as I scan this wasted land

burn baby, burn

Ein Bericht unseres Mannes vor Ort: Sato Leonar Isidorn Cyberian von Greifsmantel.

Was sich ursprünglich nach einer spannenden Abenteuerreise angehört hat, hat mittlerweile Dimensionen angenommen, die mir ernsthafte Sorgen bereiten. Und dir vielleicht auch, aber ich beginne wohl besser am Anfang.

Lieblindes Angriff auf die Brennbar war heftiger als alle anderen Aktionen die sie bis jetzt abgeliefert hat. Sie warf Tische um und griff Glücksspieler tätlich an. Aus der schnell ausbrechenden Kneipenschlägerei zog ich mich wohlweislich schnell zurück, bevor ich noch mit gebrochenen Rippen, oder noch schlimmer, mit gebrochener Nase endete. Hjalmar war natürlich völlig in seinem Element und konnte ein paar seiner aufgestauten Aggressionen abbauen. Ich war mir sicher, das würde ihn für mindestens fünf Minuten erträglich machen.

Am nächsten Tag wurde vom selbsternannten Bürgermeister verkündet, dass ein neuer Fundort eines gefallenen Sterns über ein Schabenrennen verlost werden würde. Die Einnahmen davon würden zur Reparatur der Schäden dienen. Wenig später nach der Verlautbarung wurde ich von Libussa Meerschaum angesprochen, die meinen fälligen Gefallen einfordern wollte. Ich sollte dafür sorgen dass die Galton-Schwestern das Schabenrennen gewinnen. Das erschien mir irgendwie seltsam, und ich kitzelte noch aus ihr heraus, dass das eine Strafe für die Schwestern sein sollte, weil es einen gravierenden Haken an diesem Fundort geben sollte. Welchen, wollte sie mir aber nicht verraten.

Mit dieser Information konnte ich auch meine Freunde davon überzeugen, mir dabei zu helfen. Wir arbeiteten einen hauptsächlich auf Improvisation beruhenden Plan aus, ein Tier mit Hilfe von Magie dazu zu bringen die richtigen Schaben auszuschalten. Das gelang uns auch haarscharf und dank meiner schauspielerischen Fähigkeiten – in diesem Moment war ich Meister Pittus sehr dankbar für seine zugegebenermaßen harschen Lehrmethoden – und anderer Ablenkungsmanöver wurde die Manipulation nicht bemerkt.

Ich misstraute Libussa nicht direkt, aber vertrauen konnten wir ihr auch nicht wirklich, außerdem waren wir sehr neugierig was der Haken nun wirklich genau war, also beschlossen wir den Galton-Schwestern in bewährter Manier zu folgen. Das klappte auch ganz toll, bis wir an den Rand der Messergrassteppe kamen, die tatsächlich ein lebensbedrohendes Hindernis war. Avesandro, die Krämerseele, wollte nicht riskieren dass sein Pferd, auf dem er bis jetzt faul neben uns hergeritten ist, bei der Durchquerung draufging, also ritt er zurück, während Ifirnia uns souverän durch die Steppe führte. Ich nahm eigentlich an dass uns Avesandro in seiner Vogelgestalt mit der er immer prahlte bald einholen würde, aber aus irgendeinem Grund klappte das nicht und einen Tag später musste Ifirnia ihn suchen gehen.

Sie fand ihn zum Glück bald, aber Zeit hat uns das viel gekostet, deshalb fanden wir bald die Spuren der Galton-Schwestern, die offenbar panisch in unsere Richtung geflohen waren, uns dabei aber nicht begegnet sind. Neugierig, aber vorsichtig gingen wir weiter in die Richtung aus der sie gekommen waren und kamen gegen Abend zu einem Ruinendorf. Wir beschlossen, nicht im Dorf zu lagern, sondern etwas außerhalb. Trotzdem wurden wir von dem heimgesucht, das offenbar hier hauste. In der Nacht wachte ich aus einem erdrückenden Albtraum auf und fand eine schwarze Gestalt auf meiner Brust sitzen und meinen Lebensatem aussaugen. Zum Glück flüchtete sie als sie sich bemerkt sah und ich war nur etwa erschöpft. Am nächsten Tag beschlossen wir dennoch das Dorf zu untersuchen und fanden einige große Krater in denen offenbar schon extensiv gegraben wurde. Da es keinen Hinweis auf einen erfolgreichen Fund gab, aber auch keine Hinweise wo wir selbst graben sollten, begannen wir ohne große Hoffnung in einem zufällig ausgewählten Krater zu graben. Ich half Hjalmar mit der Arbeit, während Flavia und Avesandro weiter das Dorf durchsuchten. Dabei trafen sie offenbar auf den Alp und in Avesandros üblicher Problemlösungsmanier griff er das Wesen offenbar an. Seiner eiligen Rückkehr und seinem bleichen, erschöpften Aussehen nach zu schließen war dieser Ansatz nicht von großem Erfolg gekrönt, was sein Weltbild offenbar ziemlich erschüttert hat.

