrem Zimmer wieder. Sie wachte auf und veranstaltete einen Radau, dann wachte ich auf und stellte mich im Schatten hin, um die Szene zu beobachten. Mein Herr ging schließlich verwirrt davon – sie behauptete nämlich, ihn nicht gerufen zu haben – und sie bemerkte, dass sie beobachtet wurde. Sie beschloss, mir hinterher zu rennen und legte einen gelungenen Fall über einige Taue und Kisten hin. Ich wäre gerne dageblieben um über sie zu lachen, aber ich dachte es sei sicherer, sich in die Hängematte zu verkrümeln und so zu tun als schliefe ich.

Am nächsten Tag hatte die Baroness beschlossen zu angeln und fing tatsächlich einen Fisch. Der Koch – übrigens ein eher netter Bornländer – machte ihr ein Gericht daraus. Mein Herr wunderte sich über Fräulein Isoras Verhalten von gestern Nacht, und diese machte mir ein Angebot, bei ihr im Zimmer zu schlafen. Das war so gekommen: Andaryn war ja in Fasar schwer verletzt worden als der Dämon aus ihm ausgetrieben wurde. Wir verkauften den Folianten von Balthasar von Baruq’Tah an so ein Schlitzohr und legten noch ein-zwei Piaster darauf, um seine Brandnarben wieder heile zu kriegen. Der Medicus gab uns eine Salbe und meinte, wir müssten Andaryn zwei Wochen lang damit einschmieren, um die Brandnarben wieder zu heilen. Natürlich war das Einschmieren von Narben mir zugefallen. Was soll ich sagen – aus irgendwelchen Gründen habe ich gemeint, den armen Andaryn überreden zu müssen, ohne Hemd herumzulaufen, damit die Salbe nicht vom Stoff abgerieben wurde. Der Gute hat ja dieses thorwalsche Hautbild und Muskeln – was soll ich sagen – ich bekam Hitzewallungen. Um ihn nicht unnötig in Verlegenheit zu bringen indem ich mich ihm ungebührlich näherte, bat ich ihn mir eine zu scheuern wenn er glaubte, mein Salbe-Einschmieren würde zu intensiv werden. Da er aber meinte, ich könnte ihn so intensiv einreiben wie ich möchte, sprach ich erst einmal in meiner Not mit dem Signorino – der sich rundweg weigerte, Andaryn einzuschmieren – und dann mit Fräulein Isora. Diese wollte ihn auch nicht einschmieren, aber sie meinte, wenn ich bei ihr schliefe um den Herren de Tounens daran zu hindern, noch einmal nachts neben ihr zu stehen während sie schlief, würde sie dafür aufpassen, dass ich Andaryns Tugend nicht gefährdete. Gibt es eine geeignetere Person, um auf jemandes Tugend aufzupassen als eine Nordarkerin? Ich denke nicht.

In Belew, dem nächsten Hafen, war die Mannschaft unruhig, und sie erzählten eine lange Geschichte von Murak-Horas, den bosparanischen Kaiser, der in Belew die Furt mit seinem Blut purpurn gefärbt und damit vergiftet hätte. Sie sagten, es gäbe Geister in der Luft und die wären heute nacht wegen zweier anwesender Bosparaner (damit meinten sie meinen Herren und mich) wohl unruhig. Einen Moment wunderte ich mich dass sie nur zwei statt drei Bosparaner erwähnten, doch dann fiel mir ein, dass die Baroness ja tulamidischer Abstammung war und nun durch ihre Kleidung auch ganz so aussah als wäre sie hier aus der Gegend. Deshalb nur zwei – der Signorino und meine Wenigkeit.

In Samra wollten wir auf dem Schiff übernachten und am nächsten Tag ein anderes Schiff nach Khunchom erwischen. Mitten in der Nacht weckte mich eine Stimme auf, die Verlockungen in die Luft flüsterte – aus irgendwelchen Gründen verstand man, dass sie an meinen Herren gerichtet waren. Die Stimme schien von Fräulein Isora zu kommen, aber ihr Mund bewegte sich nicht. Ich gebe zu, ich war etwas erschrocken, und als dann jemand ins Zimmer kam, der meinem Herren ähnlich sah – aber ich konnte in dieser gruseligen Nacht nicht sicher sein dass er es auch wirklich war – drohte ich der Erscheinung gleich zweimal an, sie mit meinem Dolch durch den Stiefel auf dem Boden anzunageln. Die Stimme kehrte immer wieder zurück wenn das Bildnis meines Herren nicht in Sichtweite war, und ich hielt es nicht aus, weiter mit gezogenem Dolch in der Ecke zu sitzen, also schlüpfte ich ins Zimmer meines Herren, der übellaunig meinte, ich hätte ihn mit einem Dolch bedroht. Was sich dieser Mann alles einbildet? Ich habe eine Erscheinung bedroht, doch nicht ihn! Jedenfalls kam er mit und fing direkt im Eingang des Zimmers von Fräulein Isora an, sich mit mir zu streiten. Dadurch wachte sie auf und fragte lauthals, was das solle – er in ihrem Zimmer. Dadurch wachte – schlimmer noch – die Baroness auf, die dann demonstrativ in meine Hängematte neben Andaryns in den Manschaftsquartieren umzog.

