as I scan this wasted land

Egozentrisch ist gar kein Ausdruck.

Unser gefangener Troglodyt wird in aller Frühe befragt – er erzählt uns alles – und dann sehr ökonomisch von Cassius entsorgt. An dieser Stelle wollte ich noch sagen wovon Cassius des Nachts träumt, aber man warnte mich, diese Aufzeichnung würde möglicherweise auch Kindern zugänglich sein, deshalb verzichte ich lieber auf die schmutzigen Details. Das Letzte was ich höre sind Thane und Cassius, die überlegen, sich zusammen hinter einen Busch zu verziehen. Reden wir lieber weiter darüber, was man im Tempelbezirk finden kann – ein Henkersschwert, von dem auch Ishiro gesprochen hatte. Ich interessiere mich nicht so für Schwerter, aber andere Leute kriegen einen leicht glasigen Blick bei dem Gedanken. Oder ist es eher der Gedanke, Thane hinter einen Busch zu verschleppen?

Unsere Bande unschuldiger junger Männer hat inzwischen herausgefunden, dass Saventh-Yhi auf den sterblichen Überresten eines Schlangengottes erbaut worden war, der von der Heldin Savith enthauptet wurde. Sterbliche Überreste natürlich nur im übertragenen Sinn, denn der Körper soll durchaus noch unterwegs sein, auf der Suche nach seinem Kopf. Welch aufmunternde Aussicht! Was für eine Lage für eine Stadt! Waren die alle wahnsinnig?

Am nächsten Tag soll mein Tigerfellbikini ankommen, aber an dem Tag machen wir uns noch in den Wohnbezirk auf, um keine Zeit zu verschwenden. Auf dem Weg zum Wohnbezirk überqueren wir das Territorium des Sargavischen Militärs und treffen Jask, der mir mit großer Anteilnahme die Beichte abnimmt. Am nächsten Tag schauen wir in den Wohnbezirk hinein, wo die Erhaltungsmagie wohl am Versagen ist, weil die Pflanzen alles erobert haben. Es ist wie draußen im Dschungel, alles überwachsen. Barid fühlt sich von Pflanzen verfolgt, also spazieren wir übers Wasser wieder zurück zu unserem Lager, diesmal ohne von Tieren oder Monstern überfallen zu werden.

Nach einem erholsamen Schlaf treffen die Leute ein, die unser Geld fortgetragen haben um uns dafür Sachen zu bringen. Ich habe mir einen Zauberstecken gegönnt, um damit Leute nicht meinen Feuerbällen zu grillen. Klingt ungewöhnlich für mich? Finde ich auch. Ich muss mich wohl erst an die Vorstellung gewöhnen, jemanden nicht töten zu wollen. Kurz nach dem Frühstück spazieren wir also wieder zum Wohnbezirk zurück, wo wir am ehemaligen Hauptplatz eine Regenbogenspinne samt riesigem, glitzerndem Netz finden. Wir schaffen es, sie und das Netz zu vernichten, aber nicht bevor wir selbst vom Gift und dem Effekt des Glitzerns der Spinnennetze eingegangen wären. Wie wir festgestellt haben dass das Netz gefährlich ist? Thane hat es mit einem Bolzen zum Schwingen gebracht und sabberte dann glücklich und von jeglicher Sorge unberührt vor sich hin. Ich erzähle lieber nicht, wie blöd ich mich für eine Weile gefühlt habe. Zum Glück ist Jask, den wir danach aufsuchen, nicht nur gutaussehend, sondern auch nett, und kümmert sich um unsere temporäre Blödheit.

Tags darauf passiert eine unerfreuliche Sache – Thane hat ekelhaften Grünschleier im Auge – zum Glück weiß Nikeshi was man dagegen machen kann. Dann kommt mein Tigerfellbikini an. Endlich kann ich mich anständig anziehen. Während ich mich so freue, gerät Thane mit Gelik aus irgendwelchen Gründen in Streit und sticht ihn mit seinem Dolch ab. Der Gnom röchelt und scheint im Sterben zu liegen oder gut zu schauspielern (beides wäre denkbar). Unsere Inquisitionsgnomin versucht, Thane ins Gewissen zu reden, ebenso wie einige andere, aber wissen die nicht, dass er sein Gewissen in Absalom gelassen hat? Barid unterdessen macht das einzig Richtige und bringt Gelik von der Schwelle des Todes zurück.

