as I scan this wasted land

Kielholen ist auch eine Art Transport

Ein Bericht unserer Frau vor Ort: Larissa Adara Pulcinella di Riva del Garda

Das del Ghislieri-Gezücht hat wohl von meinem Hobby Wind bekommen und hat versucht, mein Expeditionsschiff zu sabotieren. Oder sie haben die Gelegenheit genutzt, sowohl mir als auch Avesandro ins Handwerk zu pfuschen. So oder so waren wir in Grangor gestrandet. Immerhin konnte ich Thalya ein-zwei Sachen über Flavia und Luneclair aus der Nase ziehen.

Am 1. Praios ist der alljährliche Grusel um das alte Mercati-Haus wieder soweit, und Avesandro und seine Freunde haben beschlossen, es dieses Jahr wissen zu wollen – ist ja auch furchtbar langweilig, einen Tag abzuwarten bis das Schiff wieder flott ist. Doch ich beschloss mitzukommen, schließlich ist so ein Grundstück doch nicht zu verachten.

Die Notarin der Mercati ließ uns ein und versprach, am nächsten Tag wiederzukommen. Das Haus schien still und ominös im schwindenden Sonnenlicht. Wir untersuchten den Grund – Haus, Familiengruft, vernagelter Hesinde-Schrein, Gesindehaus. Ein schöner Besitz. Im Haus, als die Sonne schon untergegangen war, wurde es erst richtig unheimlich.

Wir untersuchten die unteren Räume und wurden mit fliegenden Flaschen konfrontiert, Büchern die von selbst aufgingen und plötzlichen Einbrüchen von Kälte in den Räumen. Die Katze von Avesandros ungekämmter Mätresse wurde im Wintergarten vergiftet. Nach und nach folgten wir den Spuren die von der Signorina Mercati hinterlassen wurden. Im Keller schließlich wurden wir fündig – das heißt, eigentlich Avesandro, denn er drückte an der Wand des Kellers herum und war plötzlich verschwunden.

Kurzzeitig waren wir verwirrt und als ich schon besorgt war ihm könnte etwas zugestoßen sein, drehte sich die Wand wieder und spuckte Avesandro aus. Und er sprach mich mit „liebe Schwester“ an. Da wusste ich, etwas war dort auf der anderen Seite der Wand ganz schief gelaufen, denn das was zurückgekommen war, was sicherlich nicht mein Bruder Avesandro. Swanson und von Greifsmantel schnappten sich den falschen Avesandro und versuchten ihn nach oben aus dem Keller zu bringen, während ich die Nachhut bildete. Aus der Wand hinter uns schien sich im schwachen Schein meiner Lampe ein schwarzer Nebel auszubreiten, der nach uns schlug und versuchte, uns zurückzuhalten. Und dann fing Avesandro an, Zaubersprüche um sich zu werfen.

Er griff seine Freunde damit an und schaffte es fast, sich zu befreien. Plötzlich rief der große Thorwaler in Avesandros Stimme, wir sollen uns in den Hesinde-Schrein retten und seinen Körper mitnehmen. Und dann krümmte sich von Greifsmantel und klappte vor meinen Füßen wie tot zusammen. Ich konnte ihm gerade noch einen Heiltrank einflößen und ihn aus dem Keller zerren, bevor die schwarzen Tentakel aus Nebel uns nach unten zerren konnten. Unterdessen schlug der Thorwaler Avesandro ohnmächtig (nicht unverdient, wenn ich das anmerken darf) und schleppte ihn hinaus. Wir retteten uns in den Schrein und horchten nach draußen, ob der Spuk vorbei war.

Avesandros Freundin Oliandra schien Heilung auf ihre Freunde zu zaubern. Sie hatte sich nicht als Adepta vorgestellt, also muss ich annehmen dass sie anders zaubert. Noch ein Grund – außer der roten Haare – warum sie und Avesandro keine gemeinsame Fortpflanzung erwägen sollten. Das wird ein Spaß, mit zwei Magiebegabten auf einem Schiff zu sitzen. Dass sie Blitze anziehen könnten wird wohl das geringste meiner Probleme sein.

Avesandro erklärte als er wieder bei sich war, er wäre kurzzeitig vom Geist der Signorina Mercati übernommen worden, die ihre Seele an Dämonen verkauft hatte. Im Haus wäre allerdings noch ein weiterer Geist, nämlich der ihres Vaters, der versucht hat, uns durch geschleuderte Schnapsflaschen aus dem Haus zu vertreiben bevor sie uns kriegen konnte. Wir müssten den Beschwörungskreis im Keller durch ein Artefakt der Hesinde vernichten, um dem Ganzen ein Ende zu bereiten.

Also nahmen wir die dreizehn Onyxe aus dem Schrein nachdem Herr von Greifsmantel mit Hesinde Zwiesprache gehalten hatte und Oliandra zauberte etwas, was ihr ermöglichte, wie eine Spinne die Wände entlang zu kriechen und die Onyxe im Beschwörungskreis zu verankern ohne selbst hineinzufallen. Ein Schrei ertönte, die Kugel im Kreis zersprang, und das Geheimnis des Mercati-Hauses war gelöst.

Mit dem ersten Licht erschien auch die Notarin und mit etwas gutem Zureden war sie bereit, das Erbe des Hauses auf einen von uns zu übertragen. Ich machte mich mit ihr und dem Herren von Greifsmantel auf den Weg nach Grangor zurück um das zu regeln, während Avesandro und der Rest auf die Boronis warteten, die wir ihnen schicken wollten, um die Gruft zu überprüfen.

Ich sehe bezüglich dieses Hauses und Grundstücks eine Menge Arbeit auf mich zukommen – Praioten, Bürokratie, Erbschaftssteuern, Kosten-Nutzen-Berechnungen, Verkauf oder Renovierung und schließlich noch Avesandro und seine Freunde an meinem Rockzipfel, die von mir erwarten, Profite zu generieren. Ich sollte sie zwingen, sich selbst darum zu kümmern, würde ihnen völlig recht geschehen. Aber zuerst geht es nach Brabak, um meine Schwester zu holen.

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