as I scan this wasted land

Orks sind auch nur (haarige) Menschen.

Ein Bericht unseres Mannes vor Ort: Sato Leonar Isidorn Cyberian von Greifsmantel.

Nachdem wir erfahren hatten, wer den Diebstahl des Dolchs beauftragt hatte wollten wir uns sofort auf den Weg machen. Die Stadtkommandantin bat uns aber noch bis zur Übergabe des Tributs am nächsten Tag in Lowangen zu bleiben, um zu erfahren ob die Orks einem Aufschub zustimmen und wie viel Zeit wir bekommen würden. Wir wollten eigentlich sofort aufbrechen, aber es leuchtete uns ein dass es nicht viel Sinn machte den Dolch zu besorgen wenn schon längst ein Krieg ausgebrochen ist.

Am nächsten Tag verteilten wir uns also unauffällig in der Menge um eventuelle Unruhestifter rechtzeitig zu erkennen und aufzuhalten. Es würde schwierig genug werden, die Orks zu überzeugen uns einen Aufschub für den Dolch zu geben, ein Aufruhr während der Übergabe würde es nicht einfacher machen. Und tatsächlich entdeckten wir den Anführer des Lynchmobs von vorgestern mit ein paar seiner Kumpanen. Zusammen mit den Stadtwachen konnten wir sie rechtzeitig zurückhalten und dingfest machen. Gleichzeitig versuchte ein kleines Mädchen etwa aus einem der Tributkarren zu stehlen. Dabei wurde sie von einem Ork entdeckt, der ihr dafür die Hand abhacken wollte. Zum Glück konnte Oleandra mit ihrem Charme den Ork überreden das Mädchen laufen zu lassen, wie auch immer sie das genau angestellt hatte. Schließlich kam auch der Dolch zur Sprache und die Kommandantin erklärte dem Anführer der Orks die Lage. Die Orks wurden immer aufgebrachter, aber die Kommandantin blieb ruhig und erklärte dass sie den Dolch schon noch bekommen würden. Schließlich gaben uns die Orks drei Tage Zeit den Dolch zu besorgen und bestanden darauf dass uns ein Orkkrieger begleitete. Das konnten wir schwer ablehnen und so machten wir uns mit ihm auf den Weg. Zum Glück stellte sich der Ork als eher phlegmatisch heraus, da er nicht mal auf Flavias bohrende Fragen nach seiner Kultur und Gewohnheiten mit Gewalttätigkeiten reagierte.

Nach etwa einem halben Tag stießen wir auf eine kleine Orksiedlung, die von unbekannten Angreifern völlig ausgelöscht worden war. Es waren hauptsächlich Frauen und Kinder und nur ein wirklicher Krieger. Unser Orkkrieger wollte sie noch nach orkischer Sitte begraben und angesichts des Gemetzels halfen wir ihm dabei. Wir reisten danach weiter und trafen ein paar Stunden später auf eine Gruppe Thorwaler. Bald stellte sich heraus dass die Thorwaler für den Überfall verantwortlich waren und marodierend und brandschatzend durchs Orkland zogen. Es war offensichtlich dass unser Orkkrieger sie angreifen würde, aber was mich überraschte war, dass Hjalmar ebenfalls die Waffe zog und gegen die Thorwaler kämpfte. Offenbar waren diese Landsleute trotz seines Hasses auf Orks unter seiner Würde. Sie waren schnell besiegt und getötet oder in die Flucht geschlagen und wir reisten weiter.

