as I scan this wasted land

Fräulein Leben Beerenhof

Gunnar hat mich tatsächlich zum Maskenball mitgenommen – leider hat er bei der Beschaffung der Eintrittskarten zu unlauteren Mitteln gegriffen und so wurden wir nach einem Tanz auch direkt verhaftet. Statt also ein gemütliches Abendessen zu genießen und dann die Nacht im – Gespräch – zu verbringen, muss ich der Stadtwache erklären dass ich keine Diebin bin.

Nach meiner Freilassung und Ankunft in der Loge finde ich in der Abstellkammer François und ein Loch im Boden, das er als unwesentlich abtut. Der später aufgestandene Professor meint, da wäre eine Flasche mit Säure hinuntergefallen und hätte sich bis in den Keller hineingebrannt. Mir fällt auch ein, dass ich unseren Majordomo beim Ball gesehen zu haben glaube. Feris meint daraufhin, François wäre sauer gewesen, dass sie ihn nicht zum Ball mitgenommen haben. Das widerspricht sich irgendwie. Und Tallis findet Viz in einer Verhörkammer mit einem Zweiweg-Spiegel eingesperrt.

Anscheinend haben die anderen einen Kunden für einen Minotaurus-Nasenring gefunden, den wir irgendwoher haben, und dieser lässt uns mit der Kutsche abholen. Er kauft den Nasenring und erzählt von einem Auftrag, den er noch zusätzlich für uns hätte, aber anscheinend haben wir andere Rettungsaktionen vor also lehnen wir vorerst ab mit dem Hinweis, dass wir vielleicht zurückkehren würden wenn sich’s ausgeht. Oder wenn wir pleite sind.

Der nächste Weg führt uns in den Tempel des Aroden, in dem ein Bild steht. Ich erfahre dass das Bild eine andere Ebene ist und die darauf abgebildete Nymphe wohl versucht hat, den Besitzer des Bildes zu sich zu rufen und gleichzeitig seine Verlobte zu beseitigen. Wir holen den Maler Sniefhart, der das Bild gemalt hat, betreten das Bild und machen die Bekanntschaft der Nymphe. Die Nymphe im Bild ist bloß ein magischer Unfall, ein Echo der echten Nymphe. Sniefhart merkt zu seinem Entsetzen dass auch die Anwesenheit der Nymphe sein malerisches Genie nicht wiederzuerwecken vermag. Feris meint, Nocturna der Sukkubus hätte es ihm gestohlen. Was uns noch auffällt ist dass die Nymphe uns nicht mehr aus dem Bild herauslässt. Wir überreden sie, einen von uns freizulassen, damit wir Balthasier – den Mann den sie liebt – holen können. Sniefhart und der Professor machen sich auf den Weg nach draußen, während der Rest von uns der Nymphe – mit Namen Drusilia – die Zeit vertreiben soll.

Wie wir bald merken, ist es im Bild wirklich ziemlich langweilig. Die Langweile bringt meine elenden Gedanken wieder zurück zur desaströsen Ballnacht und dem noch immer verhafteten Gunnar zurück. Der Professor hatte gesagt, für den Diebstahl eines Gegenwerts von 1 000 Goldmünzen würden ihm mindestens einige Monate bis zwei Jahre Gefängnis drohen. Ich versuche mich damit abzulenken, indem ich dem mäßig – beziehungsweise gar nicht – interessierten Tallis Geschichten aus meiner Kindheit erzähle. Jetzt im Nachhinein fühle ich mich schlecht deswegen, aber was soll’s.

Bei ihrer Rückkehr haben Professor Birger und Sniefi noch Galilos und Balthasier dabei. Am Ende macht es Skorina richtig: sie redet Drusilia ein, bloß ein Abbild und keine Person zu sein. Die Nymphe lässt uns aus dem Bild heraus, die Sommerlandschaft im Bild wandelt sich zum Winter und die Magie verschwindet aus dem Bild, bloß eine Ahnung der Nymphe hinter dem Teich zwischen den Bäumen.

Balthasier ist uns überaus dankbar und verspricht auf Anfrage, für eine Amnestie für Gunnar zu sorgen. Ich habe zwar vor, ihn noch am selben Abend im Gefängnis zu besuchen, aber dann werde ich abgelenkt. Da wir nun Zeit haben, beschließen wir, den Auftrag des Nasenring-Kunden zu übernehmen. Gadozus möchte dass wir ein Sniefhart-Bild für ihn erwerben. Das Bild befindet sich derzeit im Besitz seines ehemaligen Freundes und nunmehrigen Feindes Avril, der nicht weiß dass es ein echter Sniefhart ist. Sobald es herauskommt dass Sniefhart nicht mehr malen kann, werden seine Bilder im Wert steigen, und Gadozus möchte es seiner Enkelin schenken. Wir bekommen einen Etat, von dem wir uns alles behalten dürfen, was wir nicht fürs Bild ausgeben. Deutliche Aufforderung, gut zu feilschen, würde ich meinen.