Nach all dem Drama konnten wir jedoch Fräulein Isora überzeugen, dass wir Stimmen hörten – und das liest sich jetzt bestimmt schlimmer als es eigentlich war – und sie stimmte einer Durchsuchung ihrer Kabine zu. Wir suchten jedoch vergeblich, bis ihr einfiel, dass der Signorino ihr in Floeszern einen Spiegel geschenkt hatte. Und tatsächlich, der Spiegel war es, der die Worte in die Nacht flüsterte. Daraufhin gab sie meinem Herren sein Geschenk zurück. Um diese elend lange Geschichte abzukürzen – im Spiegel war ein Djinn mit einem freien Wunsch gefangen, und dieser hatte aus irgendwelchen Gründen nur meinen Herren angesprochen. Wohl weil er so hübsch ist. Oder etwas ähnlich Hirnverbranntes.

Am 22. Travia stiegen wir auf ein größeres Schiff um, das uns nach Khunchom brignen sollte. Ich machte mir Sorgen, was wir wohl dem Signorino zum Geburtstag verehren sollten, und er meinte, er würde nichts wollen. Dafür sahen wir Borbra, die Geburtsstätte des Borbarad. Die Reise ging weiter, meine Wallungen wurden schlimmer, doch zum Glück erwies sich Fräulein Isora als zuverlässige Anstandsdame, und Andaryns Tugend blieb (derweil) unangetastet. Bald danach meinte der Kapitän eines Abends, eine Feier zu Ehren seiner Gäste veranstalten zu müssen, und lud Tänzerinnen und Musiker ein. Es gab berauschende Getränke und Rauchware, und aus zuverlässiger Quelle weiß ich dass die Baroness nach einem Zug zuviel aus einer Wasserpfeife anfing, Marzipanblättchen aus dem sinnlichen Mund der barbusigen Tänzerin mit der Zunge herauszufischen. Derweil fielen Fräulein Isora und der Signorino ebenfalls einem Rausch zum Opfer und waren nicht mehr wachzukriegen. Deshalb brachten Andaryn und ich sie erst einmal im Bett. Das heißt, wir deponierten sie aus Spaß beide im Bett des Signorino, da er so erpicht darauf war mit ihr aufzuwachen und sie so erpicht darauf, genau das zu vermeiden.

Am nächsten Morgen hatten wir bei der Frühstückslieferung viel Spaß dabei zu beobachten, wie Fräulein Isora erst leise wie eine Katze versuchte aus der Kabine des Signorino zu schleichen, um sich dann aus irgendwelchen Gründen umzudrehen und eine Diskussion anzufangen über irgendein Grinsen, das er sich wohl nicht hatte verkneifen können. Da Andaryn und ich sie beide angezogen im Bett deponiert hatten und sie nun auch angezogen wieder herumstritten, konnten wir mit ziemlicher Sicherheit annehmen dass da nichts los gewesen war. Ihnen zuzuschauen wie sie ihre Unsicherheiten ausstritten war allerdings sehr lustig. Andaryn schien sich zu einem zuverlässigen Partner in Sachen Unfug zu entwickeln – ob die dämonische Besessenheit Spuren hinterlassen hatte? Ein Ausflug nach Punin um sich an der Akademie untersuchen zu lassen scheint sowohl für ihn als auch für meinen Herren eine immer interessantere Option zu sein.

Und dann, um meinen Morgen abzurunden, schlich sich die Baroness zerzaust aus dem Zimmer des Kapitäns in ihre Kajüte. Wieso sollte ich eigentlich weiter darauf achten, Andaryn nicht in Bedrängnis zu bringen? Er ist das nördlichste, tätowierteste, was ich derzeit an Thorwaler-Placebo bekomme. Ach, ich rede auch nur Unsinn. Ich sollte ihn mit seiner Salbe einschmieren.

Irgendwann kriegte sich die Baroness nach ihrer Eingeschnapptheit von der Nacht des großen Dramas mit dem Spiegel wieder ein – wir erinnern uns, sie war in meine Hängematte umgezogen – und übersetzte meinem Herren die Inschrift auf dem Spiegel mit dem Djinn. Da stand Mahmud ibn Dajin, Rashdul darauf, wohl eine Art Adresse.

