as I scan this wasted land

politischer Alltag in Chorhop

Ein Bericht unseres Mannes vor Ort: Sato Leonar Isidorn Cyberian von Greifsmantel

Meine ersten Tage im neuen Amt waren bereits sehr ereignisreich, Zeit sich einzuleben bekommt man jedenfalls keine als Schutzprätor von Chorhop.

Ich hielt gleich nachdem ich meine Freunde aus der Sklaverei befreit hatte meine Antrittsrede vor den versammelten Wachen. Ich war etwas unvorbereitet und es hätte wohl besser laufen können, aber ich denke ich habe einen Eindruck gemacht. Ich weiß aber noch nicht ob einen guten oder schlechten. Ich wurde jedenfalls von Cordero, einem Hünen von Thorwaler, herausgefordert, der offenbar befürchtete dass ich wie meine Vorgängerin alles schleifen lassen und die wahren Verbrecher unbehelligt lassen werde. Ich werde jedenfalls versuchen das zu ändern und das habe ich auch deutlich gemacht.

Begonnen hat es am ersten Tag gleich mal gar nicht gut damit, dass einige Leute vorgesprochen und mir auch einige Bestechungsgelder zugeschoben haben. Ich muss sagen, die weitverbreitete und mehr oder weniger alltägliche Korruption hier bereitet mir Kopfschmerzen. Einerseits sagte man mir, dass ich ohne Bestechung nicht über die Runden kommen werde, andererseits widerstrebt es mir Bestechung anzunehmen, ich fürchte von Vaters Tiraden ist offenbar doch etwas hängengeblieben. Eine der Besucherinnen gab mir Geld, damit ich die Patrouillenroute im Südviertel in dieser Nacht nicht verändere. Das hatte ich ohnehin nicht vor, aber da sie mir nun einen Hinweis gegeben hatte, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht begann ich nachzuforschen. Ich fand heraus, dass die übliche Route nur an einer Stelle verändert wurde und begab mich mit meinen Freunden dorthin um die Sache zu untersuchen. Leider hatten die ihre Befreiung aus der Sklaverei ausgiebig gefeiert und waren teilweise bereits mehr als angeheitert. Das hatte ich etwas unterschätzt und als wir dort waren und ich mit Ifirnia versuchte, das Herrschaftshaus ein wenig näher zu untersuchen ging einiges schief. Es endete mit einem Pfeil in der Hand eines Hauswächters und wir kamen nur knapp davon ohne erkannt oder gar erwischt zu werden. Erfahren haben wir nichts, also werde ich auf eine andere Gelegenheit warten müssen.

Am nächsten Tag gab es einen Aufruhr an einem der Stadttore und da gerade alle anwesend waren, beschlossen wir uns das anzusehen. Ein Moha wurde des Diebstahls von Stadtwacheneigentum beschuldigt, zum Glück kann Avesandro gut Mohisch und so erfuhren wir was sich wirklich zugetragen hatte. Der Moha hatte beobachtet wie die Wachen von Banditen überfallen und in Richtung der Piratensiedlung Nasha verschleppt wurden. Der Moha hat sich dann das Pferd und die übriggebliebenen Habseligkeiten geschnappt und nach Chorhop gebracht um sie hier einzutauschen. Nach Verhandlungen belohnten wir ihn mit ein paar Dukaten und ich besprach die Angelegenheit mit der Kriegsprätorin und der Steuerprätorin, da es sich bei den Entführten offenbar um Steuereintreiber gehandelt hatte.

Die Kriegsprätorin, die letzten Abend noch etwas erbost darüber gewesen war, dass ich mich außerhalb der Stadt in Angelegenheiten einmischte die in ihrem Zuständigkeitsbereich lagen (die Befreiung meiner Freunde), zeigte sich durchaus kooperativ. Die Steuerprätorin hingegen benahm sich wie ein verzogenes Kind und wollte beim Despoten von Chorhop Beschwerde einlegen, als wir andeuteten, dass wir wohl kaum nach Nasha einreiten und das Geld zurückfordern würden können.

