as I scan this wasted land

demnächst ein Boutique-Hotel mit Spa

Auszug aus dem Vademecum des Adeptus Avesandro Rahjácomo Sarastro di Riva del Garda, Esquirio

Das Geheimnis der Casa Mercati

– Leider wurde das Schiff sabotiert und die Abreise verzögert sich um rund zwei Tage

– In Thalyas Kneipe ein Gespräch belauscht mitgehört; unweit von Grangor gibt es das Anwesen Mercati, das man erben kann wenn man das Rätsel um das Haus löst

– Die letzte Signora Mercati ist vor 21 Götterläufen gestorben und hat testamentarisch bestimmt, dass derjenige, der das Rätsel um das Haus lösen und die bei einer Notarin hinterlegte Truhe öffnen kann, das gesamte Anwesen erben soll

– Haben uns eine Stunde vor Dämmerung mit der Notarin am Haupteingang der Casa Mercati getroffen; ein stolzes, allerdings schon leicht baufälliges Gebäude

– Meine „Lieblingsschwester“ Larissa ist auch mit von der Partie – und wenn wir nicht sehr aufpassen erledigen wir die Arbeit und sie erbt das Anwesen

– Das war alles andere als lustig – aber wir haben überlebt. Und das ist Anbetracht der letzten Stunden gar nicht so selbstverständlich. Aber der Reihe nach:

– Zuerst haben wir den Garten des Anwesens erkundet – schon verwildert aber eigentlich ein ursprünglich schönes Grundstück

– Neben dem Hauptgebäude befinden sich auf dem Grundstück eine Gruft an einem künstlichen Teich gelegen, ein Hesindeschrein und ein Gesindehaus mit Stallungen; die Gruft ist versiegelt und der Hesindeschrein mit Brettern vernagelt; im Gesindehaus gibt es keine auffälligen Besonderheiten

– Daher dringen wir ins Haupthaus vor: Eine Eingangshalle die sich über Erdgeschoss und ersten Stock erstreckt mit einer Freitreppe in den ersten Stock und mit einer Glaskuppel im Dach

– Diverse Zimmer (Besprechungszimmer, Bibliothek, Arbeitszimmer; Musikzimmer, Wintergarten mit einigen nicht ungefährlichen Gewächsen wie zum Beispiel der Boronsschlinge) untersucht und anhand des Haustorschlüssels den ersten Baustein des Rätsels gefunden

– Eine eigenartige Präsenz festgestellt; das gipfelte darin, dass uns der Geist (eines alten Mannes wie sich später herausstellen sollte) mit Kristallkaraffen bewarf um uns (zu unserem eigenen Schutze) aus dem Haus zu vertreiben

– Wir ließen uns allerdings nicht vertreiben und so lösten wir einen Schritt des Rätsels nach dem anderen und gelangten schließlich in den Weinkeller

– Dort untersuchte ich eine Wand und löste offensichtlich einen verborgenen Mechanismus aus, der dafür sorgte, dass sich die Wand um ihre eigene Achse drehte und ich dadurch in eine Geheimkammer gelangte – und zwar in die Mitte eines dreizehneckigen Sternes der offensichtlich das Zentrum einer Beschwörung war

– Mein Geist wurde aus meinem Körper geschleudert und der Geist der letzten Signora Mercati bemächtigte sich meines Körpers; ich konnte nur noch tatenlos zusehen wie sie wieder auf die andere Seite der Wand gelangte und sich dort als ich ausgab

– Sie stellte sich allerdings derart ungeschickt an, dass meine Gefährten sofort Verdacht schöpften

– Gleichzeitig aber begann sich ein dämonischer Nebel auszubreiten, der meine Gefährten verletzte und so versuchten sie aus dem Nebel zu flüchten; meinem Körper konnte der Nebel nichts anhaben – der endgültige Beweis, dass ich nicht ich war und Hjalmar reagierte in gewohnter Weise: er versuchte meinen Körper in den Schwitzkasten zu nehmen

