as I scan this wasted land

Schrift für Ologhaijan

Ein Bericht unserer Frau vor Ort: Flavia A. P. di R. d. G.

Die Rückkehr nach Lowangen zog sich drei Wochen hin, dann waren wir endlich in der Zivilisation. Unterwegs fand Oliandra im Wald eine Eule, die wir für eine verwandelte Lleann hielten. Bei der Rettungsaktion der Eule vom Baum plumpste Oliandra vom Baum, schaffte es aber die Eule wohlbehalten hinunter zu kriegen. Wurde natürlich trotzdem von Avesandro ob ihrer angeblichen Tolpatschigkeit verspottet. Ich frage mich was sie in ihm sieht, außer eine praktische Quelle astraler Energie.

In Lowangen nisteten wir mit der Eule erst einmal im Salamanderstein – der Wirt nahm sich Frechheiten heraus ob des Vogels. Pah. Der Abend fing damit an dass Sato sich von Ariana Melethaniem entführen ließ um ihr die Sternengabe zu beschaffen. Dies konnte durch Oliandras schnelles Eingreifen verhindert werden. Adepta Melethaniem schien mit ihren Schergen den armen Sato durch den Wald jagen zu wollen und Oliandra, die nicht weiter wusste, holte Avesandro und mich aus der Stadt heraus, um ihm zu helfen. Dafür mussten wir bei der Stadtkommandantin vorstellig werden und erst einmal fragen ob sie uns wohl herauslassen würde… Natürlich sind wir im Wald verlorengegangen, es war ja auch stockdunkel und ich war ein wenig beschwipst. Also kehrten wir zurück, um die angebrochene Flasche zu Ende zu trinken.

Ich wachte mit unangenehm schwammigen Kopf in Avesandros Bett auf – ich glaube ich bin wegen dem Gestank in meinem Zimmer zu ihm gezogen. Oliandra schien verschnupft weil sie in Satos Zimmer hatte schlafen müssen. Müssen? So drückte sie es aus. Die nächsten Tage verhielt sie sich geheimnisvoll und mietete ein weiteres Zimmer im Gasthaus. Keine Ahnung wieso, ich hatte selbst einiges zu tun. Als erstes brachten wir die Eule zur Akademie der Verwandlungen. Janjuk war da und hat den Vogel übernommen und sich freundlicherweise bereit erklärt, mit mir später zu Abend zu essen. Den Rest des Tages verbrachte ich im Tempel, um meine Aufzeichnungen auf den neuesten Stand zu bringen.

Am Abend verließ Oliandra das Gasthaus mit einer Frau und kehrte erst nach zwei Tagen wieder. Ob dieser Entwicklung verärgert, setzte sich Avesandro zu mir und meiner Begleitung und leistete uns Gesellschaft. Ich befürchtete schon, ob meiner komischen Bekanntschaften würde mich Janjuk auch für komisch halten, also versprach ich ihm, den Vogel (trotz Vereinbarung) doch erst zu Mittag des nächsten Tages zu holen. Dann begleitete mich Avesandro zum Tempel und blieb auf meine Bitten hin gleich dort. Ich hatte vor, einen Vortrag über die neue orkische Schrift zu halten, und Avesandro hatte vor, mich dabei zu stören. Alles wie gehabt.

Nach meinem Vortrag, der übrigens glänzend gelaufen war, holten wir den Vogel – die Akademie konnte uns leider keine Hilfe anbieten. Dafür meinte Janjuk, wir könnten bei ihm zuhause zu Abend essen. Sie versuchten noch, Avesandro den Vogel abzukaufen, aber falls es Lleann war, wäre es nicht ethisch gewesen, ihn zu verkaufen. Also übergaben wir den Vogel und einige von Oleandras Sachen der Kräuterfrau bei der diese nun abgestiegen war und gingen unserer Wege.

Im Salamanderstein trafen wir Sato, der es doch aus dem Wald geschafft hatte. Er war von einer heiligen Wut auf Adepta Melethaniem erfüllt und erging sich in Gewaltphantasien. Überdies fanden wir heraus, dass aus unseren Zimmern Geld verschwunden war. Die Wache kam und nahm unsere Anzeige entgegen, doch sie konnten weiter nichts tun.

Also wartete ich auf den Abend und vertrieb mir die Zeit damit, mich von Avesandro ankleiden, frisieren und schminken zu lassen. Als ich ihn nach Rahjalieb fragte, wirkte er kurz als ob er gleich einen Infarkt erleiden würde – ich machte mir wirklich Sorgen. Dann stammelte er viel, und rannte dann aus dem Gasthaus und ließ mich stehen mit den Worten, ich solle mich bloß nicht von der Stelle bewegen. Zum Glück begleitete mich Sato zum Tempel und Janjuk wartete bereits dort. Es wurde ein schöner Abend. Janjuk zeigte mir sein Elternhaus mit vielen Büchern, und es gab ein köstliches Abendessen, von seiner Schwester zubereitet. Eine entzückende Familie. Zu Anfang gab es einen eher bitteren Tee, aber ansonsten war es wirklich sehr schön.

Lieber Avesandro, ich weiß dass Du in meinen Aufzeichnungen herumwühlen wirst um Deine Neugier bezüglich Janjuk und diese Nacht zu stillen – ES GEHT DICH NICHTS AN.

Am nächsten Morgen tauchte Avesandro tatsächlich frühmorgens im Tempel auf und versuchte, mich mit Fragen zu löchern, aber durch lange Übung habe ich gelernt, ihn sehr gut auszublenden. Ich bekam die Nachricht dass die Frau, die unsere Freunde der Kollaboration mit den Orks beschuldigt hatte ihre Aussage zurückgezogen hatte. Die Ehre unserer Freunde (und unsere) ist nun wieder unbefleckt. Und auch Oliandra war wieder bei uns – sie und ihre Schwestern hatten es geschafft, Lleann ihre Gestalt zurückzugeben. Anscheinend hatte M’Darrsla ihr die Vogelgestalt gegeben, um sie aus der orkischen Gefangenschaft zu retten. Und das gestohlene Geld hatte man auch wieder zurückgebracht. Also machten wir unseren Frieden mit Lowangen und begaben uns auf die Weiterreise zurück in die halbwegs zivilisierten Länder.

In Gareth werden wir den Stein beim Tempel abgeben, und dann, denke ich, werde ich mich auf den Weg nach Hause machen. Es wird wieder Zeit, dass ich ordentlich geschminkte Männer sehe und eine Unterhaltung mit jemandem führe der nicht diesen kruden mittelreichischen Akzent hat und der nicht Avesandro ist.

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