as I scan this wasted land

Spielt Lotto und betet zu Phex

Auszug aus dem Vademecum des Adeptus Avesandro Rahjácomo Sarastro di Riva del Garda, Esquirio

Brabak – Chorhop

–     Phex war wirklich gnädig zu uns – und vor allem zu Sato; oder vielmehr zu dem Schutzpraetor der Stadt Chorhop Sato von Greifsmantel und seinen treuen Dienerinnen und Dienern (also uns restlichen). Aber der Reihe nach (und die Ereignisse sind in Form einer gerafften Retrospektive zusammengefasst)

–     In Brabak wohnhaft haben wir alle nach einiger Zeit gemerkt, dass zuerst Ifirnia (das wäre ja nicht ungewöhnlich) und bald darauf auch Hjalmar aus der Stadt in den Dschungel „übersiedelt“ sind

–     Der Kontakt war eher lose aber eines Tages hat Hjalmar berichtet, dass Ifirnia in Sorge ist da sie immer wieder widernatürlich verformte Tiere bei der Jagd findet. Diese verbrennt sie zwar, aber es ist unheimlich und außerdem hätte sie ihren Widersacher wieder gesehen der sie verfolgen würde

–     Ifirnia hat Oliandra und Sato um Hilfe gebeten – Graziosa Flavia und ich waren nicht willkommen; das hat Flavia und mich natürlich nicht gehindert trotzdem mit zu gehen und im Wald von Hjalmar abgehängt zu werden

–     Wir trafen dann Ifirnia (ihre Abneigung gegen Magier im allgemeinen und mich im speziellen hat manchmal wirklich enervierende Ausmaße) und sie versprach Graziosa Flavia das nächste verendete Tier zur Analyse nach Brabak zu senden

–     Außerdem hatten Ifirnia und Hjalmar eine „Druidin“ – Ingunde Entenklamm genannt und ebenfalls aus Tobrien stammend – kennen gelernt (HINWEIS: Sobald die beiden jemanden für nett und vertrauenswürdig erachten, zukünftig höchstes Misstrauen walten lassen und alle nur erdenklichen magischen Analysen vornehmen); die Schwester (Kunigunde) dieser „Druidin“ soll von Sklavenjägern (die mit dem Schwarzmagier der Ifirnia verfolgt zusammenarbeiten) entführt worden sein

–     Dann wurde in Brabak auch noch das Gerücht laut, dass die Sklavenjäger eine Perainegeweihte entführt hätten und so machten wir uns gemeinsam mit der „Druidin“ Ingunde auf den Weg sowohl deren Schwester als auch die Geweihte zu befreien – ein fataler Fehler wie sich bald herausstellen sollte

–     Ingunde hatte die Sklavenjäger „belauscht“ und in Erfahrung gebracht, dass diese in vier Tagen ein Mohadorf überfallen wollten. Nach längeren Diskussionen sind wir zu dem Mohadorf gegangen um die Eingeborenen zu warnen und uns gleichzeitig versklaven zu lassen um die Geweihte und „Kunigunde“ so zu befreien

–     Ich spare mir all die Details – aber Fazit war, dass wir tatsächlich versklavt und auf das Schiff „Magnolia“ gebracht wurden. Eigentlich wie geplant – mit dem „kleinen“ Schönheitsfehler, dass sich herausstellte, dass eigentlich die „Druidin“ Ingunde der Quell allen Übels war und eigentlich eine Paktiererin ist. Die Geweihte wollte sie zum Errichten eines Unheiligtums opfern, die Schwester gab es in Wirklichkeit nicht – und wir lagen in Ketten als Sklaven an Bord des Sklavenschiffes „Magnolia“. Dort war auch ein Magister Sempelquast, der laut Ifirnia der Ursprung ihrer gesamten Misere war. Dumm war nur, dass er ebenfalls ein Sklave und dass er geblendet worden war um ihn als Magier unschädlich zu machen. In den langen Stunden der Gefangenschaft erzählte er uns seine Version der ganzen – mittlerweile sich über mehrere Jahre erstreckenden – Geschichte. Und als er geendet hatte war eigentlich allen klar, dass er die Wahrheit gesagt haben musste und dass die Paktiererin eigentlich Ifirnias Feindin gewesen war und er nur versucht hatte Ifirnia zu helfen und sie zu retten. Das war allen klar – bis auf Ifirnia, weil: „Alle Magier san G’frasta – und Druiden natürlich auch“. Habe ich erwähnt, dass Ifirnia enervierend sein kann?

