as I scan this wasted land

Karma und Alveraniare

Auszug aus dem Vademecum des Adeptus Avesandro Rahjácomo Sarastro di Riva del Garda, Esquirio

– Flavia erhält eine Brief der Comtessa Dulcia di Tremendo – einer Jugend“bekanntschaft“ (das Erröten meiner Schwester lässt auf intensivere Erfahrungen schließen – ich erkenne sie nicht wieder) – in der sie gebeten wird der Comtessa dringend zu helfen

– Keine Ahnung woher die Comtessa weiß, dass Flavia in Chorhop ist – aber wir beschließen der Dame zu helfen

– Oliandra erhält eine Strähne ihrer Haare und einen Brief von Igunde Entenklamm zugestellt in der diese ihr mitteilt, dass sie wüsste wo sich Oliandra aufhielte

– Nachdem Sato seine Amtsgeschäfte vorläufig geordnet hat reisen wir mit einer Kutsche nach Tremendo – einer Ortschaft zwei Tagesreisen entfernt von Chorhop und außerhalb des Machtbereiches der Stadt

– Übernachtung in einem Gasthaus am Wegesrand; Hjalmar begleicht die Zeche eines Säufers und zahlt ihm die Unterkunft in der Scheune

– Nach der Nacht ist der Säufer tot – selbst(?) erhängt in der Scheune

– Eine oberflächliche Untersuchung fördert aber keine Anhaltspunkte zutage

– Kurz vor unserer Ankunft in Tremendo kommen wir an einer Brandruine vorbei – ein ehemaliges Traviakloster das laut Kutscher vor mehr als sieben Jahren einem Brand zum Opfer gefallen ist

– Nach der Ankunft in Tremendo quartieren wir uns im Gasthof ein und beschließen dem Comto und der Comtessa am nächsten Tag unsere Aufwartung zu machen

– Wir werden für den nächsten Tag gegen Nachmittag zum Herrschaftshaus eingeladen

– Im Gasthaus erfahren wir, dass die Comtessa vor mehr als sieben Jahren nach sehr schwerer Krankheit gestorben ist – im Dorf wird von Selbstmord durch einen Sprung über die Klippen des Herrschaftssitzes gemunkelt

– Die Frage die sich daher stellt: Wieso bekommt Flavia JETZT einen Brief ihrer vor sieben Jahren verstorbenen Freundin?

– Erkundigungen über das Ableben der Comtessa im lokalen Efferdtempel (St. Gullaran) eingezogen: Das Jahr war für Tremendo katastrophal weil zuerst die zehnjährige Tochter der Witwe Lafieri verschwunden ist (wahrscheinlich ertrunken), dann das Traviakloster in den Namenlosen Tagen ein Raub der Flammen wurde (Untersuchungen im Nachhinein ergaben keine Anhaltspunkte für ungewöhnlich Vorgänge aber alle Bewohner des Klosters kamen bei dem Brand ums Leben) und schließlich der Selbstmord der Comtessa di Tremendo

– Seit dem Ableben der Comtessa lebt der Comto sehr zurückgezogen und lässt sich im Ort nicht mehr blicken – aus Trauer über seine so früh verstorbene (und deutlich jüngere) Frau

– Der Weg zum herrschaftlichen Anwesen ist beschwerlich und das Anwesen wirkt im Innenhof verwahrlost; über allem liegt ein eigenartiger, abgestandener, leicht süßlicher Geruch

– Wir werden von Alonzo, dem Diener des Comto, empfangen und in den Salon geführt

– Der Tee ist sehr eigenartig und eigentlich nicht trinkbar

– Der Comto lädt uns zum Abendessen ein und besteht darauf, dass wir über Nacht bleiben; wir nehmen sein Angebot selbstverständlich an

– Bis zum Abendessen erkunden wir das Haus und den Garten; der Garten ist sehr gepflegt und Statuen der Zwölfgötter stehen darin

– Im Garten ist auch ein Heckenlabyrinth in dessen Zentrum die Statue eines Alveraniars steht

– Oliandra und ich beziehen ein Gästezimmer gemeinsam, die anderen teilen sich ebenfalls auf

– Als ich das Zimmer mit Flavia verlasse um die Bibliothek zu besuchen wird Oliandra durch zwei Stiche schwer verletzt; ein Angreifer ist nicht auszumachen

– Die Statuen im Haus scheinen sich zu bewegen sobald man nicht hinsieht; außerdem scheinen sie ihre Positionen zu verändern

– Nach dem ebenfalls ziemlich ungenießbaren Abendessen (Fleisch in Gelee) hören wir aus Alonzos Zimmer unterdrückte Schmerzensschreie; auf unsere Nachfrage öffnet er uns und behauptet, dass alles in Ordnung sei – er scheint sich aber selber ausgepeitscht zu haben

– Als wir zum abendlichen Schlaftrunk gerufen werden bleibt Sato zurück und untersucht Alonzos Zimmer; erfindet Notizen in denen Alonzo eine Verwandlung seiner selbst andeutet, da er ebenfalls von „dem zarten Fleisch“ gekostet hat und über seine Freveltaten in der „Grotte“ berichtet

– Flavia hat den Eindruck, dass der Geist(!) ihrer Freundin sie um Hilfe bittet

– Ein Blick aus dem Fenster offenbart einen weißlichen Geist der zur Klippe läuft – gefolgt von einem dunkleren Geist der ihn verfolgt; der dunklere Geist holt auf, geht auf die Knie und fleht den helleren Geist an nicht zu springen – aber der hellere Geist springt doch, und zwar ohne „Mithilfe“ des dunkleren Geistes

– Offenbar stimmt die Geschichte, dass die Comtessa Selbstmord begangen hat und nicht etwa von ihrem Gatten oder Alonzo ermordet wurde – die Frage ist nur: Warum? Und warum ist der Geist des Gatten dunkler?