Eigentlich wäre die Sicherheit außerhalb der Stadt Angelegenheit der Kriegsprätorin, da sie jedoch kaum eine Chance sah die Entführten und das Geld mit Gewalt zurückzuholen, einigten wir uns, dass ich und eine Gruppe von “Spezialisten” – damit waren natürlich meine Freunde gemeint – gegen eine geringe Aufwandsentschädigung versuchen würden die Angelegenheit zu regeln. Ein Al’Anfanischer Gesandter namens Ramon Flores wollte uns ebenfalls begleiten um uns zu helfen, aber mit seiner schweren Rüstung hätte er uns wohl wenig genutzt und außerdem traute ich ihm und seinen Motiven nicht.

Wir bereiteten uns ein wenig vor und brachen dann auf in Richtung Nasha. Auf dem Weg dorthin erfuhren wir, dass es bereits vor einigen Jahren einen schlecht vorbereiteten Feldzug gegen Nasha gegeben hatte, der kläglich gescheitert war. Schließlich in der Nähe von Nasha angelangt, legten wir unsere Verkleidungen an, bzw. ich verkleidete alle anderen, und so gelangten wir auch relativ unbehelligt vor die Siedlung. Sie war umringt von einer Holzpalisade und nach einigem Pläneschmieden bezauberte Oliandra die beiden Torwachen, wodurch wir unbehelligt in die Stadt gelangten. Dort teilten wir uns auf, Ifirnia und ich schlichen uns ins Haupthaus wo wir das Gold vermuteten und Hjalmar und Avesandro befreiten die Steuereintreiber, von denen eine an einem Pranger hing wo sie offenbar gefoltert wurde und die anderen beiden in Flutkäfigen am Strand festgehalten wurden.

Im Haupthaus war ich offenbar nicht leise genug und weckte einen der schlafenden Piraten auf. Ich täuschte vor austreten zu müssen und musste deshalb das Haus wieder verlassen. Wie sich herausstellte war das wohl ein Hinweis des Phexens persönlich, den draußen entdeckten gerade zwei Piraten dass die Entführte am Pranger fehlte. Ich konnte sie beruhigen und erzählte ihnen dass sie wieder in den Flutkäfig gebracht wurde. So konnten wir noch ein paar Minuten der Heimlichkeit herausholen. Ich ging wieder ins Haupthaus zurück und war diesmal leise. Wir schlichen nach oben und nach einigen Minuten fanden wir auch das was vom Gold noch übrig war. Wir schlichen wieder hinaus und auch die anderen hatten inzwischen die Entführten befreit, aber leider wurden sie in diesem Augenblick entdeckt. Ein Katapult eröffnete das Feuer auf sie und Avesandro zerstörte einen Teil der Palisade durch die sie flüchteten. Ifirnia half dabei die Entführten zu schleppen, während ich zum Haupttor lief um den Großteil der Verfolger auf die falsche Fährte zu locken. Während Avesandro Feuer- und Wasserbälle schleuderte konnten wir uns mit knapper Not in Sicherheit bringen. Die vielen, vielen Wochen und Monate in der Wildnis hatten sich offenbar doch bemerkbar gemacht, denn ich schaffte es mich halbwegs zu orientieren und fand schlussendlich zu den anderen zurück.

Einer der Entführten hat die Erfahrung leider nicht überlebt, das Katapultgeschoss hatte ihm die Beine abgerissen, aber mit den beiden anderen und etwa 2/3 des gestohlenen Goldes kehrten wir siegreich nach Chorhop zurück.

Ich denke sowohl bei der Kriegsprätorin als auch bei meinen Stadtwachen haben wir damit durchaus einen positiven Eindruck gemacht, aber ich fürchte die größten Probleme werden auf politischer Ebene auf mich zukommen und ich weiß noch nicht, ob ich dafür gewappnet bin.

Wenn du es einrichten kannst, schick bitte so bald wie möglich einen Repräsentanten nach Chorhop und sei es nur damit wir leichter Kontakt halten können.

Dein Sato:
Anhang 1: Karrikatur der Steuerprätorin
Anhang 2: Nasha in Flammen

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