In der „Schmatzenden Maid“, Avrils Gasthaus direkt am Jammertal werden wir erst einmal nicht fündig, weil das Bild seit dem Kellerumbau verschwunden ist. Nach kurzer Suche machen wir die Bekanntschaft eines weißen Moosäffchens, das sich „der Priester“ nennt. Der Priester ist Kleriker des Halblingsgottes Kurges und hat das Bild mitgenommen und versteckt, um Avril für sein ungefragtes Eindringen in den Kurges-Tempel zu bestrafen. Der arme Priester hatte in der Vegangenheit aufgrund seines Aussehens – er ist nun mal sehr niedlich – Probleme sich mit Avril und seiner Familie zu verständigen.

Um die Angelegenheit wieder in Ordnung zu bringen, schlägt er einen Wettbewerb vor, den wir auch knapp gewinnen. Er misst sich in Klettern, Laufen und Schwimmen gegen uns. Mit „wir“ und „gewonnen“ meine ich eigentlich Halcyon und Viz, die sehr fit zu sein scheinen. Nachdem wir gewonnen haben, helfen wir dem Priester, mit Avril zu sprechen, und sie erreichen einen Kompromiss bezüglich der heiligen Kellerräume, und Avril bekommt sein Bild zurück. Er bietet an, uns das Bild zu schenken statt zu verkaufen, wenn wir seinen anderen Keller von infernalischen Maulwürfen säubern. Der Maulwurfkeller war früher mal ein Tempel des Zon-Kuthon gewesen, der kein netter Zeitgenosse ist. Die Maulwürfe verlangen Blut, werden aber schnell und ohne viel Verletzungen an unserer Seite vernichtet. Bloß der Professor ist danach ein wenig angeschlagen. Avril macht uns das Bild zum Geschenk, unser Auftraggeber ist höchst erfreut und wir können das ganze Bildbudget behalten.

Als es bereits nach Mitternacht ist, beschließen wir, noch ein Wort mit Nocturna über ihre Machenschaften zu sprechen. Professor Birger schafft es tatsächlich eine Audienz bei ihr zu erhalten und versucht sie darauf anzusprechen dass sie Leuten ihre Talente nicht stehlen soll. Sie verneint mit gekonntem Charme auch, und der Professor kommt heraus, ohne schlauer zu sein als vorher. Er hat jedoch einen Verdacht. Schade dass er sich nicht getraut hat, den ihr gegenüber zu äußern. Nocturna scheint ihm jedoch durch die Blume gesagt zu haben dass sie nicht aus ihrem eigenen Antrieb gehandelt hat sondern Auftraggeber hatte. Wir beschließen, es für heute Abend gut sein zu lassen und uns morgen umzuschauen, wenn der Rote Halbmond leer ist.

Am nächsten Morgen mache ich mich auf den Weg zum Himmelfahrtshof, um nach Gunnar zu sehen. Es ist fast schon Mittag, und ich erfahre dass er bereits im Morgengrauen entlassen worden ist. In seiner Wohnung finde ich jedoch bloß seinen Abschiedsbrief. Das reicht, um mir den Morgen zu vermiesen.

Als ich die anderen einhole, sind sie gerade dabei, zum Nachtklub aufzubrechen, der jetzt leer stehen müsste. Tallis und der Professor betreten Nocturnas Garderobe und finden Flaschen mit der Essenz eines Menschen und eines Gnomes. Wohl das Genie, das Nocturna Sniefhart und seinem Freund gestohlen hat. Es warten drei Flaschen auf weitere Essenzen und ein grässliches Gerät liegt im Kasten, das wohl verwendet worden ist, um die Essenz zu extrahieren. Wir beschließen, Nocturna mit diesen Tatsachen zu konfrontieren sobald sie in den Klub kommt. In der Zwischenzeit haben wir anderes zu tun.

Wir betreten ein Haus in der Stadt, auf das wir bei Recherchen nach der schwarzen Tigerperle gestoßen sind. Wir finden Tote und Spuren eines Salzdrachens. Schnell, um dem Drachen nicht zu begegnen, huschen wir durch Haus. Überall liegen Leichen – manche vom Salzdrachen, aber zwei von einer Person erledigt, die wohl sehr geschickt mit Messern ist. Einer der Toten ist unsere letzte Spur zur schwarzen Perle. Er hat sie auch tatsächlich bei sich, gemeinsam mit einigen recht netten Gegenständen, die wir als Gegenleistung für unsere guten Taten akquirieren. Wir verzichten derzeit aber darauf, den Mann zu seinem Orden zu bringen, damit er wiedererweckt wird. Die Welt braucht nicht noch mehr Höllenritter. Auf dem Weg nach draußen folgt uns der Drache – er ist untot und gruselig – und Professor Birger kann es sich nicht verkneifen, dem Drachen in den Säurestrahl zu geraten, der ihn ziemlich versengt. So viel zur Vorsicht.

In der Loge geben wir die Perle an Eliza weiter, die meint, sie wolle sie nicht mehr verkaufen. Sie hat vor, andere Lösungen für die finanziellen Probleme ihrer Familie zu finden, da sie zu der Perle eine emotionale Bindung hat. Ich frage mich, wie sie die hergestellt hat, während sie händeringend darauf wartete, dass jemand anderer sie ihr zurückbeschafft. Ich werde die Menschen hier mit ihrer inferioren Logik niemals verstehen.

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