– Wir beschließen die Grotte zu suchen um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen – und es scheint ein sehr dunkles Geheimnis zu sein

– Mit einiger Mühe finden wir den Einstieg zum Weg in die Grotte – er scheint schon lange nicht mehr benutzt worden zu sein; trotzdem hören wir schleifende Geräusche aus der Tiefe

– Eine Höhlenspinne attackiert uns – aber ein hervorragender FULMINICTUS bereitet ihr ein jähes Ende

– Wir gelangen in die Grotte wo auf einer Seite der Grotte eine Steinbank (ein Altar?) eingelassen ist; daneben finden wir allerlei verrostete und mit eingetrocknetem Blut verschmierte Schlachtwerkzeuge und eine Kiste

– Auf der gegenüberliegenden Seite sind in die Wand der Grotte Käfige eingelassen die einen freien Blick auf die Steinbank gewähren

– Eine Untersuchung der Truhe fördert ein Tagebuch des Comto zutage und Sato beginnt es uns vorzulesen

– Es ist ein grauenhaftes Zeugnis wie ein Mensch (der Comto) aus Liebe und Verzweiflung (über die Krankheit der Comtessa) zum Frevler wider die Zwölfe wird; und was bedingungslose Treue (von Alonzo) alles bereit ist wider besseres (Ge)Wissen zu tun: Die Comtessa war – obgleich sehr jung – todkrank und kein Medicus oder Magier konnte helfen. Aber Mishkara zeigte dem verzweifelten Gatten einen Ausweg. Der Verzehr von Kinderfleisch würde sie heilen. In seiner Verzweiflung befahl der Comto seinem Diener Alonzo die Tochter der Witwe Lafieri zu entführen, zu töten und für die Comtessa als Mahl zuzubereiten. Und Alonzo tat wie ihm befohlen wurde – und außerdem kostete er bei der Zubereitung heimlich von dem Fleisch. Die Situation der Comtessa verbesserte sich – aber nicht nachhaltig (das hatte Mishkara dem verzweifelten Comto natürlich nicht gesagt) – und so musste neues Fleisch beschafft werden um die Comtessa gesund zu halten. Die wusste von alledem nichts. Der Comto heuerte einen Trupp Söldner an, die in den Namenlosen Tagen das Traviakloster (das auch ein Waisenhaus beherbergte!) überfielen, die Kinder raubten, alle Erwachsenen töteten und das Kloster anzündeten. In den Namenlosen Tagen geht das natürlich einfacher. Die Kinder wurden – sozusagen als lebender Vorrat – in die Grotte gebracht und eines nach dem anderen „geschlachtet“. Und alle Kinder sahen aus den Käfigen heraus die „Schlachtung“ des jeweiligen Kindes und damit ihr eigenes zukünftiges Schicksal. Schließlich fand die Comtessa heraus was sie die ganze Zeit gegessen hatte und beschloss – wissend um die Verderbtheit der Tat – freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Die restlichen Kinder wurden daraufhin ebenfalls ermordet um die Zeugen zu beseitigen.

– Ich schreibe die Geschichte jetzt im Nachhinein – und noch immer bin ich fassungslos ob der Grausamkeit und Verderbtheit zu der Menschen aus Liebe offensichtlich fähig sind

– In der Realität ging die Geschichte weiter indem Alonzo in die Grotte geschlichen kam und sich dann – während er Sato zuhörte – in einen Ghul verwandelte und uns attackierte

– Außerdem griff uns der Dämon selber an und er war nur zu stoppen indem man ihn nicht aus den Augen ließ – diese Aufgabe erfüllte Hjalmar nachdem ihn der Dämon zwei Mal schwer getroffen hatte und ich ihn mit einem BALSAM aus meinem Stab wieder geheilt hatte

– Zwei FULMINICTI und ein weiterer FULMINICTUS aus dem Stab erledigten den Ghul – aber er hat trotzdem Oliandra gebissen

– Den Dämon nicht aus den Augen lassend zogen wir uns aus der Grotte zurück und machten uns auf den Weg die Sache zu Ende zu bringen; wir waren entschlossen den Comto zu richten

– In seinem Zimmer angelangt mussten wir feststellen, dass dies Alonzo vor seiner Verwandlung offensichtlich schon selber erledigt hatte – der Comto war tot

– Da nichts weiteres mehr zu machen war informierten wir den Efferdgeweihten und machten uns auf den Weg zurück nach Chorhop

– Die Ruinen des Traviaklosters zeigen mir, dass noch immer nicht alles in Ordnung ist

– Flavia, Sato und ich kehren wieder zu dem Herrenhaus zurück um uns noch einmal dem Dämon zu stellen; Hjalmar, Ifirnia und Oliandra kommen nicht mit, da sie der Meinung sind, dass wir keine Chancen gegen den Dämon zu haben

– All das in Brabak angeeignete Wissen hat – zwar nur knapp, aber doch – nicht gereicht um den Dämon zu exorzieren; ich fühle mich ziemlich leer aber ich habe zumindest das Gefühl wirklich ALLES mir mögliche versucht zu haben

– Berufenere werden sich nun um das Problem kümmern und wir machen uns auf den Weg zurück nach Chorhop

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