Am 26. Travia erreichten wir Mherwed, novadische Stadt und Sitz des Kalifen. Da der Kapitän vorhatte, bis zum 28. Travia im Hafen liegen zu bleiben, beschlossen wir, uns ein bisschen herumzutreiben. Mein Herr gewährte mir einen freien Tag, und Andaryn wurde auch, nachdem ich ihm das Konzept des „freien Tages“ erklärt hatte, für einen Tag von der Arbeit befreit. Wir nahmen Fräulein Isora mit und trieben uns in der Stadt herum. Dort erfragten wir mit einigen Schwierigkeiten den Weg zum Basar, und fanden uns daraufhin auf einem Platz, auf dem ein schönes, großes Gebäude stand. Fräulein Isora meinte, sie wäre an anderen Kulturen interessiert und rannte in das Gebäude hinein. Es war ein Tempel des Rastullah, und sie hatte dort wohl eine sehr interessante Unterhaltung mit einigen Mawdliyat. Sie kam recht erhitzt wieder heraus als sie mit dem Tempel und wir mit unserem Kebab fertig waren. Geschenke für meinen Herren fand ich nicht wirklich, dafür gab es gutes Straßenessen – Fräulein Isora misstraute ihm – und unterhaltsame Szenen. Die Stadt hatte keine Zinken auf den Häusern – was mich sehr verunsicherte – dafür war sie sauber. Die Leute waren etwas humorlos. Sie schienen sich jedoch zu beruhigen wenn sie merkten, dass wir zwei Frauen (sicherheitshalber verschleiert) in der Begleitung eines Mannes unterwegs waren.

Auf dem Basar hatte ich ein- oder zwei Geschäfte zu erledigen. Es war nicht so unterhaltsam wie in Fasar, aber man konnte Glas- und Porzellangefäße kaufen, die woanders in Aventurien ein Vermögen wert wären – sofern man sie unbeschadet hinbringen könnte. Am Abend gingen wir dann dorthin, wo es alle Fremden in der Stadt hinzuziehen schien -zum einzigen marginal unterhaltsamen Ort in der Stadt – der Karawanserei. Dort lernten wir einen abgestürzten yaquirischen Adeligen kennen, der uns gegen ein Abendessen mit der haarsträubenden Geschichte von Nedime, des Kalifen Tochter unterhielt.

Die Prinzessin war wohl von Sultan Hasrabal ben Yakuban von Gorien vor ungefähr einem Jahr entführt worden, um ihren Vater zu zwingen, Krieg gegen Aranien zu führen. Der Kalif schickte Djinne und ganze Stämme von Novadis hin um sie ihm wieder zu beschaffen, jedoch schaffte es keiner. Inzwischen überlegte der Kalif – so unser neuer Bekannter – Ungläubige zu bitten, sie zu befreien, was wohl ziemlich ärgerlich für all die tapferen novadischen Männer wäre, die es nicht geschaft hatten.

Irgendwann wankten wir zum Schiff, seltsamerweise in Begleitung zweier Männer, die wir letztendlich aber wieder abwimmeln konnten, und nach einem kurzen Bericht an die Baroness gingen wir schlafen. Am Morgen tauschten mein Herr und ich Tratsch Neuigkeiten aus. Während ich ihm von Fräulein Isoras Ausflug in den Rastullah-Tempel erzählte, berichete mein Herr, die Baroness und er wären von einem vornehmen Novadi zum Abendessen in sein Haus eingeladen worden. Die Sitten der Novadis wären der Baroness etwas aufgestoßen, und außerdem wäre der Hausherr ein wunderbarer Weiße-und-Rote-Kamele-Spieler. Anscheinend hatten die guten Gastgeber außerdem nach ihrem Abschied das gesamte von ihren Gästen verwendete Geschirr zerschlagen, um eine Verunreinigung zu verhindern. Das hatte ich schon mal, dachte ich, vor langer Zeit in Andergast. Komisches Volk. Aber auch mein Herr hatte die Geschichte von Prinzessin Nedime gehört, und nahm sich vor, sie zu befreien.

Wir erkundigten uns auf den Straßen, was wohl die Belohnung für denjenigen wäre, der die Prinzessin zurückbrächte, und kamen auf die unglaubliche Summe von 500 Piastern. Ich, von Natur aus skeptisch, wollte wissen wieviel davon wohl auf mich abfallen würde, wenn ich wieder einmal mein Leben für irgendeine hirnverbrannte Idee der edlen Herrschaften aufs Spiel setzen sollte. Die Herrschaften nannten lächerliche Summen, und ich meinte, ich hätte gerne 20 Prozent. Zu meiner Überraschung bekam ich von Andaryn Rückenwind. Er meinte, sein Risiko und sein Leben wären wohl ähnlich viel Wert wie die von den edlen Herrschaften … der Dämon hat da wohl etwas in Andaryn hinterlassen und dafür einiges mitgenommen … Wir werden nun sehen, ob wir uns an die Befreiung von Prinzessin Nedime machen wollen, oder ob wir es einem würdigeren Helden überlassen wollen, sie aus dem Harem des Hasrabal ben Yakuban zu befreien.

Advertisements

2 Antworten

  1. Kanzler von Moosbach

    Was den überraschenden Abgang der Dame betrifft, sie hat schlicht und einfach gelogen, sie hat mitbekommen dass er einer jungen Maid die Reise nach Khunchom versprochen hat und als diese nicht da war und er sich nicht erinnern konnte wem er versprochen die Reise zu bezahlen, dachte sie das sei ihre Gelegenheit ihrem Leben zu entkommen. Dabei geriet sie dann aber in Panik als ihr bewusst wurde das es gar nicht klappen kann und floh aus Angst vor Strafe.

    19/07/2011 um 19:59

    • ijinx

      Danke! Die Thalya war diesbezüglich recht verwirrt 😉

      19/07/2011 um 21:41

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s