as I scan this wasted land

und wir sind jetzt reich… viel zu reich für DSA-Charaktere

Ein Bericht unseres Mannes vor Ort: Sato Leonar Isidorn Cyberian von Greifsmantel

Ich weiß, ich habe jetzt schon länger nichts von mir hören lassen und das tut mir auch Leid. Unsere Nachforschungen was die Sternengabe und Flavias Verschwinden angeht sind leider nicht soweit gediehen wie ich mir das gewünscht hätte. Wir sind ihrer Spur bis Horasia gefolgt und obwohl wir herausgefunden haben, dass sie sich offenbar innerhalb der Mauern des Palastes befand wurden alle unsere Versuche mit ihr Kontakt aufzunehmen im Keim erstickt. Man sagte uns eine Audienz mit Ihrer Heiligkeit der Magistra der Magister zu, aber der Termin lag weit in der Zukunft. So blieb uns nichts anderes übrig, als Zeit totzuschlagen. Es gab ein kurzes Intermezzo mit Avesandros Verwandschaft – seine Cousine war in ziemliche Probleme geraten. Auch wenn mich das stärker mitzunehmen schien als ihn selbst, fühlte ich mich verpflichtet seiner Familie zu helfen, nach all dem was er für unsere getan hat. Familie ist schließlich das Wichtigste!

Ich will nicht viele Worte darüber verlieren, da es wenig für dich Interessantes zu berichten gibt, aber wir waren erfolgreich und deine Kontakte haben sich als sehr nützlich erwiesen, vielen Dank nochmal dafür!

Danach reisten wir nach Grangor, da wir erfuhren dass Flavia dort gesehen worden sei, verpassten sie aber natürlich wieder. Immerhin hatte Flavias und Avesandros Schwester Larissa dort ein Schiff vor Anker das zufälligerweise in dieselbe Richtung fahren würde wie Flavia. Es gab offenbar irgendeine Sabotage von Geschäftsrivalen, sodass wir noch zwei Tage ungeplanten Aufenthalt hatten. Avesandro hörte zufällig dass noch in dieser Nacht ein alljährliches Ereignis stattfinden würde. Das Anwesen der Mercati, etwas außerhalb von Grangor wurde offenbar von Geistern heimgesucht und es gab ein Testament das denjenigen die in dieser Nacht das Geheimnis des Hauses lüften können, diese Anwesen vermachen würde. Von der Familie selbst lebte niemand mehr. Ich weiß zwar nicht, was ich mit einem Anwesen in Grangor soll, aber im besten Fall kann die ehrenwerte Larissa das immer noch für uns zu Geld machen. Wir gaben nicht viel auf die Geistergeschichten und dachten dass wir damit schon fertig werden würden.

Also fanden wir uns am Abend vor dem Anwesen ein und die Notarin erklärte uns die Bedingungen. Wir dürfen das Anwesen nicht niederbrennen und müssten bis zum Morgen das Rätsel lösen, dessen erster Hinweis auf dem Schlüssel zum Haus zu finden sei. So gewappnet betraten wir das Grundstück.

Wir sahen uns im letzten Tageslicht noch außerhalb des Anwesens um und fanden eine verschlossene Familiengruft samt künstlichen Teich, einen Werkzeugschuppen und einen kleinen Hesinde-Schrein.

Danach betraten wir das Haus und wurden sogleich mit zuschlagenden Türen begrüßt. Offensichtlich war doch etwas an den Geistergeschichten dran. Vorsichtig begannen wir das Haus zu durchsuchen. Ich will dich nicht mit den Details langweilen, aber wir fanden einige Hinweise darauf dass die letzte der Mercatis offenbar so etwas wie ein schwarzes Schaf gewesen war, das die Familie ins Unglück stürzte.

Wir folgten nun den Hinweisen, immer wieder gestört, behindert oder sogar angegriffen von diversen Geisterphänomenen, und gelangten schließlich in den Keller des Anwesens wo wir eine Geheimtür in einer Kellerwand fanden. Avesandro fand zu seinem Unglück den Auslösemechanismus und ohne dass wir etwas machen konnten drehte sich die ganze Wand mitsamt Avesandro und er war verschwunden. Während wir noch versuchten den Mechanismus zu finden um ebenfalls in den Raum dahinter zu gelangen, drehte sich die Wand nochmal und Avesandro war wieder da.

