as I scan this wasted land

und kalt war’s, und grauslich war’s, und dann haben uns noch die Orks überfallen

Ein Bericht unseres Mannes vor Ort: Sato Leonar Isidorn Cyberian von Greifsmantel.

Ich hoffe dieser Brief erreicht dich, ich habe ihn Lleann und der Bären-Brenja mitgegeben in der Hoffnung, dass sie wohlbehalten in die Zivilisation zurückkehren, zusammen mit ihrer illustren Begleitung. Wer das ist? Nun, gedulde dich ein wenig, das Geheimnis wird sich bald lüften.

Nachdem wir erfolgreich den Oger erledigt hatten, übernachteten wir unter dem Felsvorsprung und hofften dass das Gewitter bald vorüber gehen würde. Einzig Hjalmar hielt die halbe Nacht im strömenden Regen Wache. Mir war nicht ganz klar warum er das getan hat, nichtsdestotrotz war ich ihm dankbar, blieb uns allen dadurch ein wenig mehr Platz. Allerdings war er am nächsten Tag dann ganz durchnässt und durchfroren und so borgte ich ihm meine Dienstbotenverkleidung, die ihm etwas zu klein, aber wenigstens trocken war. Ich glaube die kann ich jetzt wegwerfen.

Wir folgten dann der Spur weiter und kamen den Orks langsam aber sicher näher. Entweder glaubten sie sich in Sicherheit, so nah am Orkland, oder ihre Gefangene hielt sie auf. Ich fürchte ich gewöhne mich langsam an diese Wildnis. Ich spüre die Blasen, den Muskelkater, den Dreck, den Schweiß, den Gestank, den harten Boden, die Kälte, den Wind, die Nässe, das harte, trockene, geschmacklose Essen… naja, vielleicht gewöhne ich mich doch nicht daran.

Am selben Tag noch entdeckten wir einen einsamen Orkspäher in einem Baum vor uns, glücklicherweise bevor er uns entdeckte.

Ich schlich mich zusammen mit Ifirnia hin und wir sahen dass er mit einem Bogen und einem seltsamen Pfeil bewaffnet war. Wir versuchten ihn aus dem Hinterhalt heraus vom Baum zu holen, aber leider gelang es ihm noch diesen Pfeil abzuschießen, der mit lautem Pfeifen in die Luft flog. Offenbar war es ein Alarmpfeil, der die Haupttruppe warnen sollte, ob sie noch verfolgt werden.

Aus diesem Grund holten wir sie leider erst ein, als sie bereits den Gebirgspass erreicht hatten. Die Orks teilten sich auf und der Großteil kam uns entgegen. Irgendjemand hatte die glorreiche Idee, sie mit einem Felsrutsch auszuschalten, war schwierig ist, wenn sie uns von oben entgegen kommen. Ifirnia kletterte also unbeobachtet seitwärts am Hang hinauf, allerdings musste irgendwer die Orks so lange aufhalten. Diese Aufgabe fiel damit wohl mir und Hjalmar in den Schoß, als einzige noch halbwegs kompetente Nahkämpfer. Wir waren schnell umringt von Orks und konnten uns ihrer kaum erwehren, auch Flavia und Oleandra bekamen ein oder zwei Treffer ab, bis dann endlich der Felsrutsch kam. Leider brachte er nicht ganz den erwünschten Erfolg, aber immerhin hatte er den Orks mehr geschadet als uns. An besonders viel kann ich mich dann nicht mehr erinnern, den Großteil der Arbeit hatten wohl Hjalmar und Ifirnia geleistet. Ich habe noch die Worte Onkel Edorians im Ohr: „Fairer Zweikampf ist was für Idioten, aber wenn du schon in den Nahkampf gezwungen wirst, sorg wenigstens dafür dass du darin kompetent bist!“ Ich werde wohl ein paar weitere Stunden im Fechtkampf nehmen müssen.

Mit einigen Verletzungen, die notdürftig versorgt wurden, konnten wir die Schlacht schließlich gewinnen und humpelnd und stöhnend nahmen wir die weitere Verfolgung auf. Hier hatte sich M’Darrsla schlussendlich als nützlich erwiesen und die wenigen übriggebliebenen Orks soweit behindert, dass wir sie noch am Gebirgspass stellen konnten. Leider war einer dieser Orks ein Schamane und zu allem Überdruss beschwor er irgendein riesiges… Luft… Dings. In weiser Voraussicht umging ich das Ding und rannte dem Orkschamanen entgegen, während die anderen das Ding bekämpften und wohl auch irgendwie besiegten; zumindest Flavia wurde dabei aber schwer verletzt. Der Schamane sah sich schnell einer Übermacht entgegen und wählte die einzig sinnvolle Option, er ergriff mithilfe seiner Orkmagie die Flucht. Der einzige übriggebliebene Ork sah uns verzweifelt näherkommen, mit einem Messer an M’Darrslas Hals. Ich konnte ihn schließlich davon überzeugen, dass es besser für ihn wäre, wenn er M’Darrsla am Leben ließe und so ließ er sie los und suchte sein Heil in der Flucht. Wir sahen keinen Nutzen darin ihn hinterrücks abzuschießen und so ließen wir ihn laufen.

Auf diesem eisigen und windigen Gebirgspass an der Grenze zum Orkland versorgten wir nun unsere Wunden und sprachen mit M’Darrsla. Sie hatte leider keine Ahnung, warum genau sie entführt worden war, aber sie spürte offenbar die Anwesenheit der magischen Steinkugel in unserem Besitz und hatte den Drang sie zu berühren. Nach kurzer Beratung gaben wir sie M’Darrsla in die Hand – der Stein glühte hell auf und M’Darrsla erhielt eine Vision von einem orkischen Ritualplatz im Orkland namens Vashrak und irgendeinem Portal zu dem der Stein offenbar hingebracht werden wollte. M’Darrsla wollte uns aber nicht weiter ins Orkland begleiten, die Geschehnisse bisher hatten sie offenbar stark erschüttert und so beschloss sie am nächsten Tag, zusammen mit Lleann und der Bären-Brenja zurück nach Lowangen zu reisen.

Langsam bekomme ich das Gefühl dass die Geschehnisse hier beginnen unseren Horizont zu übersteigen und ich frage mich ernsthaft ob wir hier das Richtige tun. Aber so wenig wie wir wissen, kann es auch das Falsche sein jetzt umzukehren, also können wir die Sache genauso gut bis zu ihrem hoffentlich nicht allzu bitterem Ende bringen und dabei hoffentlich herausfinden worum es geht. Und zu überleben.

Wünsch uns Glück, wir können es wahrhaft brauchen.

Dein Sato

Anhang 1: Detailstudie der Sternengabe
Anhang 2: Verzweifelte Schlacht gegen eine Übermacht Ork-Krieger

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