as I scan this wasted land

das war nicht sehr nett von dir, ich hatte nie darum gebeten

Ein Bericht unseres Mannes vor Ort: Sato Leonar Isidorn Cyberian von Greifsmantel.

Hätte ich jemals vorgehabt, die Karriere eines Glücksspielers einzuschlagen, so bin ich davon restlos geheilt worden. So einen Haufen Lügner und Betrüger hab ich mein Lebtag noch nicht gesehen.
Wir konnten Stu überreden für uns am Turnier teilzunehmen. Er ist ein Meister im Boltanspiel hatte aber selbst nicht genug Geld um mit guten Chancen teilzunehmen. So stellen wir unsere Funde zur Verfügung und machen mit Stu aus, im Fall dass er gewinnt den Stein und die Hälfte des Gewinnes zu bekommen. Auch die Galton-Schwestern und zwei von der Kralle der Macht, Ariana und der Zwerg, nehmen teil. Wir stellen bald fest, dass der Zwerg massiv betrog, einerseits durch einen Beobachter der in Stus Karten geschaut hat und nachdem wir das abgestellt haben durch einfaches, aber sehr geschicktes Falschspiel. Wir entdeckten es zum Glück und ich konnte die Menge aufwiegeln damit er ausgeschlossen wird.

Während des Turniers machten Oliandra und ich noch einen Ausflug in Arianas Zimmer wo wir in ihrem Rucksack einen Schundroman und zwei Tränke entdecken die Oliandra beide eingesackt hat, aber leider nichts wirklich Interessantes. Am Schluss schließlich saßen sich nur mehr Stu und Ariana gegenüber. Stu ist einfach der bessere Spieler, Flavias Hesindesegen hat vielleicht noch ein wenig dazu beigetragen. Während Ariana in Tränen ausbrach, schrie der Halbelf von der Kralle der Macht plötzlich dass Stu betrogen hat und tatsächlich wurden versteckte Karten bei ihm gefunden. Ich bin mir völlig sicher, dass der Halbelf die ihm untergeschoben hat, nur leider war das nicht zu beweisen und trotz hitziger Diskussion konnte ich den Bürgermeister nicht davon überzeugen.

Während alle begannen herumzuschreien und eine Schlägerei ausbrach, stürmte eine der Galton-Schwestern in den Gastraum und wollte den Stein an sich bringen, wurde jedoch von Ifirnia abgefangen. In dem ganzen Chaos gelang es Oliandra den Stein zu schnappen und mir einen Sack mit einer Attrappe zuzuwerfen die ich ihr vorher gegeben hatte. Unser Plan ging auf, alle sahen wie Oliandra den Stein genommen hatet und ihn mir zuwarf. Ich fing ihn, schrie meinen Freunden zu „Wir sehen uns in Gareth!“ und lief hinaus zu Avesandros Pferd. Wie von allen Dämonen der sieben Höllen verfolgt, ritt ich dann auf der Straße in Richtung Lowangen.

Ich schien einen relativ großen Vorsprung zu haben, denn ich wurde erst am zweiten Tag eingeholt, nämlich von einer Gruppe Orks, die ebenfalls beim Turnier mitgemacht hatten, jedoch unter den ersten waren, die ausgeschieden sind. Sie waren nicht besonders helle und ich konnte ihnen einreden dass ich bereits von der Kralle der Macht eingeholt wurde und die den Stein an sich genommen hatten. Da ich ihnen die Dringlichkeit einer Verfolgung hinreichend einbläuen konnte, verzichteten sie darauf mir alles wegzunehmen was ich hatte (inklusive Avesandros Pferd, das hätte er mir glaube ich nicht verziehen) und galoppierten den Weg zurück.