Am nächsten Tag erreichten wir schließlich den Hof des Bauern und wir beschlossen uns erst mal ohne Thorwaler und Ork zu nähern damit das Gespräch nicht sofort in Feindseligkeit ausartete. Man konnte erkennen dass die Familie offenbar Besuch hatte, da ein gutes Reitpferd in der Nähe angebunden war. Im Gespräch mit dem Bauern war schnell offenbar dass er etwas zu verbergen hatte und dass seine Besucherin höchstwahrscheinlich den Dolch hatte, den wir suchten. Während wir uns Einlass verschafften, flüchtete die Frau aus dem Fenster. Sie war als Magierin erkennbar und ließ die zwei Stiere des Bauern frei die sich sofort wütend auf uns stürzten. Während Hjalmar und der Ork gegen die Magierin kämpften, versuchte der Rest von uns die Stiere abzulenken und zu überleben. Schließlich war die Magierin bewusstlos geschlagen und die Stiere wieder beruhigt. Während Flavia und Ifirnia dafür sorgten dass uns die Magierin nicht wegstarb, durchsuchten wir ihr Zimmer. Dort war der Dolch zu finden in einem Kreis aus magischen Symbolen. Laut Flavias fachkundiger Meinung war der Kreis nicht magisch aktiv und so nahmen wir den Dolch an uns. Der Bauer war geständig und erzählte uns dass er jung war und das Geld brauchte oder so ähnlich. Warum die Magierin den Dolch wollte konnte er uns aber auch nicht sagen. Flavia meinte noch dass der Kreis in dem der Dolch lag irgendetwas mit Krankheiten zu tun hatte, aber noch nicht vollständig war. Mehr wollten wir durch die Aufzeichnungen oder ein Verhör der Magierin erfahren und da wir unter Zeitdruck standen brachen wir sofort auf.

Leider entkam sie uns in der nächsten Nacht, als jemand von uns während der Wache einschlief. Einige von uns verfolgten sie, aber nur der Ork holte sie ein und erledigte sie schließlich endgültig. Auf dem Weg zurück ereilte uns leider ein weiterer Schicksalsschlag der, wie sich später herausstellte ein Abschiedsgeschenk der Magierin war. Der Ork und Flavia erkrankten nämlich an der Blauen Keuche, einer sehr gefährlichen Seuche die häufig tödlich verläuft. Wir eilten uns noch mehr zurückzukommen, erreichten schließlich die Stadt und gaben den Dolch der Kommandantin. Sofort danach eilten wir zu den Tempeln und Magierakademien weiter, um für die beiden Erkrankten die bestmögliche Hilfe zu organisieren, während der Ork und Flavia vor der Stadt warteten. Ich bin mir sicher der Ork wünschte sich, doch endlich an der Krankheit zu sterben, während Flavia auf ihn einredete um noch irgendwelche Details über seine Kultur aus ihm herauszuquetschen.

Schließlich wurden die beiden heimlich ins Seuchenhaus gebracht und dort gepflegt. Den Zwölfen zum Dank wurden beide wieder gesund und die Seuche verbreitete sich auch nicht. Die Übergabe des Dolches konnte in der Zwischenzeit erfolgreich stattfinden und die Orks zogen friedlich von dannen. Aus den Aufzeichnungen der Magierin ging auch hervor worum es bei der Sache überhaupt ging. Offenbar war ihr Mann im letzten Krieg von den Orks getötet worden und nun suchte sie nach einer Möglichkeit sich zu rächen. Sie wollte den Dolch mit der blauen Keuche verzaubern und dann wieder zurückgeben um die Orks durch eine Seuche auszulöschen. So wendete sich am Ende alles zum Besten und durch unser Eingreifen wurde ein neuerlicher Krieg verhindert. Einige würden nun sicherlich behaupten es wäre besser gewesen, die Orks durch eine Seuche zu dezimieren. Aber solcherart sind die Methoden der Erzdämonen und ihrer Anhänger. Und letzten Endes hätte nichts garantiert dass die Seuche nicht auch auf die Menschen übergesprungen wäre und uns genauso dezimiert hätte wie die Orks. Wer mit dem Feuer spielt verbrennt sich leicht.

Doch nun reisen wir weiter und du hörst sicher wieder bald von mir,

Sato

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