–     Wir wurden nach Al‘Anfa gebracht dort verkauft (interessante Stadt wahrscheinlich – wenn man sie aus einer anderen Perspektive als dem Sklavenmarkt sieht), wieder weiter verkauft weil ungeeignet – und so fanden wir uns alle wieder an Bord der „Krakon“. Ein Sklavenschiff der übelsten Sorte – die „Magnolia“ war eine echte Spazierfahrt dagegen. Ich möchte mich an all die Grausamkeiten, das Leid und die Ängste die wir erfahren und vor allem gesehen haben gar nicht erinnern. Wie gut, dass in den zivilisierten Landen die Sklaverei verboten ist – wiewohl das Schicksal vieler „Freier“ bei uns nicht wesentlich besser ist …

–     Endlich landeten wir in Chorhop an und wurden an einen reichen Novadi verkauft

–     Vor dessen Haus angekettet gelang es uns unter Einsatz unseres Lebens ein kleines Mädchen vor einem sich losreißenden Bluthund zu retten; der Vater des Mädchens – offenbar ein Bekannter Oliandras aus Brabak – erreichte bei unserem neuen Eigentümer, dass uns der die Erlaubnis gab an der „Großen Lotterie“ teilzunehmen. Hierbei kann jeder sein Leben einsetzen und begibt sich – wenn das Los nicht gewinnt – in lebenslange Sklaverei (ohne die Möglichkeit sich freizukaufen oder freigekauft zu werden). Wer allerdings einen der neun Preise gewinnt, wird für ein Jahr zu einem der Praetoren Chorhops die die Macht in der Stadt innehaben – und gelangt damit zu Macht (und in der Stadt der allgegenwärtigen Korruption und des Glücksspiels) auch zu Reichtum. Man kann übrigens auch ein Los um 1.000 Dukaten kaufen. Und Sklaven die teilnehmen wollen brauchen die Erlaubnis ihres Eigentümers (so wie wir eben)

–     Wir nahmen alle die uns großzügig gewährte Chance an – zu verlieren hatten wir kaum etwas. Allenfalls etwas zu gewinnen und Phex (so hatten wir zumindest das Gefühl) schuldete uns noch etwas

–     Die Ziehung war ein riesiges Spektakel – und wir gelangten alsbald zu der Überzeugung, dass die ganze Ziehung manipuliert war und sahen unsere Chancen schwinden. Als das letzte Los gezogen wurde waren unsere letzten Hoffnungen zerstört, da keines unserer Lose gewonnen hatte – ewige Sklaverei schien unser Schicksal. Aber die Glücksfee hatte sich geirrt und das letzte Los verkehrt herum gehalten. Und richtig gehalten gewann Sato den Posten des Schutzpraetors der Stadt

–     Sato wurde von der jubelnden Menge umringt und so von uns getrennt – keine Ahnung wohin sie ihn brachten. Wir jedenfalls wurden wieder in das Haus unseres nunmehr endgültigen Eigentümers gebracht und verbrachten dort die letzte Nacht ohne Brandmal

–     Am nächsten Tag – kurz bevor wir alle unser Brandmal erhalten sollten – ritt Sato mit seiner Garde in den Hof und befreite uns (nach kurzem Disput mit unserem Eigentümer) aus der Sklaverei. Unser Eigentümer wollte Ersatz für uns – und mit einem lässig gemurmelten „Doppelt oder Nichts“ (also entweder 10 Sklaven statt uns oder eben keine) das Sato gewann ließ uns unser Eigentümer mit all unseren Habseligkeiten ziehen. Für einen Spross aus einer praiosgefälligen Famiglia hat sich Sato ziemlich schnell an die hiesigen Gegebenheiten gewöhnt …

–     Ein Gedanke noch – bevor ich ihn vergesse – und die möglichen Alternativen:

Ich glaube nicht, dass es (nur) Phexens Hilfe war die Sato zu dem gemacht hat was er jetzt ist (wie gesagt erschien uns die gesamte Ziehung manipuliert) – daher stellt sich die Frage nach dem „WARUM“. Alternativen sind:

a)      Jemand wollte dem eigentlich für den Posten vorgesehenen Mann schaden – dann hat Sato jetzt einen Feind, nämlich den eigentlich für das Amt Vorgesehenen

b)      Jemand will Sato zu etwas bringen bzw. etwas von ihm fordern (nämlich sein Protegé) – der wird sich dann beizeiten aus der Deckung wagen und seinen „Lohn fordern“ – fraglich ob Sato bereit sein wird den Lohn zu zahlen (kommt auf den Lohn an), den Feind aus Punkt a) hat er zusätzlich

c)       Jemand hält Sato für besonders geeignet (oder ungeeignet) für die Aufgabe und weiß (oder plant) was in näherer Zukunft passieren wird – und will das entweder verhindern oder erleichtern. Die Frage ist, ob wir das Spiel rechtzeitig erkennen und entsprechend verhindern oder unterstützen können – weil Sato ja nicht alleine ist. Es kann natürlich auch sein, dass der unerkannte Ränkeschmied auch das in seinen Plan mit einkalkuliert. Den Feind aus Punkt a) wird Sato jedenfalls auch hier nicht los

d)      Und im „langweiligsten“ Fall hat einfach nur Phex seine Schuld beglichen – aber daran glaube ich wie gesagt nicht. Zu laut ist sein Kichern und Phex hat noch nie einfach bezahlt

–     Persönlich glaube ich an Punkt c) in der „Ausbauvariante“ (sprich Berücksichtigung der gesamten Gruppe) – und dann wird das ein ganz heißer Tanz. Aber als echter Horasier mit einer echten Horasierin (und das ist Graziosa Flavia jedenfalls – auch wenn sie das so nicht wahrhaben will) an meiner Seite und all den anderen Freunden zur Unterstützung Satos wird mir da nicht bang – da mag passieren was will: Wir werden damit fertig!

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