Allerdings begann zur selben Zeit ein dunkler Nebel aus den Ritzen der Geheimtür zu sickern und Avesandro verhielt sich irgendwie seltsam. In einem Moment ungewöhnlich freundlich, dann wieder aufbrausend und ablenkend auf Fragen was in dem Raum geschehen sei. Außerdem begann dieser unnatürliche Nebel langsam um unsere Füße zu wabern was uns allen große Schmerzen verursachte – nur Avesandro nicht.

Wir folgerten dass er offenbar besessen war und Hjalmar und ich versuchten ihn an den Armen und Beinen hinauszubefördern wogegen er sich vehement zu wehren begann. Körperlich ist er uns natürlich weit unterlegen, allerdings gelang es ihm einen Kältezauber gegen Hjalmar durchzubringen wodurch dieser gezwungen war ihn loszulassen. Mit seinen Händen frei wirkte er sofort einen Zauber gegen mich und –bereits vom Nebel geschwächt – wurde alles schwarz um mich.

Ich wachte wieder im Hesinde-Schrein auf, lebendig aber mit heftigsten Kopfschmerzen. Hjalmar hat gleich nach diesem Vorfall offenbar die Geduld verloren Avesandro und in seiner gewohnt liebevollen Art seine Streitaxt in den Körper gerammt, was dieser gerade noch, wenn auch knapp, überlebt hat. Mit einem bewusstlosen Avesandro war es gleich viel leichter das Haus zu verlassen.

Als Avesandro wieder aufwachte war er offenbar wieder Herr seiner Sinne, als er gleich wieder Hjalmar beleidigte und herablassend erklärte wie wir alles besser machen hätten können. Immerhin hat er in der Zeit als sein Geist nicht in seinem Körper weilte, Kontakt mit dem Geist des Vaters der letzten Mercatis aufgenommen. Dieser erklärte ihm dass seine Tochter für alles verantwortlich sei und nur Hesinde uns weiterhelfen könnte. Avesandro hat auch noch einen 13-zackigen Stern im Raum hinter der Geheimtür gesehen, offenbar war die Gute also eine Dämonenpaktiererin.

Im Schrein der Hesinde fanden wir eine wunderschöne Statue der Hesinde vor, in der als Verzierung 13 Onyxe eingelassen waren. Wir benötigten nicht lange um unseren Plan zu formulieren. Ich löste nach einem kurzen respektvollen Stoßgebet zu Hesinde in dem ich unsere Not schilderte, die Onyxe aus der Statue und als würde uns Hesinde selbst ihr Wohlwollen ausdrücken, fielen sie mir beinahe von selbst in die Hand.

Im Haus hatte sich wieder alles beruhigt und so drangen wir erneut in den Keller vor. Hjalmar schlug mit einigen kräftigen Schlägen die Wand mit der Geheimtür ein, damit Oliandra nicht ganz isoliert sein würde. Sie selbst kletterte mit den Onyxen bewaffnet an der Wand entlang in den Raum und belegte jeden Zacken des Beschwörungskreises mit einem Onyx. Sobald sie den letzten Onyx platziert hatte, löste sich der Kreis auf und ein durchdringender Schrei gellte durchs Haus, der Musik für unsere Ohren war, demonstrierte er doch dass wir erfolgreich waren.

Am nächsten Morgen war die Notarin sehr erstaunt, dass wir überlebt hatten bzw. nicht geflüchtet sind, aber sie überschrieb uns wie im Testament vorgesehen das Haus. Von Dämonenanbetern wusste sie offensichtlich nichts, aber du weißt ja, Anwälte… Larissa hat sich bereit erklärt, sich mit den den Details der Reinigung, Instandsetzung und des Verkaufs auseinanderzusetzen, aber bis wir hier etwas bekommen wird wohl noch Zeit vergehen.

Das ist jetzt bereits das zweite Mal, dass ich mit Dämonen konfrontiert worden bin und ich sage dir, es ist kein schönes Gefühl zu wissen dass ich absolut nichts gegen sie ausrichten kann. Geweihte Waffen sind für Laien wie uns praktisch unmöglich zu bekommen und magische fast genauso schwer. Wenn du irgendwelche Tricks kennst um Dämonen beizukommen (außer davonzulaufen), lass es mich wissen.

Dein Sato

Anhang 1: Schwarzer Nebeldämon sprengt die Glaskuppel eines herrschaftlichen Anwesens
Anhang 2: Friedlicher Hesinde-Schrein mit einer Statue der Hesinde, die mit 13 Onyxen verziert ist

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