– Die Signora versuchte daraufhin Hjalmar zu blitzen – aber das gelang ihr offensichtlich in der Hitze des ersten Gefechtes im neuen Körper nicht – und die Gelegenheit nutzte Hjalmar und arretierte ihren/meinen Kopf

– Sato packte meinen Körper an den Füßen und versuchte nun mit Hjalmar gemeinsam mich aus der Gefahrenzone zu bringen

– Der Geist des alten Mannes der auch im Haus zugegen war erklärte mir, dass nur Hesinde gegen diese dämonische Attacke helfen könnte

– Um meinen Kameraden zu helfen übernahm ich kurz Hjalmars Geist (eine für mich als Geist sehr einfache Aufgabe – da ist nämlich nicht viel zu übernehmen) und sagte meinen Kameraden, dass sie das Richtige täten und sie so schnell wie möglich das Haus verlassen müssten um in den Hesindeschrein zu gelangen

– Ich hatte allerdings die Genialität der Signora gepaart mit den Möglichkeiten meines Körpers unterschätzt: Durch einen Corpofrigo gelang es ihr Hjalmar so zu schwächen, dass er meinen Körper loslassen musste und mittels eines perfekten Fulminictus erledigte sie Sato final; oder hätte ihn erledigt, wenn nicht Larissa ihn mit einem Heiltrank gerettet hätte

– Hjalmar war nun wirklich wütend und erschlug meinen Körper fast mit einem einzigen Axthieb (ich hatte den Eindruck er hat das wirklich genossen); den letzten Widerstand brach er mit einem Faustschlag und zwang dadurch die Signorina aus meinem Körper und mich wieder hinein – keine sehr angenehme Erfahrung in einen bewusstlosen Körper zurückgeschleudert zu werden

– Endlich gelangten wir alle in den Garten wo uns Oliandra mehr oder weniger wieder heilte; einstweilen brachte der dämonische Nebel die eine Glaskuppel des Hauses zum Einsturz und zog sich dann wieder zur Gänze zurück

– Im Hesindeschrein angelangt fanden wir eine Statue mit 13 Onyxen; Sato hielt Zwiesprache mit der Göttin (offenbar hat er etwas von Flavia gelernt) und die Onyxe lösten sich von selber von der Statue

– Mit den Onyxen gingen wir wieder in den Keller und zerstörten die Wand hinter der sich die Geheimkammer befand; in der Kammer befand sich in dem dreizehneckigen Stern eine Spinne und eine glasähnliche Kugel

– Dann vollbrachte Oliandra einen Zauber der es ihr ermöglicht die Wand einer Spinne gleich entlang zu laufen und sie platzierte an jedem Eck des Sterns einen Onyx, der daraufhin sofort „zerschmolz“ und damit den dreizehneckigen Stern immer mehr zerstörte; sobald der Stern zerstört war starb die Spinne, die Kugel zerbarst und wir hörten aus dem Garten ein polterndes Geräusch

– Wir verließen das Haus und eilten zur Gruft, die allerdings unbeschädigt schien

– Da bereits der Morgen graute traf auch wieder die Notarin ein; sie war sehr erstaunt uns alle lebend wieder zu sehen

– Wir erzählten ihr die ganze Geschichte und kamen zu der Feststellung, dass das ganze Testament eine Falle war, um Unbedarfte in das Haus zu locken und dann deren Körper zu übernehmen; die Notarin bestand darauf von all dem nichts gewusst zu haben und eigentlich glaubten wir ihr

– Nun ist die Notarin mit Sato und Larissa nach Grangor gefahren und Hjalmar, Oliandra und ich warten hier auf den Boroni den wir zur Öffnung der Gruft brauchen

– Der Boroni hat die Gruft geöffnet und der Sarg der letzten Signora Mercati ist zerborsten und ihre Gebeine sind nur noch Asche

– Ein paar Tage auf See werden mir gut tun – denn heute Abend laufen wir mit der Flut aus um nach Brabak zu segeln

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