Einige Stunden später wurde ich auch von der Kralle der Macht eingeholt. Man konnte erkennen dass sie eine Begegnung mit den Orks gehabt hatten, die nicht friedlich ausgegangen ist, aber leider waren sie nicht so lädiert wie ich gehofft hatte. Bereit ihnen eine ähnliche Geschichte zu erzählen wie den Orks, musste ich leider feststellen dass Ariana schon seit jeher meine beste Freundin war und so erzählte ich ihr alles. Die verdammte Schlampe hat schon wieder ihre Zauberkräfte gegen mich eingesetzt. Wären wir doch im Mittelreich, ich würde so gerne lachend und mit dem Finger auf sie zeigend zusehen wie sie schreiend auf dem Scheiterhaufen verbrennt. Zumindest bleibt mir die Genugtuung dass wir sie dennoch überlistet haben, denn den Stein hat sie noch immer nicht.

Nachdem der Zauber verflogen war und ich erkannt hatte dass die List nicht mehr funktionieren würde, ritt ich meinen Freunden entgegen und gemeinsam folgten wir der Straße weiter bis nach Lowangen.

Überraschenderweise hatten wir keine Begegnung mit der Kralle der Macht mehr, entweder rechneten sie sich keine guten Chancen in einem offenen Kampf gegen uns aus, oder sie waren doch zu angeschlagen von dem Kampf gegen die Orks.

So kamen wir halbwegs zufrieden dass unser halb ausgegorener Plan funktioniert hatte in Lowangen an. Sämtliche Gewinne mussten wir leider in Sternfeld zurücklassen, weil Stu ja des Falschspiels beschuldigt worden war. Wir versuchten nun die Sternengabe, so nannten wir das Artefakt, im Hesinde-Tempel untersuchen zu lassen. Viel mehr konnten die uns aber auch nicht sagen, außer dass sie eine karmale Aura spüren. So wussten wir immer noch nicht ob die Sternengabe das gesuchte Artefakt war.

Unseren nächsten Versuch wagten wir in der Akademie der Verformungen zu der wir relativ gute Beziehungen haben. Leider war der Leiter der Akademie nicht zugegen sondern auf unbestimmte Zeit in Gareth. Deine Stellvertreterin nannte uns einen erfahrenen Hellsichtmagier, der die Sternengabe untersuchen könnte. Leider fand auch der nichts Neues heraus, weil das Artefakt so grell geleuchtet hat oder so. Eigentlich leuchtete es überhaupt nicht, muss wohl was Magisches gewesen sein. Er meinte, es gäbe in Lowangen zwei magische Artefakte die es ihm erlauben würden die Sternengabe angemessen zu untersuchen. Eines davon in den Bleikammern der Akademie der Verformungen, für die leider nur der verreiste Akademieleiter die Schlüssel hat. Das andere ist im Besitz der Halle der Macht.

Während dieser ganzen Unternehmungen wurden wir natürlich von der Kralle der Macht beobachtet, die auch einen uns bereits bekannten Halbelfen anheuerte um uns die Sternengabe zu stehlen, was aufgrund unserer Paranoia zum Glück fehlgeschlagen ist. Auch eine magische Eule sahen wir öfters, die uns immer wieder beobachtete. Und dann kontaktierte uns noch jemand namens Viburn Fellentin, den wir mit der Phex-Kirche in Verbindung brachten, vermutlich ein Geweihter, Genaueres wussten wir allerdings nicht. Er hatte ebenfalls von der Sternengabe erfahren und bot uns an ein Phex-Ritual durchzuführen das enthüllen sollte was es mit dem Artefakt auf sich hat. Noch dazu musste das Ritual außerhalb der Stadt stattfinden und ein paar Kumpels von ihm wären auch dabei. Wenn das keine Falle ist fresse ich einen Besen. Ich vertraute dem Mann so weit wie ich ihn werfen könnte, nur langsam aber sicher waren wir so richtig verzweifelt und sagten ihm trotzdem zu.

Auch der Herr Puschinske persönlich kontaktierte uns und bot uns an uns das Artefakt abzukaufen. Wir lehnten höflich aber bestimmt ab, während ich ihm die ganze Zeit ab liebsten eine in die Fresse gehauen hätte. Manchmal kann ich Hjalmar ja verstehen.