Nach dieser Aktion war eine friedliche Einigung wohl kaum mehr möglich, was schade war – ich hätte gern versucht das arme Wesen von seinem wahrscheinlich unverdienten Fluch zu befreien – also brachen wir überhastet auf und machten uns auf den Rückweg. Wir kamen ohne Zwischenfälle wieder nach Sternfeld zurück und gingen völlig erschöpft von den Strapazen zu Bett. Davor hatte ich noch ein Gespraech mit Libussa die uns fuer 10 Dukaten die Info verkaufte, dass der Wagenzug von Dualisten der hier vor ein paar Tagen durchgekommen war irgend etwas spezielles und wichtiges beförderte und etwa eine Tagesreise von hier offenbar von Orks überfallen wurde. Wir fassten den Vorsatz der Sache am Morgen nachzugehen.

Leider war uns keine erholsame Nachtruhe vergönnt, denn wir wachten auf zu den panischen Rufen „FEUER, FEUER!!!“ Die Brennbar stand in hellen Flammen, die auf die anderen Gebäude überzuspringen drohten. Deshalb halfen wir, oder zumimdest manche von uns – Hjalmar war unauffindbar und Avesandro machte sich einmal mehr durch Klugscheißen beliebt – beim Löschen. Als das Feuer halbwegs unter Kontrolle war, geschah dann etwas, das auf grauenhafte Weise erklärte was hier vor sich ging. Miezi, die Hure, stürzte von einem Armbrustbolzen durchbohrt aus einem Fenster der Goldritze, gefolgt von Lieblinde die sich geifernd und mit irrem Blick nach weiteren Opfern umsah, von denen es wahrhaft zur Genüge gab.

Wir stürzten uns auf sie und konnten sie bald gemeinsam überwältigen. Es war kaum etwas kohärentes aus ihr herauszubekommen, aber sie faselte etwas von einem verfluchten Sternenstein in ihrem Zelt. Leider hörten das so ziemlich alle mit und so stürmten alle mit blanker Gier in ihren Augen in Lieblindes Zelt um es von innen nach außen zu stülpen auf der Suche nach dem Schatz. Gefunden wurde der Stein schließlich von Oliandra im Deckel des Ogerschädelkessels, der uns offenbar erst jetzt so richtig aufgefallen war. Es war ein beinahe kopfgroßer funkelnder Stein und in den nächsten Sekunden wäre es wohl zu einem Blutbad gekommen, wenn der Bürgermeister nicht wieder eingeschritten wäre. Er und ein Haufen mit Armbrüsten bewaffneter Dorfbewohner stellten die Goldsucher – und auch uns, denn er zählte uns offenbar zu ihnen – vor eine Wahl. Entweder wir kämpften es hier und jetzt untereinander aus, was nur wenige überleben würden, oder er nimmt den Stein in Verwahrung und der Gewinner eines am nächsten Tage folgenden Boltanturniers würde den Stein und einen Tag Vorsprung bekommen.

Vor diese Wahl gestellt, siegte dann doch die Berechnung über die Goldgier und die Goldsucher stimmten zu. Unsere Warnungen dass der Stein verflucht sei und ganz offenbar wahnsinnig macht verhallten ungehört. Wenigstens durften Flavia und Avesandro vorher unter strenger Aufsicht den Stein ausgiebig untersuchen. Das stellte sich leider als großer Fehler für Avesandro heraus, was diesmal ausnahmsweise nicht mal seine Schuld war. Als er den Stein magisch untersuchte, schrie er schmerzerfüllt auf, die magische Kraft des Steins hat ihn erblinden lassen. Wir können nur für ihn hoffen dass es nicht für immer ist. Wir müssen vermuten, dass dieser Stein das Phex-Artefakt ist, das wir finden sollten, wissen es aber nicht genau. Ich muss jetzt aufhören, wir müssen langsam planen wie wir sicherstellen dass wir das Boltanturnier gewinnen. Und wie wir danach am Leben bleiben bis wir das Artefakt sicher abgeliefert haben.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s