as I scan this wasted land

ich weiß nicht mal wo ich anfangen soll

Auszug aus dem Vademecum des Adeptus Avesandro Rahjácomo Sarastro di Riva del Garda, Esquirio

An Bord der Krakon (Rückblende)

– Eine Geschichte ist mir noch im Nachgang unserer „Reise“ mit der Krakon wieder ins Gedächtnis gekommen

– Eines Tages sind plötzlich – soweit ich sehen konnte – alle meine Gefährten gleichzeitig in Ohnmacht gefallen und begannen aus Ohren und Nase zu bluten

– Auch ich wurde durch diese Macht herausgefordert aber ich konnte widerstehen und so blieb ich wach

– Stunden vergingen bis ich Flavias Stimme nach mir rufen hörte – sie forderte mich auf zu ihr zu kommen

– Ich beschloss dem Ruf nachzugeben und befand mich alsbald in einem angenehmen Haus unter südlicher Sonne – und alle meine Freunde waren auch anwesend

– Sie erklärten mir, dass wir in Uthuria wären und dass wir in den Körpern anderer Leute stecken würden

– Und zu allem Überfluss würden wir uns sehen wie wir einander kennen und alle anderen Betrachter würden die „Wirtskörper“ sehen – sehr verwirrend aber durchaus hilfreich wie sich herausstellen sollte

– Ich war als einziger in den Körper eines eingeborenen Blutmagiers „gesteckt“ worden – die anderen in die Körper der al‘anfanischen „Gesandtschaft“ in Amakun, der Stadt in der wir uns befanden

– Die al‘anfanische Gesandtschaft hatte in Amakun um Hilfe im Kampf gegen eine Spinneninvasion in Porto Velvenya (der al‘anfanischen Niederlassung in Uthuria) gebeten; Hilfe gibt es aber nur durch „Aufladung“ des Blutsteins durch Opferungen von riesigen Mengen an Blut

– Der Rest der Gruppe hatte natürlich wieder ein Problem aufgegabelt – sie brauchten ein Opfertier und das hätten sie nur bekommen, wenn sie einem Bauernstamm helfen

– Das Problem des Bauernstammes war, dass deren Felder teilweise verschimmelten; betroffen war auch die lokale Götzenstatue

– Eine Analyse mit „Odem Arcanum“ förderte ein Stückchen Gold zutage, das offensichtlich von einer „Blutintarsie“ (in den Körper eingelassene Goldstruktur, die in Verbindung mit Blut erlaubt magische Vorteile zu nutzen) abgebrochen war und am Boden lag; sonst keinerlei Spuren magischen Wirkens

– Mit einer Priesterin, Jaxarona, gesprochen, die die andern – wissen die Zwölfe woher – kannten und mit einer ihrer Schülerinnen zu dem Feld zurückgekehrt

– Eine karmale Untersuchung förderte das Wirken des Gottes „Burdu“ zutage – offensichtlich die hiesige Bezeichnung des Namenlosen

– Eine genauere Untersuchung des Bruchstücks der „Blutintarsie“ offenbarte zweifelsfrei eine Verbindung zum Gott der Astronomie Xaa-Olkin bzw. zum ortsansässigen Tempel des Gottes – da diese Art von Gold nur von diesem Tempel verwendet wurde

– Bei der abendlichen Opferprozession konnten wir den Priester ausmachen, dem dieses Stück abgebrochen war – er war also unser Hauptverdächtiger

– In der Nacht drangen wir in den Xaa-Olkin-Tempel ein und entwendeten die Schriften des Priesters um ihm eine Verbindung zu Burdu nachzuweisen

– Gelang uns aber anhand der Schriften nicht und so drangen wir nochmals in den Tempel ein, um den Priester selber mitzunehmen und zu verhören

– Ein Blick Oliandras auf die im Tempel angebrachte mechanische Sternenkarte des Nordhimmels und den damit berechneten Kalender machte ihr klar, dass der Himmel nicht der Realität entsprach

– Als Oliandra mir davon berichtete wurde mir schlagartig klar, dass die ganzen Opferungen zur Aufladung des Blutsteines möglicherweise einem falschen Zweck „zugute“ kommen würden, da natürlich alles dem mechanischen Kalender untergeordnet wurde – und nachdem der falsch ging wurde zum falschen Zeitpunkt und damit der falschen Gottheit geopfert

– Die Befragung des gefangengenommen Priester erbrachte keine Resultate – außer den Hinweis, wer wirklich für die Einstellung des Kalenders verantwortlich war

– Mit dieser Information gingen wir mit Jaxarona gemeinsam zur Hohepriesterin der Stadt Yo’latall und legten dieser den Sachverhalt dar

– Daraufhin wurden alle Opferungen gestoppt und der falsche Priester wurde gefangen genommen

– Der Blutstein war nun ruiniert und konnte nun nicht mehr aufgeladen werden – damit wird innerhalb kürzester Zeit jede Magie und jedwedes göttliches Wirken versiegen

– Abhilfe würde die Entwendung des Blutsteins einer anderen Stadt schaffen – und da wir in den Körpern der al‘anfanischen Gesandtschaft steckten sagten wir leichten Herzens zu, den neuen Blutstein zu beschaffen

– Bevor wir uns von unserer Priesterin zurückschicken ließen feierten wir eine große Orgie bei der sich Oliandra durchaus gut mit der Leiterin der horasischen Gesandtschaft – einer gewissen Dalida del Ghislieri – amüsierte

– Als ich Dalida wieder gesehen habe gab ich bei Jaxarona einen Brief ab mit der Bitte, ihn Dalida nach unserer „Abreise“ zu übergeben

– Alleine Dalida zu sehen – und zu wissen, dass ich sie aller Voraussicht nach nie wiedersehen werde, und dass selbst wenn ich sie wieder sehen würde wahrscheinlich nichts mehr so sein wird wie früher – allein der Gedanke hat mir fast das Herz gebrochen

– Oliandra ist so eine tolle Frau, eine wirklich gute Freundin mit der man auf allen Ebenen wirklich viel Spaß haben kann und für die ich auch mein Leben riskieren würde – aber den Traviabund eingehen würde ich nur mit Dalida, einfach weil ich immer nur sie geliebt habe und lieben werde

– Nach einem Ritual befanden wir uns alle plötzlich wieder in unseren eigenen Körpern an Bord der Krakon – rund einen Tag nachdem wir alle „abgereist“ waren

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