Aber so leicht ist Puschinske nicht abzuschütteln und am nächsten Tag sahen wir überall Steckbriefe auf denen wir wegen Hochverrats gesucht wurden! Offenbar waren Avesandro, Flavia und ich wegen unserer hohen Herkunft von einer Verurteilung ausgenommen, aber unsere Freunde würde das Todesurteil erwarten! Wir redeten deshalb mit der Kommandantin der Stadtwache, die uns eigentlich wohlgesonnen ist und die erzählte uns dass eine uns unbekannte Magierin in der Nähe der Stadt einen Ork gefangen genommen hatte, der den Wachen dann erzählt hat dass wir für die Orks spionieren sollen. Natürlich kompletter Humbug, der irgendwie von Puschinske eingefädelt worden ist, denn kurz darauf bekamen wir eine erneute Einladung dieses Herren. Wir brachten unsere Freunde in einem leer stehenden Haus im Elfenviertel unter während Flavia und ich uns anhörten was Puschinske zu sagen hatte. Sein Vorschlag lautete: wenn wir ihm die Sternengabe und das magische Artefakt aus den Bleikammern der Akademie der Verformungen bringen, würde er unsere Namen reinwaschen und wir dürften sogar bei seinen Untersuchungen zugegen sein und alles erfahren was er über die Sternengabe in Erfahrung bringt. Langsam aber sicher möchte ich ihm nicht nur sein verdammtes Grinsen aus dem Gesicht prügeln. Wir entgegneten höflich dass wir es uns überlegen werden. Kochend vor Wut gingen wir zurück, da fiel mir eine etwas kurios gewandete Dame auf, die eine Eule auf der Schulter hatte.

Langsam reichte es mir und ich ging einfach zu ihr hin und sprach sie darauf an, warum sie uns beobachtete. Sie war keine gute Lügnerin und gab es bald zu. Ihr Name war Lleanne und sie war eine ‚Tochter der Mada‘, irgend so ein Spinner-Orden der Hesinde-Kirche deren Ziel es ist, Mada zu befreien. Und Überraschung: Auch sie kannte ein Ritual mit dem sie herausfinden wollte was es mit der Sternengabe auf sich hat. Von allen angebotenen Möglichkeiten schien mir das am wenigsten erfolgsversprechend, aber auch am harmlosesten. Die Dame schien ziemlich weltfremd und Hinterlist traute ich ihr nicht wirklich zu. Wir beschlossen also ihr blödes Ritual zu machen und gingen dafür in der Nacht in einen Park, wo wir uns im Kreis um die Sternengabe aufstellten, Händchen hielten und sangen. Ich kam mir wirklich bescheuert vor, als die Sternengabe plötzlich zu leuchten begann und wir alle eine Vision erlebten. An die genauen Details kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern, es hatte irgendwas mit Orkgöttern, Mada, einem Ei und einer weißhaarigen Frau zu tun, deren Gesicht wir aber nicht erkennen konnten.

Uns allen fiel dazu natürlich sofort M’darrsla ein die wir vor der Kupfermine getroffen hatten. Lleanne war davon überzeugt, dass wir es hier mit der wiedergeborenen Mada persönlich zu tun hatten und wollte sofort aufbrechen um sie zu suchen. Na ja, Spinner halt.

Wir wanderten wieder zurück zu unserem Versteck, als es plötzlich einen Aufruhr gab und Leute auf die Straßen strömten. Ich hielt einen auf und fragte was passiert sei, worauf er mir erzählte dass Orks in der Nähe der Stadt innerhalb der 10-Meilen Zone gesichtet worden waren und eine weißhaarige Frau entführt haben sollen. Na toll, die verdammten Orks wussten offenbar mehr als wir.

Ich hoffe ich kann dir so bald wie möglich wieder schreiben, aber jetzt müssen wir eine Frau aus den Händen einer Orkhorde befreien.

Dein Sato

Anhang 1: Karikatur von Puschinske, der mit einer großen Kralle die dafür völlig ungeeignet ist, versucht, ungeschickt einen runden Stein vom Boden aufzuheben
Anhang 2: Zeichnung von Lleanne mit Blümchen im Haar, bunter, nicht zusammenpassender Kleidung und entrücktem Gesichtsausdruck

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