Während ich meinen Verdacht pflege, dass Shila auf Gelik steht, merke ich dass ich aufgrund meiner Assoziation mit Thane heute Abend wohl keinen willigen unschuldigen jungen Mann für mein Bett finden werde. Thane lernt unmotiviert irgendein furchtbares Gedicht auswendig und sagt es sichtlich gelangweilt Gelik vor, um sich damit zu „entschuldigen“. Gleichzeitig verschwendet Nikeshi unsere Zeit damit, eine Versammlung einzuberufen, bei der wir den Zwischenfall von heute noch mehr breittreten. Das interessiert doch keinen! Ich habe mindestens sechs Stunden Langweile zu füllen während Thane schläft, weil keiner… Ich beschließe daraufhin, die Weicheier Weicheier sein zu lassen und mir einen harten Kerl zu suchen. Man empfiehlt mir Cassius. Manchmal hasse ich diese Leute. Ich werde mir sicher nichts mit dem anfangen, wenn mir dafür erst Athyra beide Beine bricht, und Thane vermutlich nur darauf wartet dass Barid mich netterweise heilt, um sie mir dann direkt auch zu brechen. Nein danke. Ein harter Typ ohne lästige Verwicklungen. Und minimalem Interesse am weiblichen Orgasmus. Wir erinnern uns alle, wer Athyra erklären musste, wie man von A nach B kommt.

Nach all dem Drama ist es eine Erleichterung, Shila zum Theaterbezirk zu folgen, wo sie es wirklich schafft, die lebenden Statuen zu überreden, uns zu ihrem Häuptling Ossont vorzulassen. Dieser ist ein freundlicher Mann, behängt mit allerlei interessanten magischen Gegenständen, die wir ihm nicht abnehmen dürfen, weil er ein Verbündeter werden soll. Er führt uns in ein Haus, das für die Leute hier Tabu ist und sagt uns erst im Nachhinein, dass darin die an BEULENPEST – BÄH BÄH BÄH – erkrankten Menschen gepflegt werden. Anscheinend gibt es hier in der Gegend seit zwei Monaten ein ekelhaftes Vieh, das Blut trinkt und die Beulenpest verbreitet. Bäh. Ossont lehnt mein Angebot, die Verseuchten zu erlösen ab, doch meint er, er würde uns am nächsten Tag der Muse vorstellen.

Die Muse ist göttlich schön und so etwas wie die Stammesmutter dieser Leute, und in manchen Jahren – so erzählt Ossont – soll sie etwas ungnädig gestimmt sein. Ich glaube das soll heißen, wenn ihre „Kinder“ ihr missfallen, mäht sie alle um und macht sich neue. Und nun haben wir um die Aufnahme in ihren Stamm gebeten? Habe ich das richtig verstanden? Wieso erfahre ich solche Sachen immer als Letzte? Die Muse verlangt von uns Proben unserer Kunst. Manche schaffen es und manche nicht – ich schenke ihr ein Feuerwerk am Nachthimmel, das ihr zu gefallen scheint. Doch da wir nicht alle Künstler sind, verlangt sie von uns, diesen Beulenpestaffen zu töten. Warum nicht gleich so, ohne dass ich alle meine schönen Feuerbälle sinnlos in die Nacht schieße?

Unterdessen erfahren wir, dass unser Lager auf der Insel zerstört worden ist. Nichts was wir jetzt dagegen tun können, oder? Wir begeben uns auf die Suche nach dem Beulenpest-Monster und Barid findet es auch für uns. Es ist im Ackerbaubezirk. Der Kampf ist heftig, vor allem weil Zeljka stark verletzt wird und der böse Geist sich ausgerechnet in Shilas Schwein einnistet. Nachdem das Vieh tot ist, wird Zeljka geheilt und von etwaigen Beulenpestkeimen befreit, und Shilas Schwein Asmodeus (welch passender Name!) mit viel gutem Zureden von seiner Besessenheit befreit. Die Muse ist glücklich und wir werden in den Stamm aufgenommen. Vielleicht haben die Leute hier auch einen oder zwei harte Typen? Doch das ist eine Geschichte fürs nächste Mal.

Dieser Post wurde Ihnen von Frau Ogg und ihrer Katze gebracht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s