as I scan this wasted land

Thalya

ich bin 19 und du hast mir gar nix zu sagen

Wir hatten keine Ahnung, wie der Sultan die Baroness zu empfangen gedachte. In der Zeit die wir hatten schmiedeten wir Pläne, wie wir die Prinzessin befreien würden. Alrik zeigte uns „das Haus seines Freundes“ in Al’Ahabad und es stellte sich heraus, dass dieser Freund schon eine ganze Weile verreist war – Alrik hatte sich einfach irgendeine hübsche Villa ausgesucht und sie besetzt… Wir beschlossen, unsere Pferde und Vorräte im Haus zu lassen, um die Prinzessin dort unterzubringen, während einige von uns ein Ablenkungsmanöver startete, um etwaige Verfolger von unserer Spur abzubringen. Klingt kompliziert? Tja.

kompliziert ist gar kein Ausdruck

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Tanzen ist nix für Thalya

Wieder zurück in Mehrwed, meinte Fräulein Isora, sie würde nicht mit nach Al’Ahabad kommen, da ihr die Sache zu brenzlig war. Zur vereinbarten Zeit hatte dann mein Herr eine inoffizielle Audienz beim „Beherrscher der Rechtgläubigen“ und nahm seinen „Leibwächter“ und seine „Ehefrauen“ mit. Wir spazierten in seinem Garten und im Stall, betrachteten seine Kamele und schließlich kamen wir in einem stillen Eck im Garten zum Sitzen.

Trutzbach ist nicht so heiß als dass man sich daran erinnern müsste


ein runder Geburtstag ist der Tod jeder Tugend

Die letzten fünf Tage waren super heftig. Oder ‚süper ‚eftisch‚, wie mein Herr sich auszudrücken pflegt. Ich versuche immer, ein gutes Mädchen zu sein, aber irgendwie gelingt es mir nicht immer. Und jetzt glaubt jeder, ich habe einen schlechten Einfluss auf meine Mitreisenden.

das ist übertrieben


der Wert meines Lebens – schon wieder gefallen

Wie bereits erwähnt, fanden wir am 17. Travia meinen Herren in Floeszern, wo er gerade in der Karawanserei mit sich und der Welt haderte, weil sein Kopf niederhöllisch schmerzte von den letzten drei Tagen, in denen er wohl ziemlich viele Sachen angestellt hätte, die allesamt mit rahjagefälligen Vergnügungen zu tun hatten. In seinem Leiden verlangte er nach einem Barbier und nach drei weiteren Schiffspassagen für uns, wobei es hieß, er hätte bereits zwei. Da uns sogleich auffiel, dass dies eine Passage zuviel wäre, machten wir ihn darauf aufmerksam, doch er beharrte darauf, dass wir drei Passagen kaufen sollten. Gleich darauf kam eine üppige, etwas ältere Wüstenblume des Weges und bescherte uns eine dramatische Darbietung. Anscheinend, so sagte sie, hätte mein Herr ihr eine Passage und die Ehe versprochen. Mein Herr schien sich an nichts weiter über die Identität seiner zusätzlichen Begleitung zu erinnern, also meinte er, dies wäre sie wohl. Das mit dem Heiraten jedoch müsse warten. Bald darauf brach sie aus nicht weiter ersichtlichen Gründen zusammen, stammelte etwas von Ehre und Gnade und lief heulend weg. Ich würde auch heulend weglaufen wenn ich so einen Menschen heiraten müsste wie den Signorino, aber da sie vorher behauptet hätte, sie wäre ihm in Liebe zugetan oder etwas dergleichen, kam ihr Abgang doch etwas überraschend.

grrrrrrrrrrrrr rrrrrrrrrrrrr rrrrrrrrrrrrr


ich suche einen positiven Ansatz, finde aber keinen … rufen wir die Bannstrahler

Herrliches Fasar! Die Erhabene! Ich wünschte, mein Herr hätte der verdorbenen alten Dame eine Chance gegeben, statt, nachdem wir vom Herrn Ranjok in einer Spelunke am Stadtrand sitzengelassen wurden, die Arme zu verschränken und zu jammern, dass ihm heiß sei. Die Baroness war ebenfalls sehr an der Stadt interessiert, aber es wurde dann beschlossen, dass sie und der Signorino mit der Besichtigung warten würden, bis Andaryn und ich mit etwas leichterem Gewand zurück waren, damit die Hitze die Herrschaften nicht so quälte, und sie auch weniger auffielen. Und natürlich auch damit mein Herr nicht in den Farben irgendwelcher Erhabenen umherstolzierte, die wohl sehr empfindlich darauf reagierten, wenn man sich ihre Hausfarben aneignete. Schlimmer als Imman.

wir sollten unbedingt mehr Zeit in Fasar verbringen


Wir besichtigen Gebäude. Viele Gebäude

Wir verließen am 17. Efferd Gareth in Begleitung eines jungen Magiers aus Fasar. Sein Meister hatte die Baroness gebeten, ihn mitzunehmen. Sie und mein Herr zögerten – zu frisch war die Erinnerung an einen anderen jungen Gelehrten, der uns von Andergast nach Nostria begleitet hatte – doch dann durfte er doch mit. Herr Ranjok war ein seltsames Männlein, hörte sich an und war angezogen wie ein Tulamide, war aber ein nivesischer Halbelf. Dieser Geselle konnte nicht reiten, weshalb ich mein Pferd an ihn abtreten musste, damit er uns nicht zurückhielt. Anfangs weigerte er sich überhaupt, auf seinem Maultier zu sitzen, dann stellte sich heraus, dass er sowieso nicht wusste, wie man reitet. Diese Pferde-Ausborgerei fängt langsam an, zur Gewohnheit zu werden, und das wird aufhören, oder ich werde sehr grantig werden.

und dann wird sich jemand fragen, wo seine Zehen geblieben sind … just sayin‘


Achtung, Werwölfe! Wie man einen wackeren Nostrianer in Bedrängnis bringt.

Andaryn und Delilah wollten Wache halten, um den „Geist“ im Drachentöter zu stellen und den Ursprung der komischen Geräusche aus dem Keller zu finden. Mein Herr wollte die hübsche Dythlind über irgendetwas ausfragen (hauptsächlich wohl über ihre Schlafgewohnheiten), und ich wollte schlafen, bis ich an der Reihe war, Wache zu halten. Plötzlich weckte mich Gepolter und während einige Leute aus ihren Zimmern stürzten um zu sehen was los war, ging ich hinunter in den Schankraum. Während der Wache haben Andaryn und Delilah wohl die Geräusche gehört, und dann noch, wie sich jemand herumschlich. Andaryn warf sich auf denjenigen und machte einen nicht allzu aufregenden Fang – den Herrn Trappenfeld, seines Zeichens aufstrebender Schriftsteller mit Schweinsnäschen. Dieser war – nicht überraschend – erbost über Andaryns Aktion, jedoch war seine Argumentation nicht so makellos wie die meines Herren, also ging er lieber schlafen, als weiter sinnlos gegen so viel yaquirischen Esprit aufzubegehren.

hütet euch vor Yaquiriern, wenn ihnen fad ist